30

Sep

Architekturwettbewerb für 99 West entschieden

Das Frankfurter Architekturbüro Cyrus Moser (CMA) hat auch den zweiten Architekturwettbewerb zur Bebauung des ehemaligen AfE-Areals für sich entschieden. Neben dem Apartment- und Hoteltower „140 West“ wird im neuen Senckenberg Quartier gegenüber des Naturkundemuseums ein weiteres von CMA entworfenes Hochhaus entstehen: Der Büroturm „99 West“.

Damit wird der letzte Baustein auf dem Areal zwischen Robert-Mayer-Straße und Senckenberganlage gesetzt und das Senckenberg Quartier, ein Ensemble aus zwei Hochhäusern, einem sechsgeschossigen Solitärgebäude und einer Kindertagesstätte, architektonisch vollendet. Der ca. 100 m hohe Office Tower grenzt an die Parkseite des Kulturcampus an und wird auf 26 Etagen (ca. 29.500 Bruttogeschossfläche) Raum für bis zu 1.200 Beschäftigte schaffen. Auf dem vorversetzten Gebäudeteil des trapezförmigen Sockels entsteht in ca. 23 m Höhe eine begrünte Dachterrasse mit Ausblick auf die Skyline.

Das Preisgericht zum Architekturwettbewerb durfte sechs Entwürfe von national und international renommierten Architekten bewerten. Die siebenköpfige Jury aus Architekturexperten, Stadtplanern und der Ausloberin des Wettbewerbs, der Groß & Partner Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH, kürte nach intensiver Begutachtung schließlich die Frankfurter Architekten CMA zum Sieger des Wettbewerbs.

„Das Konzept von CMA überzeugte uns, weil es besonders gut dem Ensemblegedanken folgt, was insbesondere mit Blick auf das Wohngebiet Bockenheim und die auf dem Kulturcampus entstehenden Wohnungen wichtig ist. Die Ausdifferenzierung des Sockelbereichs und die gelungene Verbindung zur Kita wurden ebenfalls sehr positiv bewertet“, erläutert Jürgen Groß, geschäftsführender Gesellschafter von Groß & Partner, den Siegerentwurf. Den zweiten Platz in dem Wettbewerb sicherte sich das Frankfurter Architekturbüro Schneider + Schumacher, Drittplatzierte wurden KSP Architekten Jürgen Engel, ebenfalls aus Frankfurt.

Im Senckenberg Quartier auf dem Kulturcampus entsteht ein urbaner Mix aus Wohnungen, Büroflächen, Hotel und Gastronomie, zudem wird eine 8-zügige Kindertagesstätte errichtet. Mit dem Bau des „99 West“ soll im Sommer 2018 begonnen werden, die Fertigstellung ist für 2021 geplant.

99 West Frankfurt - Visualisierung
29

Sep

Das Mysterium um den OmniTurm ist gelüftet

Ein Hochhaus hat nicht einfach willkürlich eine bestimmte Höhe. Wie hoch in einem bestimmten Bereich maximal gebaut werden kann, das entscheiden weder Bauherr noch Architekt: Dies ist im jeweils gültigen Bebauungsplan geregelt. Der aufmerksame Beobachter stellt jedoch fest, dass es bei manch einem Hochhaus eine Diskrepanz zwischen Bebauungsplan und tatsächlicher Höhe gibt. In anderen Worten: Hier und da wird ein Hochhaus höher als vorgesehen, wie zum Beispiel der OmniTurm. Dort sind im Bebauungsplan 175 Meter vorgesehen, ausgehängte Pläne im Planungsdezernat sprachen von 185,4 Meter – doch die Webseite vom Bauherren weist 190 Meter auf. Der Skyline Atlas hat sich gefragt: Wie kommen diese unterschiedlichen Höhen zustande und wie hoch wird der OmniTurm nun?

Auf Nachfrage beim Planungsamt der Stadt Frankfurt meldete sich Herr Rosmus beim Skyline Atlas, zuständig für Planungen innerhalb vom Cityring. Herr Rosmus klärt auf: „Die maximale Höhe in einem Bebauungsplan kann von der späteren Höhe tatsächlich abweichen, zum Beispiel wenn Technikgeschosse in die Kubatur integriert werden. Technikgeschosse werden bei der Höhenberechnung nicht mitgezählt.“ Dies sei beispielsweise beim Jumeirah Hochhaus der Fall, bei dem 3 Geschosse kaum wahrnehmbar in die Architektur vom Gebäude eingebettet wurden.

„Genauso verhalte es sich auch beim OmniTurm“, so Rosmus. Der OmniTurm verfüge über Technikgeschosse, die in die oberirdischen Geschosse eingeplant wurden. Die Höhe von 185,4 Meter stamme noch aus dem architektonischen Wettbewerb und sei nicht mehr aktuell. Im offiziellen Bauantrag für den OmniTurm stünden 189,9 Meter (also knapp die vom Projektentwickler TishmanSpeyer angegebenen 190 Meter). Daher halten wir fest:

Der OmniTurm hat eine Höhe von 189,9 Meter.

01

Sep

Die City braucht den Gegenpol – Frankfurt Southbank

Ja, Frankfurt hat eine Skyline. Schön und gut. Aber im internationalen Maßstab stehen wir doch eher bescheiden da. Wer einmal in Städten wie London, Toronto oder Chicago war, der weiss: Frankfurt hat städtebaulich sicher noch viel Potenzial. In den ausländischen Medien heißt dass dann etwas anders: Frankfurt wäre provinziell, langweilig oder ein „Canaray Wharf in the green“.

Wie könnte also eine Weiterentwicklung aussehen? Spinnen wir die Idee von Wohntürmen doch einmal weiter. Wie wäre es, wenn wir moderne Hochhäuser nicht mehr nur einer elitären Minderzeit zugänglich machen und diese stadtnah bauen? Es gibt genügend Orte, wo Wohntürme Sinn machen… vor allem dort, wo gewohnt wird: in Sachsenhausen. Der Skyline Atlas hat daher einen Vorschlag zur Belebung vom südlichen Mainufer ausgearbeitet, den wir hiermit feierlich präsentieren. Wir haben das Konzept Frankfurt Southbank genannt und es soll als Ideengeber gelten können.

Jetzt fehlt nur noch eins: Mutige Projektentwickler und die passenden Architekten für das Mainhattan von morgen!

Wohntürme am Mainufer in Sachsenhausen. Das finde ich...
21

Aug

Die höchsten neuen Hochhäuser in einer Übersicht

In Frankfurt sind zurzeit mehr als 35 Hochhäuser im Bau oder geplant. Manche werden bis zu 228 Meter hoch, andere verschwinden in der Skyline. Aber Höhe ist nicht alles. Schließlich spielen Ästhetik, Kubatur und Masse eine nicht minder wichtige Rolle. Wir haben uns daher gefragt, wie denn die höchsten dieser Projekte nebeneinander im Vergleich aussehen. Das Ergebnis sehen Sie auf der Seite Wolkenkratzer Frankfurt – Vergleich der Türme.

20

Aug

Nach der Bürostadt das Lyoner Quartier

Die Bürostadt Niederrad wandelt sich aufgrund zahlreicher Wohnprojekte. Die Umwandlung eines so großen ehemals reinen Büroquartiers zu einem gemischten Stadtteil ist in Deutschland einmalig. Grund genug für Oberbürgermeister Peter Feldmann auf Einladung der Standort-Initiative Neues Niederrad (SINN) die ehemalige Bürostadt Niederrad zu besuchen. „Das Lyoner Quartier ist ein Musterbeispiel für die gelungene Revitalisierung von Gewerbequartieren“, sagte Feldmann nach einer einstündigen Rundfahrt am Montag, 21. August. Zu Beginn hatte der Oberbürgermeister vor einem Neubauprojekt ein großes Banner mit dem neuen Namen und dem Gruß „Salut im Lyoner Quartier“ enthüllt.

Das Banner informiert neben dem Willkommensgruß über das neueste Bauprojekt „Living Lyon“ des schwedischen Projektentwicklers Catella. Das Wohnensemble bietet 123 moderne Einheiten für alle Generationen. „Ich freue mich sehr, dass Catella Mietwohnungen für Singles, Paare und Familien aller Generationen baut, denn solche Wohnungen sind auf dem Frankfurter Wohnungsmarkt besonders knapp“, sagte Oberbürgermeister Feldmann. Catella-Geschäftsführer Klaus Franken würdigte im Gegenzug die Entscheidung des Ortsbeirates und des Magistrates, die Bürostadt Niederrad in Lyoner Quartier umzubenennen. „Für Neubürger, die hier einziehen werden, ist dies wichtig, um sich mit dem Quartier identifizieren zu können“, so Franken.

Bis zu 8.000 Menschen werden bald im Quartier wohnen
Die gemeinsame Rundfahrt mit dem Oberbürgermeister, den Mitgliedern der SINN und des Ortsbeirates 5 führte zu weiteren Wohnungsbauprojekten. Darunter war auch das „Pianocourts“ der BIEN-RIES AG mit 336 kleineren und größeren Mietwohnungen, Hahnstraße 24/Ecke Goldsteinstraße. Investor ist die Münchner GBW-Gruppe. Der erste Teilabschnitt wird voraussichtlich Ende des Jahres fertiggestellt.

Weiter ging es in die Hahnstraße 37–39 und 41. Dort baut Max Baum Immobilien für die Frankfurter ABG Holding zwei Wohn- und Geschäftshäuser mit 165 Wohnungen sowie einem Lebensmittelmarkt, einem Discounter und einem Drogeriemarkt. Nächste Station war das Projekt „Green Gate“. Der Projektentwickler 6B47 plant in der Lyoner Straße 52 am Rande des Stadtwaldes rund 700 Miet- und Eigentumswohnungen.

Weitere Wohnungsbauprojekte entwickeln die neuen SINN-Mitglieder, die Wohnungsgesellschaften GWH (Lyoner Straße 38) und Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte/Wohnstadt (Hahnstraße 46-48). Die Nassauische Heimstätte hat bereits mit der Räumung des alten Rechenzentrums begonnen. Auf dem Grundstück werden ab 2019 rund 200 Wohnungen unterschiedlicher Größe, darunter voraussichtlich 30 Prozent geförderter Wohnraum, entstehen.

Nach den neuesten Prognosen der Stadt und der Standort-Initiative SINN werden in den nächsten 18 Monaten bis zu 8.000 Menschen im Lyoner Quartier einziehen. Das wären bereits 2.000 Menschen mehr, als die Frankfurter Stadtplaner vor einigen Jahren berechnet hatten. „Für die Stadt Frankfurt wird die ehemalige Bürostadt damit zu einem erfolgsversprechenden Baustein der Wohnraumversorgung“, erklärte Peter Feldmann.

