24

Feb

RFR stellt das Konzept für Hochhaus am Park vor

Das Konzept für den Fassadenentwurf des Hochhaus am Park wurde von der RFR Holding GmbH (RFR) vorgestellt. Die Glasfassade des Anfang der 1970er-Jahre entstandenen Doppelturmes wird in zwei optisch getrennte und transparente Fassaden aufgelöst. Mit den Ausräumarbeiten will der Bauherr, eine Projektgesellschaft unter Federführung der RFR, bereits im April 2017 beginnen. Mit dem offiziellen Baubeginn rechnet das in Frankfurt ansässige Unternehmen im Sommer dieses Jahres. Die Fertigstellung ist für Ende 2019 vorgesehen.

Auf dem Areal zwischen Fürstenbergstraße, Grüneburgweg und Wolfsgangstraße entstehen auf etwa 19.000 m² Geschossfläche rund 130 Eigentumswohnungen, davon auch eine Etage geförderter Wohnraum. Hinzu kommen rund 140 Hotelzimmer auf den fast 13.000 m² des zweiten Turmes. Zum revitalisierten Hochhaus am Park gehört auch eine Kindertagesstätte, die nicht nur den künftigen Hochhausbewohner, sondern allen Kindern im Westend offenstehen wird. Gleiches gilt für das vorgesehene gastronomische Angebot. Die umliegenden Grünflächen inklusive des Mitscherlich-Platzes erfahren eine komplette Umgestaltung. Hier hat der Eigentümer über die Stadtverwaltung bereits Kontakt mit der örtlichen Mitscherlich-Initiative hergestellt, die bei der Umgestaltung mit einbezogen wird.

Der Vertreter des Bauherrn, Dr. Alexander Koblischek, ist überzeugt, dass die Revitalisierung zu einer weiteren Aufwertung des Stadtteils führt: „Derzeit haben wir ein wenig attraktives Hochhaus aus den 1970er- Jahren mitten im Westend. Mit unserem Konzept werden wir diese Situation erheblich verbessern. Die neue Fassade ist schlicht, elegant und zugleich modern. Das Hochhaus wird sich durch die neue Optik auf hervorragende Weise in das Stadtbild des Westends integrieren. Außerdem erreichen wir durch die visuelle Trennung mit dem Eindruck von zwei einzelnen Türmen ein ganz neues Raumgefühl. Die zusätzlichen Investitionen in die Begrünung des Umfeldes des Hochhaus am Park erhöhen die Aufenthaltsqualität für alle Westendbewohner.“

Bei den Bauarbeiten legt der Bauherr großen Wert auf ein intelligentes Lärmschutz- und Baustellenlogistikkonzept. „Erst, wenn die lärmintensiven inneren Arbeiten abgeschlossen sind, entfernen wir die Fassade. So reduzieren wir den Geräuschpegel erheblich, da der Lärm, insbesondere der Rohbauarbeiten, größtenteils im Gebäude festgehalten wird“, erläutert Dr. Koblischek das Konzept. Für die Baustellenlogistik wird der sogenannte Just-in-time-Ansatz verwendet. Die Anlieferung der notwendigen Baumaterialien erfolgt ausschließlich bei tatsächlichem Bedarf. Damit entfällt eine raumeinnehmende Zwischenlagerung. „Durch unseren Ansatz bleiben die Auswirkungen auf den lokalen Straßenverkehr gering. Der Bauzaun wird nur auf dem Grundstück des Hochhaus am Park aufgebaut. Es kommt also zu keinen dauerhaften Einschränkungen auf den Gehwegen“, führt Dr. Koblischek weiter aus.

Neben hohen Standards beim Lärmschutz setzt der Bauherr während der gesamten Bauzeit vor allem auf eine direkte Kommunikation mit den Anwohnerinnen und Anwohnern. „Uns ist klar, dass Bauarbeiten in einem so dicht besiedelten Wohngebiet für die Anwohner nicht einfach sind. Deshalb suchen wir den direkten Dialog, um bei Bedarf entsprechend zu reagieren“, sagt Dr. Koblischek. Es wird eine Baustellenhotline eingerichtet, die Anregungen und ggf. Beschwerden aufnimmt. Zudem erhalten die Anwohner im Rahmen von Informationsveranstaltungen und Hauswurfsendungen regelmäßig Informationen über den Fortschritt der Baumaßnahmen.

