Stadtmodell Frankfurt am Main im Planungsdezernat - Frankfurt-Modell

Stadtmodell
Frankfurt

Öffnungszeiten und Kontakt

Stadt Frankfurt am Main - Planungsdezernat - Stadtvermessungsamt - Bauaufsicht - Stadtplanungsamt - Denkmalamt

Adresse:
Stadtplanungsamt Frankfurt
Stadtmodell Frankfurt (im Foyer)
Kurt-Schumacher-Straße 10
60311 Frankfurt am Main

Montag bis Freitag:
8.30 bis 18 Uhr
(werktags)

Eintritt:
kostenfrei, alle Besuche erfolgen ohne vorherige Anmeldung

Eine besondere Sehenswürdigkeit in Frankfurt am Main ist das Stadtmodell im Stadtplanungsamt. Es ist für Besucher und Einheimische deswegen so interessant, weil man die Stadtentwicklung in Frankfurt hier hautnah erleben kann: Auf einer Fläche von 54 Quadratmeter (9,60 x 5,60 Meter) wird ein aktueller Ausschnitt der Innenstadt von Frankfurt auf beiden Seiten des Mains gezeigt. Dieser Ausschnitt beinhaltet sowohl fertig gestellte Gebäude als auch geplante Bauten. Auch die Stadtkrone, also das sehenswerte Hochhauscluster des Bankenviertels, ist dargestellt.

Das Stadtmodell Frankfurt am Main wurde im Maßstab 1:500 gebaut. 2 Millimeter im Modell entsprechen 1 Meter in der Realität. Bereits im Jahre 1960 wurde der Grundstein für das heutige Stadtmodell im Planungsdezernat gelegt. Ursprünglich als „Arbeitsmodell“ gestartet, hat sich das Modell aus vielen Einzelbauten kontinuierlich weiterentwickelt. Daher ist das Stadtmodell im Frankfurter Stadtplanungsamt heute nicht mehr nur ein Arbeitsmodell, sondern ein imposantes Ausstellungsmodell. Es zieht jedes Jahr Tausende Besucher an. Und das nicht ohne Grund: schließlich ist der Eintritt kostenfrei und das Stadtplanungsamt ist wegen seiner Lage in der Innenstadt leicht erreichbar.

Beim Bau der Grundplatte vom Stadtmodell Frankfurt wurde aufgrund des geringen Höhenunterschiedes im Wesentlichen auf die Abbildung einer Topographie verzichtet. Stadtplaner, Architekten sowie Investoren nutzen das Stadtmodell zur Visualsierung von städtebaulichen Planungen bzw. zur Abwägung von Aspekten wie Verschattungen.

Gebaut wird das Stadtmodell von der Modellbauwerkstatt der Stadt Frankfurt. In der Modellwerkstatt werden die unterschiedlichsten Modelle zu den verschiedensten Planungen erarbeitet. Hierbei kommt eine Vielzahl von Materialien zum Einsatz. Alle Modelle haben jedoch eines gemeinsam: Sie entsprechen in Grundfläche und Maßstab immer genauen Vorgaben damit die einzelnen Objekte im jeweiligen Größenverhältnis zusammenpassen.

Damit Bauvorhaben und realisierte Projekte im korrekten Maßstab abgebildet werden, erfolgt eine Koordinierung mit verschiedensten Ämtern, wie beispielsweise der Bauaufsicht (Informationsquelle Bauakten) und dem Stadtvermessungsamt. Dank eines GIS (Geografisches Information-System) können Arbeiten an Stadtmodellen heute sehr genau und zügig geleistet werden.

Sehenswürdigkeit Frankfurt - Stadtmodell Frankfurt - Modell im Planungsdezernat - Stadt Frankfurt - Eintritt kostenfrei

Modell zur Hochhausentwicklung

Im Foyer vom Planungsdezernat befindet sich nicht nur das Stadtmodell. Hier ist auch ein Modell für den Hochhausentwicklungsplan 2008 ausgestellt, entwickelt für eine städtebauliche Studie des Architekturbüros Jourdan & Müller PAS. Das Modell zeigt anschaulich, wie die Stadt Frankfurt sich hätte entwickeln sollen – aus der Perspektive der zurückliegenden Jahre gesehen. Die meisten der geplanten Hochhäuser in diesem Stadtmodell wurden denn auch realisiert. Aber nicht alle: denn Projekte wie der Millennium Tower oder der Hochhausturm MAX wurden nie gebaut.