Auch der Bürobereich mit 25.000 Arbeitsplätzen verändert sich nachhaltig. Neue Unternehmen wie das spanische Pharmaunternehmen Grifols und das französische Premiere Classe-Hotel haben sich angesiedelt und alteingesessene Unternehmen wie Siemens haben ihre verstreuten Standorte im Lyoner Quartier zusammengezogen. „Beim Büromarkt rechnen wir mit einer Vollvermietung in den nächsten zwei Jahren“, so der Vorsitzende der SINN, David Roitman. „Zieht man leerstehende Bürogebäude ab, die abgerissen oder zu Wohngebäuden umgewandelt werden, dann liegt der effektive Büro-Leerstand bereits heute bei fünf Prozent. Das ist deutlich weniger, als der Frankfurter Durchschnitt. Die Firmen wissen die Vorzüge des Quartiers zu schätzen, vor allem die gute Anbindung zum Flughafen und zum Hauptbahnhof“, sagte Roitman.

“Wir freuen uns, dass die Stadt unserer Anregung folgt und ein Grünflächen-Konzept erwägt. Auch die Themen Verkehr und Grundschule müssen zügig angegangen werden. Ortsbeirat und Magistrat werden die SINN als aktiven Partner dabei stets an ihrer Seite haben“, bekräftigte der SINN-Vorsitzende Roitman.

Auf dem Bild: Oberbürgermeister Peter Feldmann (2.v.r.) bei seinem Besuch im Lyoner Quartier neben Catella-Geschäftsführer Klaus Franken (r) und dem SINN-Vorsitzenden David Roitmann (2.v.l.)

05

Aug

60 Jahre Brücke am Platz der Republik

Der Skyline Atlas war zuletzt mit Recherchen zu den Entwicklungsplänen der Stadt Frankfurt beschäftigt und hat umfangreiches Archivmaterial in Bibliotheken gesichtet. Dabei stießen wir per Zufall auf ein Bau-Magazin aus den 1960er Jahren (dazu gehörige Magazinseite siehe oben). Hintergrund dazu:

Dieses Jahr wäre die sogenannte Hochstraße, eine Autobrücke am Platz der Republik, 60 Jahre alt geworden. Das Bauwerk wurde 1957 errichtet, um den Platz der Republik von Verkehr zu entlasten. Die Brücke wurde seinerzeit von M.A.N. innerhalb von nur 24 Stunden aufgrund seiner Stahlbauweise errichtet. Der Originaltext der Werbeanzeige von M.A.N. zu diesem Bauwerk lautet damals:

In knapp 24 Stunden montiert wurde diese umsetzbare Hochstraße aus Stahl, die jetzt den Verkehrskreisel am Platz der Republik in Frankfurt am Main entlastet. Eine Straße dieser Bauart kann sehr schnell und mit wenig Störung montiert und ebenso später demontiert und an anderer Stelle mit anderen Stützweiten aufgebaut werden. Die Fahrbahntafeln aus Stahl sind mit einem Kunststoff beschichtet und rutschfest gemacht.

Heute steht die Verkehrsbrücke nicht mehr. Wann genau dieses Brückenbauwerk abgerissen wurde, ist leider nicht überliefert worden.

02

Aug

Exklusives Interview mit dem Oberbürgermeister von Frankfurt

Peter Feldmann im Gespräch mit dem Skyline Atlas über die Herausforderungen der Stadt Frankfurt am Main, insbesondere in Bezug auf die Themen Stadtentwicklung und Wohnen. Herr Feldmann bezieht Stellung zum geplanten Frankfurter Stadtteil im Westen der Stadt, umreißt das Entwicklungspotential der Stadt Frankfurt in den kommenden fünfzehn Jahren und nimmt Stellung zur Entwicklung von immer weiteren Wohnhochhäusern in der Mainmetropole.

21

Jul

Morgan Stanley mietet sich offenbar in Frankfurter Omniturm ein

Der Brexit wirft immer konkreter seine Schatten voraus. Es könnte die erste Anmietung in Frankfurt werden, die eindeutig auf dem Brexit beruht: nach Medienberichten soll Morgan Stanley mehrere Stockwerke im Hochhausprojekt Omniturm belegen. Bisher war unklar, wohin es Morgan Stanley ziehen wird, wenn der geplante EU-Austritt Großbritanniens sie zum teilweisen Abzug ihrer Mitarbeiter aus London zwingen sollte.

Offenbar hat Morgan Stanley jetzt eine Entscheidung getroffen und sich Frankfurt und auch schon für eine konkrete Immobilie entschieden. Der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) zufolge hat die US-amerikanische Investmentbank dort 8.000 Quadratmeter Bürofläche im Hochhaus Omniturm gemietet, das zur Zeit errichtet wird. Diese 8.000 Quadratmeter entsprechen fünf oder sechs der 45 Stockwerke im Omniturm und damit fast einem Fünftel seiner knapp 44.000 Quadratmeter Bürofläche.

Der New Yorker Projektentwickler Tishman Speyer, der Frankfurter Wurzeln hat, baut den gemischten Wohn- und Büroturm derzeit im Bankenviertel an der Großen Gallusstraße. Für Ende 2018 ist die Fertigstellung angekündigt.

Bisher sitzt Morgan Stanley in einem Bürogebäude an der Junghofstraße. Ob dieser Standort dann aufgegeben wird ist bisher unklar.

18

Jul

Weiteres Hochhaus von Groß & Partner

Wieder einmal legt sich der Frankfurter Projektentwickler Groß & Partner ins Zeug. Diesmal kündigt Groß & Partner einen 128 Meter hohen Hotel- und Büroturm namens „The Spin“ für den Güterplatz an. Der Entwurf für das Hochhaus stammt vom renommierten Architekturbüro Hadi Teheran, das sich jetzt gegen sechs andere Architekten durchsetzen konnte.

Die Lage zwischen Messe, Hauptbahnhof und Europaviertel entwickelt sich derzeit rasant – in direktem Umfeld entstehen parallel vier weitere Hochhäuser. „Wir sehen diese Lage aufgrund der exzellenten Erreichbarkeit aus allen Richtungen sowie des sich entwickelnden, urbanen Umfelds als sehr attraktiven Bürostandort an. Hier gibt es bereits einen gesunden Mix aus etabliertem und neuem Wohnen und eine Vielzahl an Einkaufs- und Ausgehmöglichkeiten, so dass Unternehmen ihren Beschäftigten eine Menge Optionen anbieten können“, erläutert Nikolaus Bieber, geschäftsführender Gesellschafter von Groß & Partner, die Vermarktungsaussichten für die Büroflächen. Der Baubeginn ist für 2018 geplant, die Fertigstellung wird im Laufe des Jahres 2020 erfolgen.

18

Jul

Skyline Atlas in der Bild Zeitung

Die Bild Zeitung hat am 18. Juli 2017 einen kurzen Bericht über den Skyline Atlas veröffentlicht. Der Skyline Atlas ist ein nicht kommerzielles Informationsmedium über die Hochhäuser in Frankfurt am Main. Teil der Veröffentlichung von Bild war ein kurzes Gedicht, das von Michael Wutzke verfasst wurde:

Du bist so wunderschön, Du lässt mein Herz ganz doll pochen.
Du schockst mich manchmal, aber trotzdem faszinierst Du mich.
Du ziehst mich und andere in Deinen Bann. Nein, eine Frau, die bist Du nicht.
Und doch hast Du alles, was du zum Leuchten brauchst.
Frankfurt, wir lieben Dich.

Zum Artikel auf Bild.de

Hochhäuser Frankfurt Bild Zeitung Skyline
13

Jul

Rahmenpläne verfügbar

Die für Hochhausprojekte in Frankfurt relevanten Rahmen- und Entwicklungspläne sind ab sofort als Abstrakt im Skyline Atlas abrufbar. Im Bereich Rahmenpläne finden Sie alle historischen Entwicklungen seit der Nachkriegszeit bis hin zu den Hochhausentwicklungsplänen der Neuzeit. Weitere Details, historische Bezüge und weitere Originalunterlagen werden hierzu im Laufe der kommenden Monate eingearbeitet.

05

Jul

Der Marienturm wird langsam sichtbar

Der Marienturm an der Taunusanlage kann langsam im Stadtraum wahrgenommen werden. Während das an der Mainzer Landstraße gelegene Marienforum mit seinen 10 Geschossen bereits seine volle Höhe erreicht hat, erscheinen beim Marienturm gerade die ersten beiden oberirdischen Etagen. Der Marienturm liegt neben dem T11 in prominenter Lage in der Nähe der Doppeltürme der Deutschen Bank sowie deren neuem Händlerzentrum, das ebenfalls an der Mainzer Landstraße entstand.

Es bleibt abzuwarten, ob durch die Verlagerung von Mitarbeitern der Deutsche Bank AG aus London nach Frankfurt notwendige Kapazität durch die Bank möglichweise im Marienturm aufgebaut wird. Schließlich liegt der Standort vom Marienturm strategisch sehr günstig zwischen den Doppeltürmen sowie dem Händlerzentrum.

02

Jul

Ein Frankfurter zu Besuch in London, Hochhäuser und der Brexit.

Der Skyline Atlas begibt sich auf Spurensuche in Sachen Brexit und Stadtentwicklung. Ein Vor-Ort-Besuch in London bei einem Mitarbeiter von J.P. Morgan.

Es ist ein Samstag Morgen. Ich steige um 7.15 Uhr in die British Airways Maschine von Frankfurt nach London. Doch ich lande diesmal nicht im westlich gelegenen Heathrow, sondern mitten in der Stadt – auf dem City Airport. Nach etwas mehr als einer Stunde Flug bin ich angekommen. Es ist erst 7.25 Uhr denn mir hat die neue Zeitzone eine Stunde geschenkt.

Ich habe kein Gepäck, laufe aus dem Terminal, steige in die DLR (Docklands Light Railway) und bin weitere 10 Minuten später in den Docklands und der dazugehörigen Canary Wharf, einem der Entwicklungsgebiete hier in London. Mein Blick schweift über die vielen bekannten Türme und ich sehe den Hochhausturm One Canada Square mit seiner pyramidenartigen Gebäudespitze, sowie Hochhäuser mit den Logos von HSBC, Citi, J.P. Morgan sowie Barclays. So weit, so gut.

Dann besuche ich Paul. Paul ist 35 Jahre alt, wohnt seit 7 Jahren hier in London und arbeitet für die Investmentbank J.P. Morgan in der Canary Wharf. Er ist vor einigen Monaten hier in die Docklands umgezogen aus einem von hier 15 Minuten entfernten Gebiet. Ich stehe vor dem Haus in dem Paul wohnt und schaue nach oben. Das sind locker 25 Geschosse und es sieht alles neu aus denke ich mir. Dann tippe ich seine Apartment-Nummer in das Klingeltableau ein. Die Tür geht auf, der Doorman begrüßt mich freundlich und ich fahre mit dem Aufzug in eine der obersten Etagen.

Paul öffnet freundlich die Tür und fällt mir in die Arme. Wir kennen uns seit mehr als 10 Jahren, als er noch gar nicht in London wohnte. Ich betrete sein Designer-Apartment und schaue mich um. Nirgendwo Ikea, beste Ausstattung, es wirkt hier vieles wie aus einem Katalog und alles ist nagelneu. Dann schreite ich zur Fensterfront und schaue nach draußen.

