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Bundesbank Hochhaus Frankfurt - Deutsche Bundesbank Hochhaus - Deutsche Bundesbank Campus - ABB Architekten

Das Hauptgebäude der Deutschen Bundesbank befindet sich auf dem Campus der Bundesbank im Frankfurter Stadtteil Ginnheim. Das markante Hochhaus im Stil des Brutalismus wurde zwischen 1967 und 1972 durch das Architekturbüro ABB entworfen. Das Bundesbank-Hochhaus ist 217 Meter lang, weniger als 17 Meter breit und hat mit 13 Geschossen eine Höhe von 54 Metern. Der Vorstand der Bundesbank hat hier seinen Sitz. Das Hauptgebäude ist von mehreren Gebäuden umgeben, wie der zeitgenössischen Hauptkasse und dem Gästehaus sowie vom später entstandenen Geldmuseum und einigen neueren Bürobauten.

Das Bundesbank-Hochhaus ist klar gegliedert. Durch zwei massive Aufzugsschächte ist der Baukörper dreigeteilt, wodurch sich spannungsreiche Proportionen ergeben. Der Hauptkontrast ergibt sich jedoch durch die Vertikal-Horizontal-Spannung zwischen den hoch aufragenden Aufzugtürmen, die in den äußerst schmalen seitlichen Abschlüssen ihr Gegenüber finden, und dem horizontal orientierten Raster der Längsfassaden. Die Konstruktion aus grauem Sichtbeton ist klar ablesbar, die Fensterbänder treten mit ihren dunklen Metalleinfassungen hinter dieses Raster zurück. Das sehr schmale Gebäude wurde (in Architektursprache formuliert) als sogenannte „Scheibe“ ausgeführt.

Deutsche Bundesbank Frankfurt am Main - Buba Campus - Zentrale der Bundesbank in Ginnheim
Hauptgebäude der Bundesbank - Buba Zentrale FFM
Deutsche Bundesbank Haupthaus - Bundesbankhochhaus

Schon während der Bauphase der Bundesbank-Zentrale beabsichtigten die damaligen Direktoriumsmitglieder, den stringent modernen Neubau mit einer einheitlich konzipier-ten künstlerischen Gestaltung zu ergänzen. In Auftrag gegeben wurden schließlich drei architekturbezogene Werke: eine Installation von Jesús Rafael Soto, eine Raumgestaltung von Victor Vasarely sowie zwei großformatige Wandteppiche nach Entwürfen von Max Ernst. Unabhängig von diesen Werken, die sich unmittelbar auf die Architektur des Gebäudes beziehen, hat Kunst im gesamten Bereich der Zentrale ihren Platz gefunden.

Das Foyer im Hauptgebäude der Bundesbank
Installation von Jesús Rafael Soto aus dem Jahr 1972
Victor Vasarely und Yvaral, Raumgestaltung Speisesaal, 1972

Das Haupthaus der Bundesbank soll ab Sommer 2021 über viele Jahre hinweg vollständig renoviert werden im Rahmen des sogenannten „Campus-Projekts“. In dieser Zeit werden Mitarbeiter der Bundesbank in das Frankfurter Büro Center (FBC) ausgelagert. Bevor die Bundesbank jedoch in das einzieht, muss das FBC für die Bedürfnisse der Deutschen Bundesbank modernisiert werden. So braucht die Bank dort beispielsweise ausreichend Konferenzräume, eine Kantine und eine Kindertagesstätte. Dieser Umzug sollte eigentlich schon zwei Jahre früher stattfinden.

Im Januar 2017 gab die Bundesbank bekannt, dass das Hauptgebäude von 2020 bis 2027 umfassend saniert und ein oder mehrere zusätzliche Bürogebäude auf ihrem Grundstück errichtet werden sollen. Im März 2018 schrieb die Bundesbank ein europaweites Verhandlungsverfahren mit integriertem Gestaltungskonzept aus, bei dem der Frankfurter Architekt Ferdinand Heide als Sieger hervorging. Auf dessen Grundlage erfolgte ein Architektenwettbewerb, aus dem das Schweizer Architekturbüro Morger Partner Architekten AG ausgewählt wurde.

Blick aus dem 13. Obergeschoss des Hauptgebäudes in Richtung der Frankfurter Innenstadt mit seiner Skyline aus Hochhäusern.

Die Bundesbank nutzt zahlreiche weitere Gebäude im Frankfurter Stadtgebiet als Mieter. An der Taunusanlage befindet sich beispielsweise die Bundesbank Hauptverwaltung Hessen, die von Prof. Jochem Jourdan und seinem Architekturbüro entworfen wurde.

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