Siegerentwurf Schweizer Platz

Bauarbeiten für den Schweizer Platz, das neue „Wohnzimmer von Sachsenhausen“, sollen ab 2028 beginnen

Nachdem im Nord- und Westend die Verkehrsführung von Oeder Weg, Grüneburg– und Kettenhofweg zugunsten von Fußgängern und Radlern neu aufgeteilt wurden, ist das Mobilitätsdezernat seit 2023 dabei, auch die Schweizer Straße in Sachsenhausen umzugestalten. Jetzt wurde Anfang Juni der Siegerentwurf des Vergabeverfahrens für den Schweizer Platz im Ortsbeirat präsentiert.  Mit einer endgültigen Entwurfsplanung und der Umgestaltung der Schweizer Straße und des Schweizer Platzes ist ab 2028 zu rechnen und mit einer Fertigstellung ab 2038. Zudem behindern aktuell zwei Großbaustellen den Verkehr und die Anwohner in Sachsenhausen und auf der Schweizer Straße besteht durch die enge Fahrbahn für Radfahrer eine erhöhte Unfallgefahr.

Seit der Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung 2019, die Schweizer Straße und den Schweizer Platz umzugestalten, läuft das mehrstufige Verfahren zur Umgestaltung der Schweizer Straße. Ziel ist es, eine städtebaulich attraktive Lösung zu finden, die den unterschiedlichen Nutzungsanforderungen gerecht wird, die Verkehrslage für Radfahrer verbessert und zugleich zu einer Erhöhung der Aufenthaltsqualität für alle Bürger beiträgt. Die Umgestaltung der Schweizer Straße ist jedoch ziemlich komplex, denn auf der Schweizer Straße fahren Straßenbahnen und die Stadt steht in der gesetzlichen Pflicht, Barrierefreiheit im Nahverkehr zu schaffen. Das bedeutet, dass die beiden Haltestellen auf der Schweizer Straße erhöht werden müssen, um den besseren Aus- und Einstieg zu gewährleisten und sie müssen auf 40 Meter verlängert werden.

Machbarkeitsstudie 2022

Im ersten Schritt der Umgestaltung wurde 2022 eine Machbarkeitsstudie erstellt, die zwei neue Standorte für die beiden vorhandenen Haltestellen vorgibt. Dazu fand eine Öffentlichkeitsbeteiligung statt, bei der fast 800 Vorschläge zur Umgestaltung von Schweizer Straße und des Platzes eingereicht wurden. Die Machbarkeitsstudie empfiehlt unter anderem, dass die Autos der Spur der Straßenbahn folgen und der Radverkehr um den Platz herumgeführt wird. Eine Straßenbahnhaltestelle soll auf dem Schweizer Platz verlegt werden und die Haltestelle Schweizer-/Gartenstraße in die Gartenstraße verlegt werden.

Wettbewerb 2022/2023

Danach folgte 2023 ein verkehrs- und freiraumplanerischer Wettbewerb mit zwölf Bürogemeinschaften aus Verkehrs- und Landschaftsplanern in Kooperation mit Stadtplanern und Architekten, die bis Mai 2023 Entwürfe für den Schweizer Platz sowie die Schweizer Straße erarbeitet haben.

Machbarkeitsstudie Stadt Frankfurt, Schweizer Straße

Es sind breite Radwege auf beiden Seiten der Schweizer Straße in Frankfurt geplant.

Die Vorgaben der Stadt lauteten: die Aufenthaltsqualität auf der Schweizer Straße zu erhöhen, mehr Platz für den Radverkehr schaffen, den Autoverkehr, wenn auch eingeschränkt, insgesamt zu belassen und die Straßenbahn samt neuer Haltestelle zu berücksichtigen. Darüber hinaus hat die Öffentlichkeitsbeteiligung ergeben, dass Fußgängern mehr Vorrang eingeräumt werden soll, die Radwege sicher werden sollen, die Nutzungsarten deutlich getrennt sein sollen und das Tempo auf höchstens 30 Stundenkilometer beschränkt wird. Bezüglich der Parkplätze sind die Forderungen der Bürger gegensätzlich: Sie fordern zum einen weniger öffentliche Autos und keine Kurzzeitparkplätze und gleichzeitig genügend Parkplätze für Bewohner und Besucher. Ihr Wunsch ist es, den jetzigen Charakter der Schweizer Straße mit ihrer Vielfalt bei Einzelhandel und Gastronomie zu bewahren und gleichzeitig mehr Grün, Sitzmöglichkeiten und Sauberkeit zu realisieren.