Vor mir liegt jetzt Canary Wharf zu Füßen – er hat von hier aus den perfekten Überblick. Ich bin Hochhäuser in Frankfurt gewöhnt und dachte bisher eigentlich immer, dass Frankfurt diesbezüglich ganz gut abschneidet in Europa. Doch jetzt fällt mir auf, wie massiv doch die Bauten in Canary Wharf eigentlich sind: die meisten der Bürogebäude haben mindestens die doppelte oder gar dreifache Tiefe von Hochhäusern in Deutschland. Hier in Großbritannien gibt es laxere Arbeitsvorschriften – die Tiefe von Hochhäuser erzwingt keine schmale Kubatur. Und so wirken die dicht aneinander stehenden Bauten nicht nur eindrucksvoll, sondern bedrohlich zugleich. Ein Eindruck, der sich später noch verstärken sollte.

Canary Wharf Bürogebiet Wolkenkratzer Brexit
Wolkenkratzer Krähne Bauen London
Docklands Luxusapartments Bauen

Paul erzählt mir, dass er sein Apartment nicht gemietet hat sondern jetzt dessen Eigentümer ist. Mieten wäre unverschämt teuer. Für eine Wohnung seiner Größe würden hier locker 3.000 Pfund Nettomiete fällig, pro Monat wohlgemerkt, zuzüglich Servicegebühr von 200 Pfund für den Portier und das Fitness-Studio. Dann schaue ich durch die Gegend und mir fällt vor allem eins auf: Kräne. Überall Kräne. Am Horizont, hinter der Autobahn, über der Straße, in jeder Richtung. London boomt, daran gibt es keinen Zweifel.

Paul klärt mich auf. „What you see are residential towers going up everywhere. This is a new trend here since just a few years.“ Paul erklärt mir, dass nicht einmal 500 Meter entfernt gleich acht Wohnhochhäuser emporwachsen. Alle haben mindestens 50 Geschosse, einige kratzen gar an der 70. „This is nothing. I will show you around a little bit later.“ sagt er zu mir und ich beginne zu begreifen, dass London gerade anders ist als andere Städte hierzulande.

Nach etwas Smalltalk machen wir uns auf den Weg. Keine 10 Minuten später stehen wir mitten in Canary Wharf, diesem etablierten Bürogebiet. Von hier aus ist die City von London rund eine halbe Metrostunde entfernt. Zwischen den Betonmonstern (anders kann man die Gebäudemassen dicht an dicht hier nicht nennen) verschwinden die Menschen und sehen aus wie klitzekleine Ameisen. Ich fühle mich mulmig und frage mich, warum so viele Menschen in dieser Tristesse arbeiten. Wir biegen um die Ecke und stehen vor dem Hochhaus der EMA, die ich bis vor einigen Monaten gar nicht kannte und erst seit dem Brexit durch die Presse den meisten Menschen bekannt wurde. Die EMA (European Medical Agency) ist eine der Agenturen der europäischen Union, die gemeinsam mit der EBA (European Banking Authority) demnächst Canary Wharf in Richtung Festland verlassen müssen. Mein Blick gleitet nach rechts und ich sehe plötzlich nur noch Baustellen. Hier ein Wolkenkratzer, dort ein Hochhaus, hier wird einfach nur gebaut. „Again, all these skyscrapers will contain apartments.“ „Diese Türme sind locker 150 Meter hoch, wenn nicht noch höher“ denke ich mir nur. Ich mache Fotos, und weiß gar nicht genau was ich zuerst fotografieren soll. Dann fange ich an zu zählen aber nach einiger Zeit merke ich, dass es fast unmöglich ist. Es müssen mehrere Dutzend Wohnhochhäuser sein, die entweder gerade fertig gestellt wurden oder eben gebaut werden – einfach nur an diesem Mikrostandort in London direkt neben Canary Wharf.

„There is a lot of money in the market. Most of the apartments are sold to foreign investors.“, sagt Paul. Nicht alle Wohnungen sind belegt. Vielleicht ist das nur ein Zufall oder den hohen Preisen geschuldet. Oder aber es finden sich keine Mieter. Wie dem auch sei, dem Bauboom tut das hier keinen Abbruch. Zumindest zurzeit.

Canary Wharf Expansion Baustelle

London erlebt im Augenblick einen Bauboom Sondergleichen. Mehr als 150 Hochhäuser befinden sich im gesamten Stadtgebiet im Bau. Ich möchte von Paul wissen, was er vom Brexit denkt. Paul ist gebürtiger Pole und sein Gesichtsausdruck verrät jetzt alles. „I still cannot believe it. Nobody here does. We are hoping that this is a big mistake and it can be reverted.“, rutscht aus ihm heraus. Paul erklärt, dass er mit seinem Job bei der amerikanischen Großbank sehr zufrieden ist. Er würde ungern hier weg. Sollte J.P. Morgan ihm eine andere Stadt ans Herz legen wäre er dafür natürlich offen. Einige seiner Kollegen aus Europa hätten sich schon mental verabschiedet. Die ungewisse Aufenthaltslage für ihn selbst verdrängt er bis jetzt.

Dann laufen wir weiter durch die Docklands und landen im schicken, gerade erst eröffneten Novotel-Turm. Wir fahren in die 38. Etage und die Aufzugstüren öffnen sich. Das Wummern von dezenter Housemusik empfängt uns und wir betreten die Aussichtsetage mit Loungecharakter. Hipster, Besserverdienende und Touristen vermischen sich hier. Das fühlt sich nicht an wie die x-te Bar, sondern hier wird der Aufenthalt zelebriert. Wir treten an die raumhohen Glasfassaden und schauen über die Stadt. Kräne. Überall Kräne für neue Hochhäuser. Ich mache wieder Fotos und wir wollen uns setzen. Doch kein Tisch ist frei. „Sorry, all tables are reserved.“ hören wir. Komisch, denn es ist Samstag Nachmittag, kurz nach 16 Uhr. Wir sehen eine Treppe, schlendern diese hoch. Jetzt klingt die Musik elektronischer – ist aber immer noch dezent. Dies ist der durchdesignte Restaurantbereich und auch hier fühlt man sich sofort angekommen und auch hier möchte man bleiben. Ein Pärchen steht auf und wir haben unseren Tisch am Fenster.

In der Ferne sieht man die City, erkennbar an seinen unverkennbaren Landmarkgebäuden wie „The Shard“ oder „die Gurke“. Erst jetzt fällt bei mir der Groschen. London ist nicht einfach nur eine Großstadt wie Berlin oder Madrid. London ist der Schmelztiegel zurzeit, ein „Place to be“. Doch die ganze Bauwut hat auch ihre Schattenseiten. Ich vermisse im Londoner Stadtbild viele Bäume und Natur, ich meine keine vereinzelten Bäume hier und da sondern Parkanlagen, die sich in deutschen Städten wie selbstverständlich zentrumsnah befinden. Dann denke ich an meine Heimatstadt Frankfurt zurück und in diesem Moment freue mich richtig, bald wieder daheim zu sein. Unsere Städte sind zwar überschaubarer aber haben eben eine andere Lebensqualität.

29

Jun

Stadt Frankfurt überprüft Hochhausfassaden

Die Stadt Frankfurt am Main will die Fassaden aller Hochhäuser auf Brandsicherheit überprüfen, die bis zum Jahre 1983 gebaut wurden. Als erstes soll jedoch ermittelt werden, welche der 540 Hochhäuser in Frankfurt vor 1984 erbaut wurden, teilte ein Sprecher des Frankfurter Baudezernats mit. Erst danach wolle die Stadt von den Betreibern der Gebäude Auskunft einholen, ob die Fassaden brennbares Material enthalten.

28

Jun

CA Immo baut Tower One Frankfurt – Neues Hochhaus an der Messe

In Sachen Tower One Frankfurt tut sich was – das Warten hat ein Ende.

Der österreichische Immobilienkonzern CA Immo teilt in einer heutigen Erklärung mit, dass sie mit dem Turm „ONE“ (Projektname: Tower One Frankfurt) ab sofort ein 190 Meter hohes Büro- und Hotelhochhaus in der Hochhausmetrole Frankfurt errichtet. Baubeginn soll noch jetzt im Sommer sein; bis Anfang 2021 soll der Wolkenkratzer schließlich fertig sein. Ein langfristiger Pachtvertrag mit der NH Hotel Group, die dort vom Start weg ein Hotel der Lifestyle-Marke nhow mit 375 Zimmern betreiben wird, ist bereits unterzeichnet, wie die CA Immo mitteilte.

In dem 49-geschossigen Gebäude mit einer Bruttogrundfläche von rund 85.000 Quadratmetern wird das Vier-Sterne-Superior-Hotel 14 Etagen fast ein Drittel der Fläche einnehmen. Zwei weitere Geschosse sind als Coworking-Bereich konzipiert. Im weiteren ist die Errichtung von etwa 600 Fahrradstellplätzen und 470 Parkplätzen geplant, 24 davon mit Elektro-Ladestation. Das geplante Hochhaus liegt im Europaviertel direkt neben dem Tower 185.

Wie finden Sie die Architektur vom Hochhaus ONE?

Mehrfachantworten sind möglich.

28

Jun

Speisen in luftiger Höhe – Henninger Turm 2017

Das geplante Aussichts-Restaurant im neuen Henninger Turm eröffnet etwas verspätet. Laut Betreiber Mook Group ist die Eröffnung in der Mitte vom 4. Quartal 2017 geplant.

Die Eröffnung der Aussichtsterrasse erfolgt hingegen schon früher: Besucher können ab Ende September 2017 den perfekten Blick auf die Frankfurter Skyline aus dem 38. Geschoss genießen.

Was sind die Top-Gründe wenn Sie an das neue Restaurant im Henninger Turm denken?
27

Jun

Späte Ehre für den AfE-Turm

Im Jahre 2014 wurde durch zwei kontrollierte Explosionen der AfE-Turm, ein Hochhaus der Goethe-Universität, gesprengt. Tausende sahen dabei zu wie der Turm in sich zusammen sackte. Dank dem unübersichtlichem Aufzugssystem und der Beton-Architektur war der Turm bei vielen nicht beliebt.

Jetzt, drei Jahre nach der Sprengung, kommt der AfE-Turm im Science Fiction Kurzfilm „Rakka“ zu Ehre. Denn Regisseur Neill Blomkamp, berühmt geworden mit seinem sozialkritischen Alien-Thriller „District 9“ nimmt den Sturz des AfE-Turms (ab Minute 1:24) bildgewaltig in seinem neusten postapokalpytisches Machwerk auf. Im Film „Rakka“ haben Aliens im Jahr 2020 die Menschheit unterjocht, halten sie gefangen wie Sklaven und verfüttern sie an ihre Kinder.

Hier können Sie sich den Kurzfilm ansehen:

25

Jun

Neubau am Toys’R’Us Center

Ende Juni 2017 gab es jetzt grünes Licht für das Projekt des Investors Michael Dietrich, der nach den Plänen des Architekten Christoph Mäckler entlang der Berliner Straße in Offenbach einen aus zwei Bauköpern bestehenden Komplex aus Wohnungen Gewerbe und Parkhaus errichten wird. Das Projekt wird auf dem Gelände vom heutigen Toys’R’Us Center entstehen, direkt am Offenbacher Marktplatz.

