Fingerplan

Der Fingerplan von 1967/1968, entstanden in der Ägide des Planungsdezernenten Hans Kampffmeyer, war eine rohe Skizze, in der vom Anlagenring ausgehend, mehrere Streifen eingezeichnet waren, in denen eine intensive Bebauung zugelassen werden sollte. Wie Finger einer gespreizten Hand greifen diese Bebauungsstreifen auseinander. Auch für die Gebiete zwischen den Fingern war eine verdichtete Bebauung vorgesehen. Es war ein Plan „unter dem Tisch“, verbunden mit verwaltungsinternen Planungen, kein rechtsgültiger Bebauungsplan.

Als sich 1971 im Frankfurter Häuserkampf der Widerstand der Bevölkerung offenbarte, wurde für das Frankfurter Westend eine „Veränderungssperre“ verhängt, und der Fingerplan war damit Vergangenheit. Auf der Basis des Fingerplans waren aber im Vorgriff auf noch nicht existierende Baupläne baurechtliche Zusagen erteilt worden. Die entsprechenden Bauvorhaben wurden damals vom Planungs- und Baudezernenten als „Leichen im Keller“ bezeichnet. Um nicht schadensersatzpflichtig zu werden, musste die Stadt Baugenehmigungen erteilen. Eine dieser „Kellerleichen“ ist das Westend-Center (heute Hochhaus am Park) an der Fürstenbergerstraße. Das Hochhaus am Park bildet den „Fingernagel“ des damals konzipierten nördlichen Fingers im Westend.

Fingerplan Frankfurt

Der Fingerplan sah Entwicklungen an großen Straßen vor

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