Siegerentwurf Vergabeverfahren 2024

Im Juli 2023 hat das Preisgericht einstimmig entschieden, durch die Vergabe von zwei 2. Preisen den Weg dafür zu eröffnen, zwei ganz unterschiedliche, gleichermaßen spannende Ansätze weiter auszuarbeiten. Beide Arbeiten zeigen, wie man den Schweizer Platz und die Schweizer Straße zu lebenswerten, attraktiven, klimaresilienten und deutlich weniger vom Auto geprägten Orten weiterentwickeln kann. Zudem wurde ein dritter Platz und eine Anerkennung vergeben. Die zwei 2. Preise gingen an Werner Hartwig GmbH AS+P Albert Speer + Partner GmbH und an die Bietergemeinschaft Fichtner Water & Transportation GmbH faktorgruen Landschaftsarchitekten bdla Beratende Ingenieure Partnerschaftsgesellschaft mbB. Den 3. Preis erhielt Schüßler-Plan Ingenieurgesellschaft mbH BIERBAUM. AICHELE. Landschaftsarchitekten Part. GmbB SCHOYERER ARCHITEKTEN_SYRA. Im Anschluß folgte von September 2023 bis Juni 2024 das Vergabeverfahren.

Jetzt im Mai 2024 wurde der Siegerentwurf des Vergabeverfahrens bekanntgegeben. Es ist der Entwurf der des Planungsbüros Fichtner Water & Transportation aus Stuttgart und faktorgruen Landschaftsarchitekten aus Freiburg mit ihrem Entwurf „Vom Kreisverkehr zum grünen Wohnzimmer“. Diese Bietergemeinschaft hat nun den Auftrag für die Vorplanung erhalten. Der Entwurf wurde am 7. Juni 2024 im Ortsbeirat präsentiert.

Zukünftige Verkehrsführung am Schweizer Platz

Die beiden Siegerentwürfe sahen ursprünglich vor, dass die Seitenstraßen als Sackgassen am Schweizer Platz enden sollten, um den Autoverkehr auf dem Schweizer Platz zu reduzieren. Diese Sackgassen, die eine Wendeanlage benötigt hätten, wurden jedoch als zu radikal angesehen, so dass der Entwurf überarbeitet wurde und die ursprüngliche Idee, die Nebenstraßen zu Sackgassen zu machen, wieder verworfen wurde.

Zu den Vorgaben des Wettbewerbs gehört, dass der Platz nicht die Funktion eines klassischen Kreisverkehrs haben soll und zudem eine Haltestelle für die neuen, 40 Meter langen Straßenbahnzüge in der Mitte des runden Platzes enthalten soll. Der neue Entwurf sieht jetzt vor, dass Autos, die auf der Schweizer Straße fahren, künftig nur noch geradeaus auf der Trasse der Straßenbahn den Platz überqueren können und das Abbiegen in die Seitenstraßen nicht mehr erlaubt ist. Fest steht zudem, dass die Haltestelle Schwanthaler Straße auf die Mitte des Schweizer Platzes verlagert wird. Die jetzige Straßenbahnhaltestelle Schweizer Straße/Gartenstraße soll ganz auf die Gartenstraße verlegt werden.

Siegerentwurf Schweizer Platz

Siegerentwurf Fichtner Water & Transportation GmbH / Faktorgruen Landschaftsarchitekten

Lageplan Schweizer Straße Siegerentwurf

Der Lageplan verdeutlicht die drei Ringe des Platzes

Laut dem Siegerentwurf von Fichtner Water & Transportation soll der Schweizer Platz in drei Ringe aufgeteilt werden. Im äußeren Ring soll der  Bürgersteig für Fußgänger sowie die Vorgärten und Platanen und Platz für die Außengastronomie erhalten bleiben. Dann folgt ein zweiter Ring mit weiteren Bäumen und zusätzlich möglichst viel Grün sowie eine kreisrunde Fahrbahn, die schmaler ist als die bisherige. Auf dieser können Fahrräder und E-Roller fahren. Das Ziel ist es, in diesem zweiten Ring eine verkehrsberuhigte Mischfläche mit Platz für Autos, Straßenbahn, Radfahrer und Fußgängern zu schaffen. Die Mitte des Schweizer Platzes ist das „grüne Herzstück“ des Entwurfs. Dort sollen sich Menschen aufhalten können, es sollen Sitzgelegenheiten und Staudenbeete angelegt und Bäume gepflanzt werden. Außerdem ist ein Wasserspiel geplant, um die Aufenthaltsqualität zu erhöhen.