Das Hochhaus in der Mitte des neuen Komplexes markiert einen Quartiersplatz, der wiederum das Entrée zu einer fußläufigen Verbindung zu Ziegelstraße bildet. Das geplante Hochhaus soll 14 Geschosse haben und Wohnzwecken dienen.

 

20

Jun

Frankfurt Neuer Stadtteil im Westen geplant

Frankfurt stellt endlich eine große Weiche für weiteres Wachstum der Einwohner – es soll in Frankfurt neuer Stadtteil entstehen. Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) hat den Vorschlag der Römer-Koalition aus CDU, SPD und Grüne für den Standort eines neuen Stadtteils präsentiert. Im Westen des Frankfurter Stadtgebiets könnte danach auf beiden Seiten der Autobahn A5 ein neues Quartier auf einem etwa 550 Hektar großen Gebiet entstehen. Das Gebiet würde an die Stadtteile Niederursel und Praunheim angrenzen und quasi an den Stadtgrenzen von Eschborn und Steinbach enden.

Davon seien rund 190 Hektar Bauland, auf dem nach Angabe der Stadt Frankfurt zwischen 8.550 und 11.400 neue Wohnungen entstehen können. Weitere Untersuchungen zur Baulandbereitstellung sollen folgen, kündigte Planungsdezernent Mike Josef an. Damit sollen auch die Grundstückspreise auf dem gegenwärtigen Niveau gehalten, um Spekulationen zu verhindern.

Mittlerweile wurden – wie bei solchen Projekten in Deutschland mittlerweile leider üblich – zahlreiche Bedenken geäußert. Insbesondere die FDP in Steinbach reagierte abweisend auf die Planungen. Die Politiker in Steinbach sehen hier keine Chancen, sondern wollen Altes bewahren. Dabei wird hier verkannt, dass sich Städte weiterentwickeln: Aus Siedlungen werden Dörfer, aus Dörfern werden Gemeinden, aus Gemeinden werden Städte und aus Städten werden Metropolen. In diesem Sinne müsste im Frankfurter Westen vor allem ein dichter, lebendiger Stadtteil entstehen mit Potenzial zum Verweilen. Bitte nicht nur Reihenhäuser und eine Schlafstadt — denn davon gibt es im Umland nämlich genug!

Eine Weiterentwicklung von Orten traf und trifft auf alle Gemeinden zu. Dieser Entwicklung kann und wird sich auch Steinbach nicht entziehen können in Sachen Frankfurt neuer Stadtteil. Gerade in Metropolregionen werden Stadt- und Gemeindegrenzen zunehmend irrelevant, weil die Menschen die Region in ihrer Gesamtheit erleben: Man wohnt in Steinbach, geht in Eschborn ins Kino, besucht Festivals in Frankfurt oder wandert durch den Odenwald. Steinbach ist also genauso Frankfurt Rhein-Main, wie Eschborn zu Dreieich gehört. Ohne Frankfurt wäre Steinbach nichts. Ohne Offenbach würde es Frankfurt schlechter gehen. Genau das fühlen doch die Menschen!

Administrative Grenzen sind ein Relikt aus dem letzten Jahrhundert und haben mit unserer vernetzten Realität immer weniger zu tun. Wir sollten uns alle freuen, wenn Fortschritt und Weiterentwicklung unser Leben bereichert. Die Weiterentwicklung der Region Frankfurt sollte aber nicht nur punktuell im Frankfurter Westen erfolgen sondern parallel dazu an weiteren Standorten. Fährt man beispielsweise mit der S1 von Offenbach nach Frankfurt, so fährt man tatsächlich an Gemüsefeldern (!!!!) vorbei, nicht unweit der EZB. Da fragt man sich zurecht: Warum schafft man dort nicht Wohnraum, Arbeitsplätze oder zumindest Park- und Spielanlagen, die dann auch von der wachsenden Bevölkerung genutzt werden können. Gemüse können wir doch außerhalb anbauen!

Phorio: Die Städte Eschborn, Steinbach und Frankfurt am Main

06

Jun

Neue Hochhausprojekte Frankfurt

Sie suchen nach „Neue Hochhausprojekte Frankfurt?“ Dann sind Sie hier richtig! Denn im Skyline Atlas werden alle neuen Hochhausprojekte in Frankfurt am Main vorgestellt, und zwar nicht nur mit einzelnen Texten und Bildern. Vielmehr trägt die Redaktion Fachinformationen für Architekten, Ingenieure, Immobilienunternehmen, die Öffentlichkeit sowie Hochhausfans zusammen.

 
Lange Zeit war der Bau vonHochhausprojekten in Frankfurt umstritten. Während des Frankfurter Häuserkampfes Anfang der 1970er Jahre entstanden sogar Schimpfnamen als Inbegriff einer Stadtplanung, die Investoreninteressen zu Lasten der alteingesessenen Bevölkerung fördere. Seit den 1980er Jahren wurden immer höhere und schönere Hochhäuser gebaut und es entstanden neue Hochhausprojekte in Frankfurt. Die Skyline entwickelte sich die Frankfurter Skyline zum Wahrzeichen der Stadt und zum Symbol für Prosperität und Zukunftsorientierung. Die Bevölkerung identifizierte sich zunehmend mit ihrer Skyline, die Teil vom Image der Bankenstadt wurde. Seit 1996 wird in unregelmäßigen Abständen auch das Wolkenkratzer-Festival gefeiert, das auf die ehemalige Oberbürgermeisterin Petra Roth zurückgeht. Und wie sieht es heute aus?

Im Jahre 2017 herrscht in Frankfurt am Main Aufbruchstimmung. Immer mehr Hochhausprojekte sind im Bau oder befinden sich in Planung. Im Juni 2017 sind bereits 13 Hochhäuser im Bau, weitere 20 Hochhausprojekte sind angekündigt. Die Hochhäuser werden dabei immer höher. Frankfurt hat mittlerweile die „kritische Masse“ an notwendigen Hochhäusern überschritten, damit eine Clusterbildung an mehreren Standorten wahrnehmbar ist.

31

Mai

Offizielle Grundsteinlegung am OmniTurm

Am 31. Mai 2017 fand die offizielle Grundsteinlegung vom OmniTurm an der Neuen Mainzer Straße statt. Teilnehmer waren neben dem Architekten Bjarke Ingels auch Vertreter vom Projektentwickler Tishman Speyer aus New York City. Frankfurts Planungsdezernent Mike Josef (SPD) sagte, dass der Omniturm ein Hochhaus sei „wie wir uns das als Stadt vorstellen“. Im Hochhausrahmenplan sei seinerzeit schon festgelegt worden, dass höher gebaut werden dürfe, wenn neben Büros auch Wohnungen entstehen werden. Diese „vertikale Nutzungsmischung“ werde nun erstmals umgesetzt in einem Hochhaus hierzulande. Für ihren Weitblick dankte derPlanungsdezernent der anwesenden früheren Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU).

Der OmniTurm bringt Schwung ins Frankfurter Bankenviertel. Der außergewöhnliche Entwurf des dänischen Architekten Bjarke Ingels mischt Wohnungen mit Büroflächen und öffentlicher Nutzung, um mehr Leben in die Skyline zu bringen. Die Wohnflächen schieben sich in der Mitte des 45-stöckigen Hochhauses heraus. „Ein Hochhaus mit Hüftschwung“ titelte die Presse deshalb bei der Vorstellung der Pläne.

Beim Blick auf das neueste Rendering (Bild siehe oben) fällt auf, welch enorme Clusterbildung mit den Hochhäusern TaunusTurm und OmniTurm an diesem Punkt entsteht. Wissenswert: Mit der Fertigstellung vom OmniTurm entsteht in Frankfurt die erste Straßenkreuzung in Europa, an deren vier Ecken jeweils Hochhäuser mit mind. 100 Meter Höhe stehen werden.

Fotos von der Bausituation vom OmniTurm gibt es regelmäßig auf Phorio.

Rendering: Bjarke Ingels Architekten/Omniturm

23

Mai

Mike Josef will Hochhausbau beschränken

Der Frankfurter Planungsdezernent Mike Josef (SPD) beabsichtigt, neue Hochhausentwicklungen in Frankfurt nur noch in klar begrenzten Bereichen zu ermöglichen. Wie aus verschiedenen Presseveröffentlichungen in den letzten Tagen hervorgeht, soll damit „Spekulation“ entgegen gewirkt werden. Der neue Hochhausrahmenplan, der im nächsten Jahr vorgelegt wird, soll entsprechende Entwicklungsvorgaben zementieren. Damit möchte der Planungsdezernent die gängige Praxis der Stadt Frankfurt beenden, auch in Ausnahmefällen eine Genehmigung für geplante Hochhausstandorte auszusprechen. Fachleute aus der Immobilienwirtschaft halten diese Entscheidung für falsch weil sie gängiger Planungspraxis widerspräche. Moderne Hochhauswohnungen sind nur von besser verdienenden Arbeitnehmern zu finanzieren und diese Standorte stünden nicht in Konkurrenz zu günstigen Wohnstandorten.

Mike Josef kann seit Beginn seiner Amtszeit auf kaum nennenswerte und stadtpolitisch relevante Entwicklungen zurückblicken. Statt entschieden für die Ausweisung von Expansionsflächen zu werben, wird Flickschusterei betrieben, lediglich mit Nachverdichtung geworben und damit wertvolle Zeit bei der Stadterweiterung verschwendet. Die Entscheidung für die Einschränkung von Hochhausstandorten lenkt von den eigentlichen Herausforderungen der stadtplanerischen Aufgaben ab. Mike Josef wäre besser beraten, eindeutig Position für Expansion zu setzen damit Wohnraum bezahlbar wird. Die Stadt Frankfurt kann von Glück reden, dass der ehemalige Planungsdezernent Dr. Martin Wentz mit Weitsicht etliche stadtplanerische Großprojekte auf den Weg brachte, von der die Stadt noch heute profitiert. Herr Wentz hat große stadtplanerische Fußspuren hinterlassen, die keiner seiner Amtsnachfolger bisher auch nur annähernd füllen konnte.

Eine Beschränkung von Hochhausstandorten wird nicht zur Entlastung der Mittelschicht in Sachen Wohnen führen sondern höchstwahrscheinlich wieder nur ein Puzzlestein sein, der eine Verknappung von Flächen fördert. Die Wähler werden diese Politik nicht belohnen in Zeiten von immer teurer werdenden Wohnungen, knapper Kindergartenplätzen, fehlender Schulen, schlechter ÖPNV-Ausgestaltung und teuren Parkplätzen. Die Stadt Frankfurt muss endlich strategisch handeln!

Foto: Der Hochhausbau der EZB entstand an einem Standort, der nicht in einem Hochhausentwicklungsplan vorgesehen war und die gesamte Entwicklung des Frankfurter Ostens nachhaltig beeinflusst hat.