Hochhausentwicklungsplan 2008 für Frankfurt am Main - Modell

Wechselnde Ausstellungen

In unregelmäßigen Abständen finden im Foyer des Stadtplanungsamtes auch Ausstellungen statt. Insbesondere die Wettbewerbsergebnisse von Architekturwettbewerben werden hier ausgestellt. Es lohnt sich also, dem Hochhausmodell einen Besuch abzustatten.

Kein aktueller Planungsstand

Das Stadtmodell folgt keinem stringenten Aktualisierungsintervall. Auf der einen Seite sind dort Bauten enthalten, die es schon seit vielen Jahren so nicht mehr gibt (wie das ehemalige Poseidon-Haus), auf der anderen Seiten fehlen fertig gestellte Bauten wie das ONE FORTY WEST. Das Hochhaus vom Projekt Grand Central ist widerum schon im Modell enthalten, obwohl die Bauarbeiten dort noch längere Zeit auf sich warten lassen dürften. Außerdem fehlen derzeit The Spin, FOUR, EDEN, Great East und das Hafenpark Quartier. (Stand 07/2020)

Verschiedene Herstellungsmethoden

Bei der Erstellung von neuen Modellen kommen über die Jahrzehnte hinweg gesehen die unterschiedlichsten Materialien zum Einsatz. In der Regel werden die Modelle von der Modellwerkstatt selbst produziert. Es gibt jedoch aus Fälle, in denen der Bauherr oder Architekt der Stadt Frankfurt ein entsprechendes Turmmodell fertig zur Verfügung stellt. Es kommt aber auch vor, dass externe Anbieter Modelle nach Vorgabe erstellen.

Im Frankfurter Stadtmodell, das ganz in hellgrau gehalten ist, gibt es außerem noch einige Bauten in braun oder weiß. Diese stammen aus einer frühen Planungsphase und konnten aus Gründen der Zeitknappheit bisher nicht durch die Modellwerkstatt dem einheitlichen Erscheinungsbild angepasst werden.

Während früher die Modellbauten alle von Hand gefertig wurde, zieht mitterweile auch neue Technik in den Modellbau ein. Die Modellbauwerkstatt verfügt über einen 3D-Drucker, mit dem die meisten neuen Gebäude ausgedruckt werden.

Neues Hochhausmodell

Derzeit baut die Modellwerkstatt an einem neuen Stadtmodell auf Basis des Hochhausrahmenplanes 2021. Darin enthalten sind auch neue Hochhausstandorte. Das neue Hochhausmodell hat den Maßstab 1:2000 und die Maße 1,20 mal 3 Meter. Es ist damit größer als das vorherige Modell (1 x 2 Meter).

Die Fertigstellung des Modells soll bis zum Jahresende 2020 erfolgen, die offizielle Vorstellung jedoch erst 2021. Das Modell zum neuen Hochhausentwicklungsplan 2021 soll nach der offiziellen Präsentation im Atrium des Planungsamtes ausgestellt werden.

Ein Kommentar zu “Stadtmodell Frankfurt am Main

  1. Christian Stock kommentierte: 2 Jahren ago Reply

    Ich finde, das Stadtmodell ist an sich eine schöne Veranschaulichung. Leider ist es nur an Werktagen zu besichtigen und liegt etwas ab vom Schuss.
    Auch die wechselnden Ausstellungen, in denen – wie oben genannt – insbesondere Wettbewerbsergebnisse präsentiert werden sind sicher interessant, könnten aber eine viel größere Wahrnehmung erfahren (was auch gut wäre!)
    Es wäre daher schöner, wenn es einen Zusammenhang mit dem Architekturmuseum geben würde. Vielleicht als Außenstelle (wie beim MMK an der Taunusanlage). Da könnte man eine Dauerausstellung zum Thema Frankfurt einrichten (Stadtentwicklung) und vielleicht noch ein paar Räume zum Thema Wolkenkratzer/Skyscraper. Die Ausstellung zum Hochhauspreis wäre da auch super angesiedelt.

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