Der Schweizer Platz ist seit der Gründerzeit der Mittelpunkt von Sachsenhausen und Ziel der Umgestaltung ist es, das gelungene städtebauliche Konzept eines rund angeordneten Platzes beizubehalten und gleichzeitig an die heutigen Gegebenheiten anzupassen, so Ulrike Gaube, Referentin für Mobilität im Dezernat XII – Mobilität. Wichtig war bei dem Wettbewerb zudem der Erhalt der Nord/Süd-Verkehrsachse, als auch der Erhalt der Parkmöglichkeiten in den Seitenstraßen. Im Gegensatz zur bestandsnahen Umgestaltung des Oederwegs und des Grüneburgwegs handele es sich in Sachsenhausen um eine städtebaulich grundlegende Umgestaltung der Straße und des Platzes, die dieses aufwendige mehrstufige Verfahren erfordere, so Ulrike Gaube.

Der motorisierte Verkehr wird zukünftig aus den Seitenstraßen auch nach rechts fahren, so gelangt man von der Diesterwegstraße und der Gutzkowstraße auf die Oppenheimer Landstraße Richtung Norden und von der Schneckenhofstraße auf die Oppenheimer Landstraße nach Süden. Auf die Schweizer Straße kommt man nach dem Umbau jedoch von keiner der Seitenstraßen. Einen eigenen Radweg soll es auf dem Schweizer Platz nicht geben, aber die Radfahrer können in beiden Richtungen die Ringfahrbahn auf dem Schweizer Platz benutzen. Ein neuer Radschnellweg wird parallel zur Schweizer Straße auf der Holbeinstraße verlaufen und zudem soll entlang der Schweizer Straße der Radverkehr zu beiden Seiten eine eigene Spur erhalten.

Schnell realisierbare Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrsicherheit, wie Tempo 30 auf der Schweizer Straße oder eine durchgehende Markierung eines Radwegs, sind nach Aussage des Mobilitätdezernats nicht möglich, da die Schweizer Straße keinen Unfallschwerpunkt darstelle und zudem die Fahrbahn für einen Radweg zu eng sei.

Schweizer Platz aktuell

Die aktuelle Verkehrssituation um den Schweizer Platz

Schweizer Platz aktuell

Fertigstellung des Schweizer Platzes ab 2038 geplant

Am 7. Juni 2024 wurde das Ergebnis des Vergabeverfahrens inklusive des überarbeiteten Entwurfes im Ortsbeirat 5 vorgestellt. Die Bietergemeinschaft hat nun bis zum zweiten Quartal 2025 Zeit, eine Vorplanung für den Schweizer Platz zu erstellen. Anschließend muss die  Stadtverordnetenversammlung einen Vorplanungsbeschluss fassen. Dieser bildet die Grundlage für die dann zu erstellende Entwurfsplanung, mit deren Fertigstellung der Magistrat für das zweite Quartal 2027 rechnet. Daran anknüpfend ist ein Planfeststellungsverfahren erforderlich, an das sich die Ausführungsplanung mit einem Beschluss einer Bau- und Finanzierungsvorlage anschließt.

In der Folge könnte die europaweite Ausschreibung der Bauleistungen und der Umbau des Schweizer Platzes dann ab 2028/2029 beginnen und circa 5-10 Jahre dauern, so dass, nach Aussage von Ulrike Gaube aus dem Mobilitätsdezernat, mit der Fertigstellung der Umbaumaßnehmen ab 2038 zu rechnen ist.