Phorio: Alle Hochhäuser in Frankfurt am Main

Sollte die Stadt Frankfurt verbindlich Hochhausstandorte ausweisen?
23

Mai

Quartier Inselspitze nimmt Formen an

Das Quartier Inselspitze im Offenbacher Hafen nimmt Formen an. Projektentwickler Deutsche Wohnwerte und Endinvestor Gustav Zech Stiftung wurden als Bauherren gekürt.

Ein Ensemble aus drei Hochhäusern (75 Meter hoher Hotelturm, 62 Meter hoher Büroturm sowie ein 40 Meter hohes Bürogebäude) entsteht in Offenbach. Das Ensemble wird einen spektakulären Schlusspunkt unter die Umwandlung der einstigen Industriebrache am Offenbacher Hafen setzen. Entwickeln und bauen wird das Quartier die Arbeitsgemeinschaft aus Gustav Zech Stiftung (Bremen) und Deutsche Wohnwerte GmbH & Co. KG (Heidelberg) in Zusammenarbeit mit den Architekten schneider+schumacher (Frankfurt) und dem Landschaftsplaner Ramboll Studio Dreiseitl (Überlingen). Ankernutzer werden der Coworking-Anbieter DESIGN OFFICES GmbH aus Nürnberg sowie die Bremer ATLANTIC Hotelgruppe.

Die Gustav Zech Stiftung wird das realisierte Projekt im Eigentum behalten. Dies gab Offenbachs Oberbürgermeister Horst Schneider mit den beiden Geschäftsführerinnen von OPG Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft mbH und Mainviertel Offenbach GmbH & Co. KG Daniela Matha und Annette Schroeder-Rupp bei einem Pressetermin mit der auserwählten Bietergemeinschaft am Freitag (19. Mai 2017) bekannt.

Das Projekt findet sich auf Phorio:
Kap I
Kap II
Kap III

Foto: Schneider + Schumacher Architekten

23

Mai

Am Onyx-Hochhaus geht es vorerst nicht weiter

Wie die Hessenschau berichtet, sind die Baukosten am Hochhausprojekt Onyx im Westend explodiert und die ursprünglich angesetzte Bauzeit wurde überschritten. Der Bauherr ist insolvent und ein Insolvenzverwalter wurde bestellt. Zwei Drittel der Eigentumswohnungen seien bisher verkauft, der Rest stehe kurz vor der Fertigstellung.

Mehr Details zum Onyx-Hochhaus gibt’s bei Phorio:
Onyx

19

Mai

Neues Amt für Bau und Immobilien startet

Stadträtin Sylvia Weber und Stadtrat Jan Schneider haben während zwei Dienstversammlungen in dieser Woche sowohl die Abteilung Liegenschaftsmanagement des Stadtschulamtes als auch die Schulhausverwalter und die städtischen Reinigungskräfte über den anstehenden Verwaltungsumbau im Zuge der Hochbau- und Liegenschaftsreform informiert.

In intensiven Abstimmungen und Vorarbeiten ist beschlossen worden, dass die Bereiche Schulentwicklungsplanung, die Durchführung der Phase 0, die Definition von Raum- und Flächenstandards für Schulen und Kitas, die Haushaltsaufstellung und die Nutzerabnahme am Ende der Baumaßnahme im Stadtschulamt angesiedelt bleiben. In diesem Zusammenhang ist zwischen den Dezernenten verabredet worden, dass von den 92 Vollzeitäquivalenten, also rechnerischen Vollzeitstellen der derzeitigen Abteilung Liegenschaftsmanagement, künftig 45 im neuen ABI angesiedelt werden und 47 Stellen im Stadtschulamt verbleiben. „Die Handlungs- und Planungssicherheit der Abteilung auch in Zukunft zu sichern, ist angesichts der wachsenden Schülerzahlen von großer Bedeutung“, konstatierte Weber.

Das Amt für Bau und Immobilien hingegen übernimmt künftig alle Aufgaben über alle Lebenszyklusphasen eines Gebäudes hinweg und das komplette Liegenschaftsmanagement. Es ist also von der Grundlagenermittlung über die Planung und den Bau bis hin zum Betrieb und schließlich den möglichen Abriss der Gebäude zuständig. Künftig beauftragen die jeweiligen Ämter und Betriebe das ABI, das dann auch Bauherr ist, mit dem Bau, der Sanierung oder Renovierung von Gebäuden im Rahmen eines abgestimmten Budgets. Neu ist unter anderem auch, dass für die gesamte Betriebsphase von Gebäuden eine Einheit innerhalb des ABI zuständig sein wird. In diesem Objektmanagement finden sich zum Beispiel die Bauunterhaltung, aber auch die Wartung und Prüfung der Gebäude wieder. Außerdem kümmert sich diese Einheit um die sogenannte Mieterbetreuung. Das ABI ist damit Ansprechpartner für alle Themen rund um Immobilienfragen für das Stadtschulamt, andere städtische Ämter und Betriebe und die Nutzer.

In diesem Bereich werden sich wohl die meisten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die vom Stadtschulamt in das Amt für Bau und Immobilien wechseln werden, wiederfinden. Grundsätzlich steht es den Mitarbeitern allerdings offen, sich für andere Bereiche des zukünftigen Amtes für Bau und Immobilien zu interessieren.

„In der Abteilung Liegenschaftsmanagement des Stadtschulamtes wird ab Ende Mai ein Interessenbekundungsverfahren durchgeführt werden, um zu klären, welche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter künftig im neuen ABI arbeiten möchten, und wer im Stadtschulamt bleiben will“, so Weber. Die Freiwilligkeit der Entscheidung werde so gewährleistet.

Die Kollegen im Bereich Schulhausverwaltung und Reinigung werden künftig alle dem neuen ABI angehören, jedoch wird sich weder an ihrem Aufgabenbereich, noch an ihrem Einsatzort, noch an ihrer Eingruppierung etwas ändern. „Gemeinsam mit dem Dezernat Bau und Immobilien haben wir zudem ein zweistufiges Qualifikationskonzept entwickelt, das eine Weiterentwicklung im Bereich Facility Management ermöglicht“, erklärte Stadträtin Weber. Die Weiterbildung zum „Staatlich geprüften Gebäudemanager“ an der Philipp-Holzmann-Schule stehe ebenfalls weiterhin allen Interessierten offen.

Stadtrat Schneider bekräftigt, dass das Thema Qualifikation ein wichtiges Thema für das zukünftige Amt für Bau und Immobilien sei, weshalb auch in Kürze ein Qualifizierungskonzept für alle Funktionen innerhalb des ABI erstellt werde.

Weiter ergänzt Stadtrat Schneider: „Durch die Zusammenlegung der beiden großen Ämter, des Liegenschaftsamtes und des Hochbauamtes, sowie der Eingliederung immobilienrelevanter Bereiche anderer Ämter und Betriebe, wie beispielsweise des Stadtschulamtes, kommen natürlich auch ganz unterschiedliche Arbeitskulturen zusammen. Das haben wir im Projekt bedacht und deshalb geplant, mit der Gründung des ABI einen gemeinsamen Kulturentwicklungsprozess für die gesamte neue Organisation zu beginnen, an dem jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter beteiligt wird“. Und er führt fort: „Ich bin davon überzeugt, dass uns der Start zum 1. November gelingen wird. Wir haben innerhalb dieses Projektes mit der engagierten Mitarbeit von vielen beteiligten Ämtern und der Personalvertretungen sehr gute Grundlagen geschaffen, damit das Amt für Bau und Immobilien in Zukunft der kompetente Ansprechpartner für das Thema Bauen und Liegenschaften für die Stadt Frankfurt am Main sein wird und in Frankfurt künftig schneller und effizienter gebaut werden kann.“

„Der Zeitplan ist ambitioniert, aber zu schaffen“, sind sich beide Dezernenten einig.

„Wir sind für Anregungen und Fragen der Beschäftigten ansprechbar und werden in weiterhin enger Abstimmung mit den örtlichen Personalräten und dem Gesamtpersonalrat den Übergang für alle Beteiligten so transparent und gut wie möglich gestalten“, sagte Stadträtin Weber zu.

28

Mrz

Weiteres Hochhaus in der Neuen Mainzer?

Wie die Frankfurter Neue Presse (FNP) heute berichtet, werden die Pläne für ein neues Hochhaus an der Neuen Mainzer Straße 57-59 wohl wieder auf den Tisch geholt. Damit könnte eine jahrelang dauernde Hängepartie an dem unansehnlichen Eckpunkt Junghofstraße/Neue Mainzer Straße der Vergangenheit angehören. Wie die FNP berichtet, plane die Frankfurter Sparkasse 1822 die 16 Jahre alte Pläne für ein Hochhaus wiederbeleben zu wollen. Die Pläne dazu stammen aus der Hand vom Architekturbüro KSP Engel und Zimmermann.

Wirklich überraschend ist diese Entwicklung allerdings nicht. Erstens erwartet die Stadt nach der Umwidmung vieler Bürogebäude in Wohnhäuser und sinkendem Büroleerstand eine erhöhte Nachfrage. Zweitens sind die Zinsen günstig, der Bauherr ist solvent und verfügt vor allem über veraltete Büroflächen im Bankenviertel.

Wer sich die Animationen vom geplanten Projekt „Four“ anschaut oder die Projektausstellung im März 2017 dafür besucht hat, dem ist als aufmerksamen Besucher nicht entgangen, dass der von der Frankfurter Sparkasse anvisierte Turm dort bereits – wie selbstverständidlich – eingezeichnet wurde! (siehe Titelbild)

Foto: Skyline Atlas (aufgenommen während der Ausstellung „Four“ im März 2017)

24

Mrz

Petra Roth ist jetzt Ehrenbürgerin

Alt-Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) wurde am 23. März 2017 mit großer Mehrheit der Stadtverordnetenversammlung die Ehrenbürgerwürde der Stadt Frankfurt verliehen. Dies ist die höchste Auszeichnung, die die Stadt Frankfurt zu vergeben hat. Ihr Nachfolger, Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD), hat Roth für diese Ehrung vorgeschlagen. Die Aussprache und Abstimmung fand in nichtöffentlicher Sitzung statt. Die Urkunde soll Petra Roth noch in einer Feierstunde im Kaisersaal überreicht werden.

Die Auszeichnung wird von manchen Bürgern kontrovers gesehen, da in die Amtszeit von Frau Roth unter anderem auch der Ausbau vom Frankfurter Flughafen mit der Nordwestlandebahn gefallen ist.

Mit dieser Auszeichnung steht Petra Roth in einer Reihe mit Männern wie Helmut Kohl, Albert Schweitzer, Theodor Heuss, Max Horkheimer undFrançois Mitterrand. Diese Auszeichnung wurde bisher erst einer Frau, nämlich Trude Simonsohn, zuerkannt.

Die in Bremen geborene Petra Roth war von 1995 bis 2012 Oberbürgermeisterin und außerdem von 1997 bis 1999, von 2002 bis 2005 und von 2009 bis 2011 Präsidentin des Deutschen Städtetags. In ihrer Eigenschaft setzte sich Frau Roth sich für den Erhalt der Gewerbesteuer ein, über deren Höhe die Kommunen selbstständig entscheiden. 2013 wurde Frau Roth zum Ehrenmitglied des deutschen Städtetags ernannt.