24

Feb

Heute Grundsteinlegung an der Marieninsel

Am 24. Februar 2017 wurde der Grundstein für den 155 Meter hohen Marienturm und das kleinere Marienforum gelegt. Das Büroensemble entsteht direkt an der Taunusanlage in unmittelbarer Nähe zu den Zwillingstürmen der Deutsche Bank AG. Der  gläserne Wolkenkratzer mit 38 Geschossen soll Anfang 2019 fertig gestellt sein, das Marienforum bereits Anfang 2018. Beide Gebäude sollen einmal rund 57 400 Quadratmeter Mietfläche bieten.

Foto: Oberbürgermeister Peter Feldmann, Thomas Müller, Architekt, Markus Brod, Entwickler Pecan Development (v.l.n.r.) — bereitgestellt durch die Stadt Frankfurt

11

Feb

Bundesbank plant neues Hochhaus am Stammsitz

Die Bundesbank ertüchtigt den Stammsitz in Ginnheim. Das bisherige Hauptgebäude, 1967 bis 1972 von ABB Apel, Beckert und Becker entworfen, wird in den kommenden Jahren renoviert. Die Bundesbank sucht jetzt bereits ein Ausweichquartier für die Zeit der Bauarbeiten, die bis 2018 starten sollen.

Unabhängig von der Renovierung des Hauptgebäudes plant die Bundesbank eine Konzentration ihrer Belegschaft am Stammsitz. Bisher sind die Beschäftigten auf mehrere Standorte innerhalb von Frankfurt verteilt, wie zum Beispiel im Hochhaus Trianon.

Wie Skyline Atlas erfuhr, laufen bereits Gespräche von der Bundesbank mit Vertretern der Stadt Frankfurt, um den Stammsitz als Hochhausquartier auszuweisen. Es wird allgemein erwartet, dass hierfür der Nachweis von Wohnflächen gefordert wird und dem Wunsch der Bank nach Zentralisierung ihrer Mitarbeiter entsprochen wird. Dem Vernehmen nach soll das neue Hochhaus auf dem Gelände der Bundesbank 36 Geschosse hoch werden und am Standort vom Gästehaus errichtet werden.

 

LEAKED – Mitte Juli 2017: Wie dem Skyline Atlas ein Informant berichtet, soll das geplante Hochhaus am Sitz der Bundesbank offenbar zur Zeit nicht genehmigt werden. Die Bundesbank sei stinksauer, nicht zuletzt weil der Europäischen Zentralbank an ihrem Sitz im Frankfurter Osthafen dieses Privileg seinerzeit eingeräumt wurde. Hintergrund: Der Standort der Bundesbank ist bisher nicht im aktuellen Hochhausrahmenplan vorgesehen und stünde in Konflikt mit einer Ankündigung vom Planungsdezernenten, neue Hochhäuser nur noch an zuvor ausgewiesenen Standorten zu erlauben. Ob der neue Hochhausentwicklungsplan für 2018 dann den Ginnheimer Standort der Bundesbank berücksichtigen wird, ist bisher unklar.

09

Feb

Deutsche Bank Areal: Architekturwettbewerb entschieden

Der Gewinner des Architekturwettbewerbs des Projektentwicklers Groß&Partner zur neuen Gestaltung des ehemaligen Deutsche-Bank-Gebiets steht fest: Das Architekturbüro UNStudio aus Amsterdam überzeugte einstimmig das achtköpfige Preisgericht. Der zweite und dritte Preis gingen jeweils an die Bewerbergemeinschaften Dudler/Jahn sowie MSW/Snohetta. Eine Anerkennung erhielt der Entwurf von Christoph Mäckler/CoopHimmelblau.

Die Herausforderung in der Gestaltung lag darin, ein gemischt-genutztes, urbanes Stadtquartier aus vier Hochhäusern und einem mehrgeschossigen, verbindenden Sockelgebäude zu gestalten. Einzelhandel, Gastronomie und Hotels gehören ebenso dazu wie ein Wohnnutzung. In das Projekt werden auch 8.000 Quadratmeter Geschossfläche nach den Förderprogrammen der Stadt Frankfurt am Main und des Landes Hessen integriert.

Mit diesem Projekt wird die Frankfurter Skyline um 4 Hochhäuser erweitert und neu definiert werden. Der höchste der Türme wird eine Höhe von 228 Metern erreichen. Wer sich die Beiträge aller Architekten anschauen möchte: Vom 4. März 2017 bis zum 18. März 2017 werden sie öffentlich in der Junghofstraße 11 auf dem ehemaligen Deutsche-Bank-Areal ausgestellt.

Fotonachweis: (c) UNStudio