Momentane Sperrung von zwei zentralen Verkehrsachsen in Sachsenhauen

Aktuell sind zudem  gleichzeitig zwei zentrale Verkehrsachsen in Sachsenhausen für mehr als ein Jahr gesperrt. Diese zwei Baumaßnahmen des Verkehrsdezernats führen während der Rushhour an zwei zentralen Kreuzungen und auf der Mörfelder Landstraße zu Problemen und Staus.

Die Baustelle und Sperrung an der Holbeinstraße/Oppenheimer Landstraße, wo bis Mitte des Jahres 2025 ein Kreisel entstehen soll, sorgt bei den Anwohnern zu viele Fragen und Sorgen.  Ziel des zweijährigen Umbaus sei ein effizienterer Kreisverkehr, da die bisherige Kreuzung laut dem Verkehrsdezernat nicht effizient genug sei. Die zu engen Bürgersteige, die sich Fußgänger und Radfahrer aktuell teilen müssen, führen jedoch täglich zu gefährlichen Situationen und Unmut bei den Anwohnern und Radfahrern.

Umbau Holbeinstraße

Umbaumaßnahmen bis 2025 auf der Oppenheimer Lanstraße / Holbeinstraße in Sachsenhausen

Die Zufahrt zur und von der Mörfelder Landstraße ist bis Mitte 2025 gesperrt. Die Kosten der Baumaßnahme, die sich seit der Vorplanung um 1,7 Millionen Euro auf 5,5 Millionen Euro verteuert haben, beinhalten den Umbau der Kreuzung, um in Zukunft mehr Verkehr aufnehmen zu können, der dann besser fließen soll. Zudem soll der Platz verschönert werden, jedoch soll die Mittelinsel entgegen der bisherigen Pläne nicht begehbar sein. Der Nox-Kiosk, der nur noch von hinten über einen umzäunten Durchgang durch die Grünfläche erreichbar ist, bleibe zugänglich, ebenso wie alle Häuser.

Ulrike Gaube aus dem Mobiltätsdezernat betont, dass die Umgestaltung des Knotenpunktes in einen Kreisel die zukünftige Übersichtlichkeit der Verkehrsführung verbessere, die Verkehrssicherheit erhöhen werde und Barrierefreiheit geschaffen werde. Der Anstoß für die Umgestaltung sei zudem vom zuständigen Ortsbeirat ausgegangen. Zudem werde die Flächenversiegelung reduziert und neue  Bäume gepflanzt werden.  Der Kreisel schaffe darüber hinaus eine direktere Linienbusführung über die Oppenheimer Landstraße und in die Burnitzstraße. Auch werde die Verkehrssicherheit, insbesondere Fußgänger und Radfahrer, erhöht. Die jetzige Kreuzung war einer der Unfallschwerpunkte in Frankfurt, so die Aussage des Mobilitätsdezernats.

Bürgersteige Holbeinstraße

Umbaumaßnahmen bis 2025 auf der Textorstraße in Sachsenhausen

Baumaßnahmen Textorstraße / Darmstädter Landstraße

Zudem werden seit April die Straßenbahnhaltestellen auf der Textorstraße, einer weiteren Sachsenhäuser Hauptverkehrsader, komplett barrierefrei umgebaut. Dadurch ist die Verbindung zwischen dem Frankfurter Südbahnhof und dem Lokalbahnhof wegen der Bauarbeiten unterbrochen. Das bedeutet, eine weitere Sperrung in Sachsenhausen, der Textorstraße zwischen Martin-May-Straße und Darmstädter Landstraße. Und auch die Straßenbahnen der Linien 15, 16 und 18 werden bis Februar 2025 nicht mehr zwischen Lokalbahnhof und Südbahnhof verkehren. Nach Abschluss der Bauarbeiten auf der Textorstraße werden dann im Anschluß die Haltestellen auf der Darmstädter Landstraße umgebaut, so dass das geplante Ende der gesamten Baumaßnahmen Ende 2025 erfolgen soll.