Foto: Petra Roth im Jahre 2001 (Stadt Frankfurt)

23

Mrz

Talk Walks machen Stadtplanung hörbar

Planungsdezernent Mike Josef hat am 23. März 2017 ein neues Medium vorgestellt, mit dem stadtplanerische Themen besser vermittelt werden können: Mit dem Audio-Spaziergang ‚Talk Walk‘ können sich Frankfurter und Besucher künftig kostenlos bei einem Innenstadtspaziergang an 15 Stationen über Themen zur Stadtentwicklung informieren.

„Der neue Audio-Spaziergang führt durch die Frankfurter Innenstadt an markante Orte, an denen die raschen Veränderungen und auch die Herausforderungen zur Sprache kommen“, erläutert Josef. „Es sind im Wesentlichen Themen, die wir schon im Innenstadtkonzept benannt haben und die prägend sind für Frankfurt. Der Talk Walk bringt die Diskussionen zu Themen der Baukultur und Stadtentwicklung an konkrete Orte. Entlang der Route kommen mehrere lokale Experten zu Wort. Somit werden die Themen aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet.“

Frankfurt ist wie kaum eine andere deutsche Stadt ähnlicher Größe gekennzeichnet von anhaltendem Bevölkerungswachstum und einer enormen städtebaulichen Dynamik. Das wird insbesondere im Zentrum deutlich. Das Innenstadt-Konzept stellt sich den aus diesem Wachstum und der Dynamik entwachsenden Aufgaben, formuliert dabei zugleich Ziele zur Stadtreparatur wie auch zur spannungsvollen Weiterentwicklung des Zentrums.

Für den Audio-Spaziergang zur Frankfurter Innenstadt konnten renommierte und fachkundige Talk-Partner gewonnen werden. Verteilt auf die 15 Stationen des Innenstadtspaziergangs kommen zu Wort: Planungsdezernent Mike Josef, Stadtplanungsamtsleiter Martin Hunscher, Architekt Jochem Jourdan, Architekt Christoph Mäckler, Immobilienunternehmer Rainer Ballwanz, Pfarrerin Andrea Braunberger-Myers, ehemalige Kulturamtsleiterin Carolina Romahn, Planerin Ursula Stein sowie Michael Hootz, Markus Radermacher, Nils Schalk und Jörg Stellmacher-Hein vom Stadtplanungsamt.

Der Audiowalk beginnt am Opernplatz. Entlang einer Route von etwa viereinhalb Kilometern reihen sich 14 weitere Stationen aneinander. Jede Hörstation ist dabei in sich abgeschlossen. Der Spaziergang kann somit auch in Etappen absolviert werden. Konzipiert wurde der Talk Walk von dem Spaziergangsforscher Bertram Weisshaar, der für das Frankfurter Umweltamt schon mehrere öffentlich geführte GrünGürtelspaziergänge gestaltete.

Der Talk Walk kann kostenlos von der Internetseite heruntergeladen und dann auf Handys oder mp3-Playern mobil abgespielt werden: http://www.talk-walks.de . Smartphone-Nutzer können die für mobiles Internet optimierten Funktionen der Website nutzen, etwa eine GPS-Karte und den mobilen Download, ohne dass hierfür ein App installiert werden muss.

Screenshot: talk-walks.de

21

Mrz

Startschuss für die New Frankfurt Towers

Offenbach ist jetzt Frankfurt. Frankfurt ist jetzt Offenbach! An der Grenze zu Oberrad knapp auf Offenbacher Gemarkung entstehen am Kaiserlei-Kreisel rund 570 Wohnungen mit einem angeschlossenen Markplatz. Die Baugenehmigung liegt jetzt vor für die sogenannten New Frankfurt Towers. Der Projektentwickler hat eine Bauzeit bis Ende Dezember 2019 vorgesehen. 

Mit einer Investition von 300 Millionen Euro will der Projektentwickler CG Gruppe aus Berlin das Projekt „New Frankfurt Towers“ realisieren, an dem sie bereits seit zwei Jahren in Frankfurt arbeiten. Die Gruppe hat jetzt die Baugenehmigung für den ersten Bauabschnitt auf dem Areal zwischen der Berliner Straße und der Strahlenbergerstraße in Offenbach erhalten. Die Arbeiten sollen noch im März 2017 beginnen. Bis Ende Dezember 2019 soll das Projekt abgeschlossen sein.

Teil vom Projekt New Frankfurt Towers ist die Revitalisierung und vollkommene Entkernung von zwei bisher leerstehenden Verwaltungshochhäusern, die zu Apartmenthäusern umgewandelt werden. Weiterhin entsteht ein neues Hochhaus mit ca. 20 Etagen. Foto: CG Gruppe AG

Phorio: Gebäude in Offenbach und Gebäude in Frankfurt am Main

08

Mrz

Neues Hochhaus-Faltblatt verfügbar

Das Dezernat Planen und Wohnen hat die 5. Auflage des Hochhaus-Faltblattes herausgebracht. Die Karte der aktuellen Ausgabe „Hochhäuser in Frankfurt“ zeigt insgesamt 66 im Bau befindliche und realisierte Hochhausprojekte sowie 8 Projekte in Planung im zentralen Stadtgebiet, deren Höhe über 60 Meter liegt. 28 ausgewählte Projekte werden auf der Rückseite der Karte näher beschrieben. Jede dieser Einzeldarstellungen beinhaltet zwei Bilder und einen Gebäudeaufriss.

Die Karte ist für einen Euro direkt im Stadtplanungsamt während der Öffnungszeiten, Dienstag und Donnerstag von 8.30 bis 12.30 Uhr, oder online (zzgl. Versandkosten) unter http://www.stadtplanungsamt-frankfurt.de/publikationen erhältlich.

24

Feb

RFR stellt das Konzept für Hochhaus am Park vor

Das Konzept für den Fassadenentwurf des Hochhaus am Park wurde von der RFR Holding GmbH (RFR) vorgestellt. Die Glasfassade des Anfang der 1970er-Jahre entstandenen Doppelturmes wird in zwei optisch getrennte und transparente Fassaden aufgelöst. Mit den Ausräumarbeiten will der Bauherr, eine Projektgesellschaft unter Federführung der RFR, bereits im April 2017 beginnen. Mit dem offiziellen Baubeginn rechnet das in Frankfurt ansässige Unternehmen im Sommer dieses Jahres. Die Fertigstellung ist für Ende 2019 vorgesehen.

Auf dem Areal zwischen Fürstenbergstraße, Grüneburgweg und Wolfsgangstraße entstehen auf etwa 19.000 m² Geschossfläche rund 130 Eigentumswohnungen, davon auch eine Etage geförderter Wohnraum. Hinzu kommen rund 140 Hotelzimmer auf den fast 13.000 m² des zweiten Turmes. Zum revitalisierten Hochhaus am Park gehört auch eine Kindertagesstätte, die nicht nur den künftigen Hochhausbewohner, sondern allen Kindern im Westend offenstehen wird. Gleiches gilt für das vorgesehene gastronomische Angebot. Die umliegenden Grünflächen inklusive des Mitscherlich-Platzes erfahren eine komplette Umgestaltung. Hier hat der Eigentümer über die Stadtverwaltung bereits Kontakt mit der örtlichen Mitscherlich-Initiative hergestellt, die bei der Umgestaltung mit einbezogen wird.

Der Vertreter des Bauherrn, Dr. Alexander Koblischek, ist überzeugt, dass die Revitalisierung zu einer weiteren Aufwertung des Stadtteils führt: „Derzeit haben wir ein wenig attraktives Hochhaus aus den 1970er- Jahren mitten im Westend. Mit unserem Konzept werden wir diese Situation erheblich verbessern. Die neue Fassade ist schlicht, elegant und zugleich modern. Das Hochhaus wird sich durch die neue Optik auf hervorragende Weise in das Stadtbild des Westends integrieren. Außerdem erreichen wir durch die visuelle Trennung mit dem Eindruck von zwei einzelnen Türmen ein ganz neues Raumgefühl. Die zusätzlichen Investitionen in die Begrünung des Umfeldes des Hochhaus am Park erhöhen die Aufenthaltsqualität für alle Westendbewohner.“

Bei den Bauarbeiten legt der Bauherr großen Wert auf ein intelligentes Lärmschutz- und Baustellenlogistikkonzept. „Erst, wenn die lärmintensiven inneren Arbeiten abgeschlossen sind, entfernen wir die Fassade. So reduzieren wir den Geräuschpegel erheblich, da der Lärm, insbesondere der Rohbauarbeiten, größtenteils im Gebäude festgehalten wird“, erläutert Dr. Koblischek das Konzept. Für die Baustellenlogistik wird der sogenannte Just-in-time-Ansatz verwendet. Die Anlieferung der notwendigen Baumaterialien erfolgt ausschließlich bei tatsächlichem Bedarf. Damit entfällt eine raumeinnehmende Zwischenlagerung. „Durch unseren Ansatz bleiben die Auswirkungen auf den lokalen Straßenverkehr gering. Der Bauzaun wird nur auf dem Grundstück des Hochhaus am Park aufgebaut. Es kommt also zu keinen dauerhaften Einschränkungen auf den Gehwegen“, führt Dr. Koblischek weiter aus.

Neben hohen Standards beim Lärmschutz setzt der Bauherr während der gesamten Bauzeit vor allem auf eine direkte Kommunikation mit den Anwohnerinnen und Anwohnern. „Uns ist klar, dass Bauarbeiten in einem so dicht besiedelten Wohngebiet für die Anwohner nicht einfach sind. Deshalb suchen wir den direkten Dialog, um bei Bedarf entsprechend zu reagieren“, sagt Dr. Koblischek. Es wird eine Baustellenhotline eingerichtet, die Anregungen und ggf. Beschwerden aufnimmt. Zudem erhalten die Anwohner im Rahmen von Informationsveranstaltungen und Hauswurfsendungen regelmäßig Informationen über den Fortschritt der Baumaßnahmen.

24

Feb

Heute Grundsteinlegung an der Marieninsel

Am 24. Februar 2017 wurde der Grundstein für den 155 Meter hohen Marienturm und das kleinere Marienforum gelegt. Das Büroensemble entsteht direkt an der Taunusanlage in unmittelbarer Nähe zu den Zwillingstürmen der Deutsche Bank AG. Der  gläserne Wolkenkratzer mit 38 Geschossen soll Anfang 2019 fertig gestellt sein, das Marienforum bereits Anfang 2018. Beide Gebäude sollen einmal rund 57 400 Quadratmeter Mietfläche bieten.

Foto: Oberbürgermeister Peter Feldmann, Thomas Müller, Architekt, Markus Brod, Entwickler Pecan Development (v.l.n.r.) — bereitgestellt durch die Stadt Frankfurt

11

Feb

Bundesbank plant neues Hochhaus am Stammsitz

Die Bundesbank ertüchtigt den Stammsitz in Ginnheim. Das bisherige Hauptgebäude, 1967 bis 1972 von ABB Apel, Beckert und Becker entworfen, wird in den kommenden Jahren renoviert. Die Bundesbank sucht jetzt bereits ein Ausweichquartier für die Zeit der Bauarbeiten, die bis 2018 starten sollen.

