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Zürich-Haus Frankfurt am Main - Hochhaus am Opernplatz - Zürich Hochhaus Frankfurt a.M. Westend

Das Zürich-Haus war ein 68 Meter hohes Hochhaus am Frankfurter Opernplatz. Das 19-geschossige Zürich-Hochhaus wurde nach Entwürfen der Architekten Udo von Schauroth und Werner Stücheli entworfen. Das Zürich-Haus entstand zwischen 1958 und 1960 und war zu seiner Bauzeit eines der höchsten Hochhäuser in Frankfurt am Main. Im Jahre 2002 erfolgt der Abriss des Hochhauses und einige Jahre später der Bau des viel höheren OpernTurms an der selben Stelle.

Die Baukosten für das Zürich-Haus hatten etwa 20 Millionen DM (in heutiger Kaufkraft 46,62 Millionen €) betragen. Am 28. Mai 1962 fand die feierliche Eröffnungsfeier des Neubaus im Kaisersaal des Römers in Anwesenheit des schweizerischen Generalkonsuls, des Frankfurter Oberbürgermeisters und zahlreicher Gäste aus Politik und Wirtschaft statt. Im November 1960 wurde das Zürich-Haus bezogen.

Im Zürich-Haus gab es rund 1.000 Arbeitsplätze, die sich auf eine Büronutzungsfläche von 14.000 Quadratmetern verteilten. Zu den Erstmietern zählten das Schweizerische Generalkonsulat, Procter & Gamble, Merrill Lynch, Morgan Guaranty, Crédit Lyonnais, Alitalia, Siemens und Lurgi. Der Gebäudekomplex erhielt von der Post sogar eine eigene Adresse zugewiesen: Zürich-Haus am Opernplatz.

Zu den technischen Neuerungen des Baus zählten zwei Druckerhöhungsanlagen für Trink- und Löschwasser, eine Notstromversorgung für die Aufzüge und die Beleuchtung der Fluchtwege sowie eine automatische Sprinkleranlage in der Tiefgarage. Die drei automatisch gesteuerten Aufzüge erreichten eine Geschwindigkeit von drei Metern pro Sekunde. Das Treppenhaus im Nordflügel war lediglich für Notfälle gedacht. Ende der 1970er-Jahre musste ein weiteres Fluchttreppenhaus an der Außenseite des Hochhauses installiert werden, das das äußere Erscheinungsbild des schlanken Turmes stark beeinträchtigte.

Zürichhaus Frankfurt a/M - Zürich Haus FFM - Hochhaus Zürich-Versicherung

Der Bau des Zürich-Hauses sorgte für eine kritische Phase in der Frankfurter Stadtentwicklung: In seiner Eröffnungsrede hatte Oberbürgermeister Werner Bockelmann angekündigt, dass das Westend zum neuen Erweiterungsgebiet für die beengte Frankfurter Innenstadt werden sollte. Die in den Folgejahren beginnende Bauspekulation im Westend endete schließlich im Frankfurter Häuserkampf Ende der 1960er- und Anfang der 1970er-Jahre.

Entwicklungsgeschichte

Mitte der 1950er-Jahre erwarb die Zürich-Versicherung von den Erben der Familie Rothschild das Grundstück an der Bockenheimer Landstraße in unmittelbarer Nähe zur Alten Oper. Die Fläche hatte zuvor zum Rothschildpark gehört. Das klassizistische Palais Rothschild, ein Werk des Architekten Friedrich Rumpf von 1832, war im Krieg schwer beschädigt worden, die Ruinen wurden Anfang der 1950er-Jahre abgetragen.

Im Herbst 1958 präsentierten die Architekten ihre Pläne der Öffentlichkeit. Sie sahen am Opernplatz einen 19-stöckigen, auf Stützen stehenden Turm mit quadratischem Grundriss von 22 Metern Kantenlänge und zum Rothschildpark hin einen achtgeschossigen Längsbau mit den Maßen 70 × 20 Metern vor. Die beiden Gebäude sollten durch einen Flachbau miteinander verbunden werden. Unter dem Gebäudekomplex wurde eine zweigeschossige Tiefgarage mit 200 Stellplätzen geplant.

Im Herbst 1959 begann der Bau des Hochhauses. Zunächst wurde der Stahlbetonkern mit sieben Metern Kantenlänge errichtet, der die Versorgungseinrichtungen und drei Aufzüge aufnahm. Die Fassade wurde erstmals als Curtain-Wall-Fassade errichtet, bei der die acht Zentimeter dicken Fassadenteile aus eloxiertem Aluminium vor das Stahlbetonskelett gehängt und verschraubt wurden. Aufgrund der geringen Wandstärken und der schwachen Isolierung kam es später zu Beschwerden der Mitarbeiter, da sich die Fassade im Sonnenlicht stark aufheizte und die Wärme ins Gebäudeinnere abführte.

Denkmalschutz und Neubau

Das Zürich-Haus wurde 1989 durch das Landesamt für Denkmalpflege des Landes Hessen aufgrund seiner Baugeschichte als Kulturdenkmal deklariert. Die Eigentümer strengten daraufhin eine Feststellungsklage an, dass es sich bei dem Gebäude nicht um ein Kulturdenkmal handele. Der Prozess endete mit einem Vergleich: Das Land Hessen sagte letztendlich zu, mindestens zehn Jahre lang nicht behaupten zu wollen, dass es sich bei der Anlage um ein Kulturdenkmal handele. Der Eigentümer plante daraufhin 1998 den Abriss. An die Stelle des Zürich-Hauses sollte ein 90 Meter hoher Neubau nach Entwürfen von Christoph Mäckler mit 2.000 Arbeitsplätzen treten. Nach Auseinandersetzungen mit der Stadt, die den sehr breiten und gedrungenen Entwurf ablehnte, schlug der Architekt den Neubau eines schlanken, 168 Meter hohen Turmes vor. Im Gegenzug sollte der Rothschildpark um 5.500 Quadratmeter vergrößert und neugestaltet werden.

Die Stadt Frankfurt stimmte diesen Plänen zu und erlaubte im Jahr 2002 den Abriss des Zürich-Hauses. Nach dem Rückbau begann die Zürich-Versicherung aufgrund eigener wirtschaftlicher Probleme jedoch nicht mit dem Neubau. Das Gelände lag etliche Jahre lang brach, bis es schließlich im Juli 2004 an den Projektentwickler Tishman Speyer Properties verkauft wurde.

Im Januar 2007 begann der Bau des jetzt OpernTurm genannten Projekts, das Ende 2009 fertiggestellt wurde.

Das Zürich-Haus wird abgerissen (November 2001)

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