Umbau Textorstraße/Darmstädter Landstraße

Umbaumaßnahmen bis 2025 auf der Textorstraße / Darmstädter Landstraße in Sachsenhausen

So sinnvoll der Umbau der Haltestellen und der Radwege auch ist, zwei wichtige Verkehrswege innerhalb eines Stadtteils gleichzeitig zu sperren, ist verkehrstechnisch eine sehr herausfordernde Aufgabe. Dazu kommt, dass der nördliche Mainkai aufgrund der Fanmeile der EM ab Ende Mai auch gesperrt ist – was zu einer weiteren verkehrstechnischen Belastung von Sachsenhausen führen wird. Das Ziel des Mobiltätsdezernats ist es, trotz all der Maßnahmen, den stetigen Verkehrsfluß zu gewährleisten. Da es aktuell nur in Stoßzeiten zu Staus komme und die Beschwerdelage bisher ruhig ist, sei die gleichzeitige Umsetzung der zwei Sperrungen in Sachsenhausen nicht ideal, aber vertretbar, so Ulrike Gaube. Denn beide Maßnahmen seien erforderlich  und sie wurden vorab aus straßenverkehrsbehördlicher Sicht geprüft. Dabei wurde  in der Planung auch die Fußball-EM mitberücksichtigt.

Die Dauer der Ausführung von ca. 21 Monaten ergibt sich aus der Komplexität der Maßnahme, die in Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Stakeholdern und in einem räumlich anspruchsvollen Umfeld ausgeführt wird. Zudem ist die Anzahl und die Anforderungen der Verkehrsteilnehmenden hoch, mit drei Straßenbahnlinien, zwei Buslinien, Fußgängern, Radfahrern und rund 28.000 Fahrzeuge täglich.

Barrierefrei ausgebaut werden die Straßenbahnhaltestellen „Lokalbahnhof/ Textorstraße“, die Bushaltestellen „Lokalbahnhof/ Darmstädter Landstraße“ und sämtliche Fußgängerquerungen am Knotenpunkt Darmstädter Landstraße. Die Fahrleitungen der Straßenbahn werden erneuert, ebenso die verkehrssichernde Beleuchtung, die Ampeln sowie Zuleitungen und Schaltgeräten. Darüber hinaus werden Radverkehrsführungen an den Straßenbahnhaltestellen und am Knotenpunkt ergänzt. Die Bauarbeiten erfolgen bei laufendem Verkehr in acht Hauptbauphasen, wobei während der EM 2024 in der Darmstädter Landstraße zwei Fahrsteifen je Fahrtrichtung freigehalten werden müssen. Bis Februar 2025 werden die Straßenbahnlinien umgeleitet, die durch die Textorstraße fahren, und es ist kein Schienenersatzverkehr geplant.

Die Stadtverordneten von Frankfurt haben im Mai 2022 das Klimaschutzpaket der Koalition beschlossen, das besagt, dass Frankfurt bis zum Jahr 2035 klimaneutral werden soll. Mehr Platz zum Flanieren und die Viertel zu Fuß und per Rad durch verkehrsberuhigte Bereiche erkunden – das bieten europaweit schon einige Städte, wie Gent, Maastricht, Barcelona und Paris. Frankfurt hat sich auch auf diesen Weg des städtebaulichen Umbaus der Innenstadt begeben und die drei Umbaumaßnahmen in Sachsenhausen werden sicherlich bis 2038 auch zu einer Verbesserung  der Verkehrssituation für alle Verkehrsbeteiligten und der CO2 Bilanz beitragen und zudem zu einer besseren Aufenthaltsqualität für die Anwohner führen.  Ergänzend wäre es aber sinnvoll, wenn der langwierige und aufwendige Umbau dieser drei Knotenpunkte durch begleitende und schnell realisierbare Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit und eine frühzeitige  Kommunikation unterstützt werden könnte – um auch die Bürger Frankfurts für die eine verkehrsärmere lebenswerte Innenstadt zu begeistern.

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Kommentare zu Bauarbeiten für den Schweizer Platz, das neue „Wohnzimmer von Sachsenhausen“, sollen ab 2028 beginnen

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Ein Mitglied kommentierte am 03.07.2024
Die unschöne Tram unter dem Platz durchführen wäre natürlich optimal. Das würde den PKWs auch mehr Raum lassen. Aber die Qualität des Platze, der auf dem Plan recht in Ordnung aussieht, steht und fällt natürlich auch mit der Randbebauung. Wenn dort attraktive Geschäfte / Gastronomie angesiedelt werden könnte, mit breiten Trottoirs, würde es den Chancen, die dieser Platz bietet, gerecht werden.
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