Unabhängig von der Renovierung des Hauptgebäudes plant die Bundesbank eine Konzentration ihrer Belegschaft am Stammsitz. Bisher sind die Beschäftigten auf mehrere Standorte innerhalb von Frankfurt verteilt, wie zum Beispiel im Hochhaus Trianon.

Wie Skyline Atlas erfuhr, laufen bereits Gespräche von der Bundesbank mit Vertretern der Stadt Frankfurt, um den Stammsitz als Hochhausquartier auszuweisen. Es wird allgemein erwartet, dass hierfür der Nachweis von Wohnflächen gefordert wird und dem Wunsch der Bank nach Zentralisierung ihrer Mitarbeiter entsprochen wird. Dem Vernehmen nach soll das neue Hochhaus auf dem Gelände der Bundesbank 36 Geschosse hoch werden und am Standort vom Gästehaus errichtet werden.

 

LEAKED – Mitte Juli 2017: Wie dem Skyline Atlas ein Informant berichtet, soll das geplante Hochhaus am Sitz der Bundesbank offenbar zur Zeit nicht genehmigt werden. Die Bundesbank sei stinksauer, nicht zuletzt weil der Europäischen Zentralbank an ihrem Sitz im Frankfurter Osthafen dieses Privileg seinerzeit eingeräumt wurde. Hintergrund: Der Standort der Bundesbank ist bisher nicht im aktuellen Hochhausrahmenplan vorgesehen und stünde in Konflikt mit einer Ankündigung vom Planungsdezernenten, neue Hochhäuser nur noch an zuvor ausgewiesenen Standorten zu erlauben. Ob der neue Hochhausentwicklungsplan für 2018 dann den Ginnheimer Standort der Bundesbank berücksichtigen wird, ist bisher unklar.

09

Feb

Deutsche Bank Areal: Architekturwettbewerb entschieden

Der Gewinner des Architekturwettbewerbs des Projektentwicklers Groß&Partner zur neuen Gestaltung des ehemaligen Deutsche-Bank-Gebiets steht fest: Das Architekturbüro UNStudio aus Amsterdam überzeugte einstimmig das achtköpfige Preisgericht. Der zweite und dritte Preis gingen jeweils an die Bewerbergemeinschaften Dudler/Jahn sowie MSW/Snohetta. Eine Anerkennung erhielt der Entwurf von Christoph Mäckler/CoopHimmelblau.

Die Herausforderung in der Gestaltung lag darin, ein gemischt-genutztes, urbanes Stadtquartier aus vier Hochhäusern und einem mehrgeschossigen, verbindenden Sockelgebäude zu gestalten. Einzelhandel, Gastronomie und Hotels gehören ebenso dazu wie ein Wohnnutzung. In das Projekt werden auch 8.000 Quadratmeter Geschossfläche nach den Förderprogrammen der Stadt Frankfurt am Main und des Landes Hessen integriert.

Mit diesem Projekt wird die Frankfurter Skyline um 4 Hochhäuser erweitert und neu definiert werden. Der höchste der Türme wird eine Höhe von 228 Metern erreichen. Wer sich die Beiträge aller Architekten anschauen möchte: Vom 4. März 2017 bis zum 18. März 2017 werden sie öffentlich in der Junghofstraße 11 auf dem ehemaligen Deutsche-Bank-Areal ausgestellt.

Fotonachweis: (c) UNStudio

29

Jan

Stadt Frankfurt setzt Land Hessen beim ehemaligen Polizeipräsidium unter Druck

Langsam wird das Thema um das ehemalige Polizeipräsidium am Platz der Republik, gelegen zwischen Messe und Hauptbahnhof, zum Trauerspiel. Denn das alt ehrwürdige Gebäude steht leer und verfällt zusehends. Seit dem Auszug der Polizei sind mehrere Anläufe gescheitert das Gelände einer Nutzung zuzuführen. Die Stadt Frankfurt am Main hat das Planungsrecht doch das Grundstück gehört dem Land. Das Land Hessen begründete bisher den Stillstand mit dem Bau des U-Bahn-Tunnels der unter dem Gelände verlaufen wird.

Es geht um ziemlich viel Geld

Das Areal steht mit 80 Millionen Euro in den Büchern vom hessischen Finanzminister Thomas Schäfer (CDU). Diese Summe kommt zustande weil an diesem Standort laut Hochhausrahmenplan Investoren ein Bürohochhaus mit bis zu 145 Metern Höhe bauen können. Doch sind Bürogebäude zur Zeit in Frankfurt im Vergleich zum boomenden Wohnungsmarkt nicht sonderlich stark nachgefragt. Es ist also fraglich, ob der vom Land Hessen anvisierte Betrag jemals von einem Investor bezahlt würde wenn es dabei bliebe, dass auf dem Gelände nur eine Büronutzung entstünden dürfte. „Das Land hat sich verspekuliert“, meint der Stadtverordnete Ulli Baier (Grüne). Der Finanzminister müsse eine Wertberichtigung vornehmen, tue sich damit aber schwer.

Die Stadt verliert die Geduld

In der Plenarsitzung vom Stadtparlament sagte ein Teilnehmer, dass lange gezögert wurde und die Reißleine jetzt gezogen werden muss. Auf den Antrag der schwarz-rot-grünen Koalition wurde beschlossen, den Bebauungsplan zu überarbeiten. Ziel ist es, mehr Wohnungsbau an diesem Standort zu ermöglichen. Gleichzeitig würde das jedoch bedeuten, dass weniger oder keine Büronutzung mehr vorgesehen es. Unklar ist daher, wie sich damit die Wertvorstellungen vom Land Hessen ändern werden. Offen ist damit auch, ob damit weiterhin ein 145-Meter-Hochhaus erlaubt werden soll. Der Planungsdezernent Mike Josef sprach sich kürzlich sogar dafür aus, dass er sich mehrere kleinere Hochhäuser in einem Pulk vorstellen könnte. Josef kann sich auf dem Gelände nicht nur eine Mischung aus Büros und Wohnungen vorstellen. Denkbar seien auch eine Turnhalle für die benachbarte Falkschule, kulturelle Einrichtungen, ein Hotel oder ein Ärztehaus. Laut dem derzeit gültigen Bebauungsplan sind Bauwerke mit insgesamt rund 100 000 Quadratmetern Fläche möglich.

Ziel sei es nicht, mit dem Land Hessen auf Konfrontation zu gehen. Vielmehr müsste sich das Land Hessen endlich bewegen damit das gesamte Areal zügig bebaut werden kann.

28

Jan

Der Weg für Hochhäuser am Westhafen ist frei

Das geplante Wohnquartier in direkter Nachbarschaft zum Heizkraftwerk Gutleut an der Main-Neckar-Brücke kann gebaut werden. Die Stadt Frankfurt hatte das Projekt gestoppt, weil in unmittelbarer Nähe der künftigen Wohnhäuser auf dem Grundstück vom Heizkraftwerk bis zu 80 Tonnen giftiges Ammoniakgas lagern. Dieses Lager soll jetzt aus Sicherheitsgründen eingehaust werden. Die Kosten dafür werden auf ca. eine Million Euro geschätzt, die vom Investor des neuen Wohnquartiers erbracht werden. Klar ist damit auch, dass die Wohnungen in den beiden Wohntürmen damit wohl noch teurer werden dürften als bisher angenommen, schließlich dürfte der Bau der Einhausung auf dem Gelände vom Heizkraftwerk auf die Wohnungen umgelegt werden.

Hunderte neue Wohnungen

Mit dem Bau dieser Einigung ist der Weg geebnet für die Errichtung von zwei Hochhäusern mit insgesamt 83 Wohnungen, Büros und Läden. Außerdem soll ein riesiges Wohnheim mit 398 Mikro-Appartements für Studierende entstehen, das als Schallschutzriegel direkt an der Main-Neckar-Brücke entsteht. Das neue Wohnheim für Studenten soll den Mangel an Wohnraum für Studierende in Frankfurt zumindest ein wenig lindern.

Im Planungsdezernat von Frankfurt herrschte Genugtuung, nachdem es zuletzt bei diesem Projekt nicht mehr weiterging. „Ich begrüße es sehr, dass durch diese Einigung eine hohe Hürde für die städtebauliche Entwicklung am Sommerhoffpark genommen wurde“, sagte Planungsdezernent Mike Josef (SPD) nach Angaben der Frankfurter Rundschau. Das Bauvorhaben stelle einen „großen Gewinn für Frankfurt“ dar.

Das HeizkraftwerkWest am Westhafen versorgt einen Großteil Frankfurts mit Energie. Das Ammoniakgas wird für den laufenden Betrieb des Heizkraftwerks West verwendet: Es reinigt nämlich die Schadstoffe in den Abgasen des Kraftwerks. Der Betreiber Mainova, ein städtischer Energieversorger, hatte in Verhandlungen mit dem Investor vom Wohnquartier eine finanzielle Beteiligung ausgeschlossen.

Damit das Wohnen in der Nähe zum Heizkraftwerk ermöglicht werden kann soll zusätzlicher Schallschutz an den Kraftwerksblöcken entstehen.

23

Jan

Hochhäuser: Zwiespältige Gefühle

Zwischen Faszination und Ablehnung

Hohe Gebäude sind in großem Maße Inszenierungen und Selbstdarstellung wirtschaftlicher Macht. Jeder neuartige Entwurf dient als Blickfang, um Initiativkraft und Risikobereitschaft des Bauherrn visuell darzustellen.

Hochhäuser haben mehr als andere Konstruktionstypen der modernen Architektur in ihrer gut 120-jährigen Geschichte immer wieder Erstaunen, aber auch Kritik hervorgerufen. Den einen gelten hohe Gebäude als triumphales Symbol, den anderen verbinden damit Imponiergehabe und naturfeindliche Konzepte.

Fachleute warnen davor, das vor allem Wolkenkratzer durch einschüchternde Autorität auf die Menschen deprimierend wirken. Sie erzeugten dann Gefühle der Bedeutungslosigkeit und Anonymität.

Befürworter schreiben Wolkenkratzern einen hohen Grad an Identifikationsmöglichkeiten zu, die eine Stadt sinnbildhaft gestalten und prestigeträchtig branden. Die Form und Funktion solcher prestigeträchtigen Häuser können also immer auf verschiedene Weisen gelesen werden.

Architektur ist mehr als die physische Realisierung von Gebäuden. Sie besitzt auch eine kulturelle Realität, die eine Projektionsfläche für Deutungen, Sichtweisen und emotionale Reaktionen gibt. Die Bauten müssen in erster Linie funktionieren und erst in zweiter Instanz eine klare Botschaft transportieren.

Stadtraum oft unorganisiert

Wenn Hochhäuser vereinzelt über die Stadt verteilt entstehen, dann wirkt der Stadtraum oft unorganisiert. Sorgt aber eine Stadt dafür, dass Hochhäuser eher in einem geschlossenen System zusammengefügt werden, ergibt sich ein Stadtraum mit neuer Qualität und publikumswirksamer Wirkung.

Als oft vernachlässigtes Kriterium der Beurteilung von Hochhäusern muß die Stadtplanung angeführt werden, die früher oft vernachlässigt wurde. Heute hat sich dies insofern geändert, als kommunale und staatliche Instanzen die Logistik der Verteilung der Höhennutzung innerstädtischen Bodens zu beeinflussen suchen. Doch auch hier bleibt meist das Hauptaugenmerk auf den einzelnen Bau beschränkt.

Früher ließen meist einzelne Konzerne für sich Hochhausbauten errichten. Heute ist dies anders. In den Hochbauten ist ein extrem hoher Anteil der Nutzungsfläche vermietet, in der Regel Banken, Versicherungen, Beratungsunternehmen und immer mehr auch an Anwaltssozietäten. Deshalb muß auch das Äußere stimmen. Architektur ist ein wichtiger Bestandteil der erfolgreichen Vermietung geworden. Diese Entwicklung sort für eine nachhaltige Verschönerung der Stadtsilhouette. Den Kritikern sind solche Argumente natürlich ein Dorn im Auge. Aber verhindert können sie mit ihrer Haltung gegen Hochhäuser diese nicht.

20

Dez

Architektur vs Investoren?

Immobilieninvestoren sehen in Gebäuden hauptsächlich Kapitalanlagen, die Gewinne abwerfen müssen. Dass sich Investitionen im Baubereich auch wirklich rentieren, ist dabei keine Selbstverständlichkeit.

Dafür, dass sie das tun, muss der auf dem Markt angebotene Bau der Nachfrage entsprechen, und zwar was seine Qualitäten angeht genauso wie preislich. Kapital ist für Investoren also lediglich ein Produktionsmittel, das, einer Maschine gleich, funktionieren und das produzieren muss, wofür es da ist, nämlich Rendite.

Tut es das nicht, geht den Investoren schneller das Geld aus, als man sich das gemeinhin vorstellt. Tatsächlich sind auch hier die Geschäfte mit großen Risiken verbunden, und zwar schon deswegen, weil die Chancen, gut zu verdienen, nur dann groß sind, wenn man dabei eventuell auch viel verlieren kann.

Um unter diesen Bedingungen erfolgreich zu sein, müssen Investoren aus ihren Projekten alles herausholen, was sich herausholen läßt. Risikobereitschaft spielt dabei eine große Rolle und liefert wohl den entscheidenen Wettbewerbsvorteil gegenüber den traditionellen Investoren. Für die Bauherren beginnen Risiken und Gewinnmöglichkeiten schon mit dem Erwerb eines Grundstücks. Soll das Geschäfts interessant sein, muss der Wert des Bodens über das normal zu erwartende steigen.

Auch was die Baukosten angeht, betragen die Gewinne grundsätzlich die Differenz zwischen dem, was die Investoren für die Leistungen bezahlen, die die beanspruchen, und dem, was sie auf der Grundlage der sonst üblichen Marktpreise selbst für die von ihnen erstellten Objekte erzielen.

In der Fähigkeit, diese Differenz herzustellen und möglichst groß zu gestalten, liegt ein Grund für die Wirtschaftlichkeit ihrer Arbeitsweise und ein weiterer Vorteil im Vergleich zu der Bauproduktion etwa der öffentlichen Hand. Sie spielt auch bei der Vergabe von Planungsaufträgen an Architekten und der Honorierung ihrer Arbeit eine große Rolle. Im Vergleich dazu ist die architektonische Qualität eines Entwurfs nicht mehr als einer von vielen Faktoren zweiten Ranges. Tatsächlich hängt die Lukrativität eines Projektes nur in begrenztem Maße von der Effizienz der Grundrisse und der Ökonomie der Konstruktion ab. Das, was sich durch eine geschickte Finanzierung, Terminierung und Vermarktung verdienen läßt, ist immer noch wesentlich mehr als das, was man durch einen noch so großen planerischen Aufwand erwirtschaften kann. Auch insofern spielt im Renditebau die architektonische Gestalt nur eine begrenzte Rolle. Ihr Gewicht wächst nur dort, wo sie sich positiv auf die langfristige Plazierung der Bauten auswirkt.

23

Nov

Hallo, Frankfurt!

Die Zeit ist reif für den Skyline Atlas!

Heute geht mit dem Skyline Atlas ein Projekt als Pre-Launch online, das ich schon seit Jahren verwirklichen wollte: Ein redaktionelles Informationsmedium über die Hochhäuser in Frankfurt am Main, der Stadt in der ich lebe und arbeite. Es gibt für mich jede Menge gute Gründe für den Skyline Atlas. Zum einen möchte ich bisher fehlende und detaillierte Informationen rund um Hochhäuser und Stadtentwicklung einer breiten Leserschaft zugänglich machen. Zum anderen möchte ich auch der Welt zeigen, was in Frankfurt passiert und welche neuen Entwicklungen es gibt. Der Skyline Altas soll in den kommenden Jahren zu einem Online-Kompendium heranreifen.

Als Autor vom Skyline Atlas befasse mich seit rund 20 Jahren intensiv mit Themen zur Stadtentwicklung in Frankfurt, habe mehrere Publikationen dazu veröffentlicht, Zeitungsinterviews gegeben und bin bei zahlreichen Unternehmen beratend involviert, die irgend etwas mit Immobilien und Informationen zu tun haben. Außerdem schaue ich mir wöchentlich den Fortschritt zahlreicher Bauvorhaben an, bin gut vernetzt und möchte mit dem Skyline Atlas dieses Wissen jedermann kostenfrei zugänglich machen.

Wenn Sie Interesse an einer redaktionellen Mitwirkung beim Skyline Atlas haben und gerne Inhalte recherchieren bzw. schreiben, können Sie sich gerne melden. Anregungen und Korrekturvorschläge zu einzelnen Seiten können Sie natürlich auch abgeben.

Und nun wünsche ich viel Spaß beim Lesen und ein herzliches Willkommen!

Ihr Michael Wutzke

16

Nov

GEG kauft ehemaliges Commerzbank-Hochhaus und entwickelt es neu

Die GEG German Estate Group AG, Frankfurt, hat jetzt das frühere Commerzbank-Hochhaus (Neue Mainzer Straße 32-36, Frankfurt am Main) von der Commerzbank AG erworben und entwickelt es um als „GlobalTower“.

12

Aug

Fotoarchiv digitalisiert

Aus alt mach neu

Bevor sich die digitale Revolution in Form von hochauflösenden Fotos breitgemacht hat, hat der Autor vom Skyline Atlas kräftig fotografiert. So entstanden Tausende Fotoaufnahmen, die jetzt – viele Jahre nachdem sie entstanden – vollständig hochauflösend digitalisiert wurden. Das Archiv enthält damit einzigartige Zeitzeugnisse der Mainmetropole. Beispielsweise wurde der Bau von zahlreichen Hochhäusern monatlich dokumentiert.

Das digitalisierte Fotoarchiv vom Skyline Atlas mit Aufnahmen zwischen 1996 und 2003 wurde mittlerweile ins Netz geladen und ist vollständig und ausschließlich bei Phorio abrufbar. Alle andere Fotoaufnahmen vom Skyline Atlas, die ohnehin schon digital vorlagen, wurden auch bei Phorio veröffentlicht. Damit sind mehr als 100.000 Fotoaufnahmen alleine vom Skyline Atlas dort abrufbar.

02

Jun

RFR entwickelt Hochhaus am Park um

Die RFR Holding GmbH (RFR) hat das im Frankfurter Stadtteil Westend gelegene „Hochhaus am Park“ gekauft. Das Gebäude in unmittelbarer Umgebung der Goethe Universität befindet sich zwischen der Fürstenbergstraße, dem Grüneburgweg und der Wolfgangstraße.

Die Immobilie mit einer Gesamtmietfläche von 32.000 m² wurde bisher als Bürogebäude genutzt, steht aktuell jedoch weitgehend leer. Aufgrund der hohen Nachfrage sieht RFR die Umwandlung zu einer Wohn- und Hotelnutzung vor. Dabei soll in dem kleineren der zwei quadratischen Türme auf 13.000 m² bis zu 140 Hotelzimmer entstehen. Der östliche Turm mit einer Höhe von 96 Metern und 19.000 m² Mietfläche könnte rund 100 Eigentumswohnungen Platz bieten. Für die bereits bestehende Tiefgarage sind 180 PKW-Stellplätze vorgesehen. Die Kubatur der Immobilie soll sich dabei nicht verändern.

29

Mrz

Geplantes Wohnhochhaus Tower 90 erhält hängende Gärten

Für das rund 13.700 m² große Grundstück am Eingang zum Frankfurter Europaviertel, dem ehemaligen Telenorma-Gelände, war Anfang des Jahres ein Realisierungs- und Ideenwettbewerb ausgelobt worden. Gegenstand des Realisierungsteils war der rund 90 Meter hohe „Tower 90“ für die Berliner gsp Städtebau.

Der Vorschlag der Architekturbüros Jahn (Chicago) und Magnus Kaminiarz & Cie. (Frankfurt) gewann mit seinen hängenden Gärten den ersten Platz eines Wettbewerbs für ein neues Projekt im Frankfurter Europaviertel. Ein zweiter Platz wurde nicht vergeben. Ferdinand Heide Architekt BDA und KSP Jürgen Engel Architekten belegten den dritten Platz.

10

Mrz

Groß und Partner entwickelt vier Hochhäuser im Bankenviertel

Vier Hochhäuser werden auf dem Areal emporwachsen und ein neues, urbanes Quartier bilden. Zwei der Türme sind für Wohnraum eingeplant, dazu werden Flächen für Gastronomie und Einzelhandel entstehen. Durch die besondere Lage inmitten der Skyline und angrenzend an die Einkaufs- und Flanierzonen der Innenstadt hat das Projekt das Potential, eine in Deutschland einzigartige Form kosmopolitischer Urbanität zu schaffen. Dies ist das Ergebnis des städtebaulichen Ideenwettbewerbs, welchen die Eigentümerin des Areals, die Groß & Partner Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH im November 2015 ausgelobt hatte.

Zwei Bürotürme, zwei Wohntürme und ein vielfältiger Quartiersmix

Eine besondere, architektonische Bedeutung erhält das Projekt durch den geplanten 228-Meter-hohen Hauptturm des Quartiers. In direkter Nachbarschaft zum Commerzbank Tower und zum Maintower entsteht somit ein neues Hochhaus mit 59 Stockwerken, ein weiterer Baustein in der Frankfurter Skyline mit dem Potenzial, die Hochhauslandschaft um ein weiteres Wahrzeichen zu bereichern. Dieser Turm ist im aktuellen Bebauungsplan bereits vorgesehen. Neu dagegen sind die zwei Wohnhochhäuser, welche zusammen voraussichtlich Platz für mehr als 600 Wohnungen bieten werden. Zusätzlich wird es eine Kindertagesstätte, zwei Hotels sowie ein breitgefächertes Gastronomie- und Einzelhandelsangebot geben.