Die Entwicklungsphasen der Hochhäuser

Die Entwicklung der Hochhausplanungen in Frankfurt ab Ende der 1950-er Jahre bis heute ist gekennzeichnet durch mehrere Schritte:

Parallel zum Wirtschaftswachstum der 1950-er und 1960-er Jahre entstanden ebenfalls stadtplanerische Gedanken zu wirtschaftlichem und städtebaulichem Wachstum in Frankfurt. Die Untersuchungen der Stöber-Studie und: damit ein-geleitete Diskussion bildeten den Ausgangspunkt zum Beginn der U-Bahn-Netz-Planung 1962, der Formulierung von städtebaulichen Entwicklungsvorstellungen des Büros van den Broek und Bakema, Rotterdam 1964-1966, zu einer sich steigernden Hochhauseuphorie um 1966 in dem Artikel „Wie hoch hinaus will Frankfurt“ von Dr. H. Kampfmayer und Erhard Weiss; und der Empfehlung zu mehr und größeren privaten Investitionen entlang des „Fingerplans“ von 1968.

Aus der nun offen einsetzenden Entwicklung und der darauf ein setzenden Bodenspekulation und der daraus resultierenden teilweisen Vertreibung der Wohnbevölkerung in den City-Ergänzungsgebieten, stellt sich ein erheblicher Widerstand in der Bevölkerung gegen die Auswüchse der Wachstumseuphorie ein, begleitet von der Wirtschafts- und Ölkrise Anfang der 1970-er Jahre, die in dem 1972 vom Magistrat beschlossenen Westendplan und anderen in der Folgezeit entstandenen Stadtteilplänen gipfelte. Diese Planungen schreiben einen Zustand zwischen status quo und ante fest mit dem Ziel die begonnene Spekulation zu brechen und so die Bevölkerung zu beruhigen und ihr Vertrauen gegenüber der Stadt wiederzugewinnen.

Nachdem ein Großteil der ehemals im Bankenviertel geplanten Hochhäuser gebaut sind und das heutige Gesicht Frankfurts bestimmen, wird der Metropol-Charakter und Führungsanspruch Frankfurts auch durch sein Türme immer sichtbarer. Ein Stimmungswandel in der Bevölkerung setzt gegenüber den Hochhäusern ein und anstatt abwertenden Spitznamen („Krankfurt“) treten hippe Bezeichnungen („Mainhattan“).

Prognosen von Büroflächenbedarfsberechnungen und Marktentwicklungen, alle Rahmenpläne ab 1983 und ein neues städtisches Selbstbewußtsein formulieren fortan den Anspruch Frankfurts als Metropole neu. Die Historie der Stadtentwicklung in Bezug auf Hochhäuser lässt sich an seinen jeweilig relevanten Rahmen- und Entwicklungsplänen ablesen:

Rahmenpläne sind lediglich Empfehlungen

Ein städtebaulicher Rahmenplan ist ein informelles Planungsinstrument, um Entwicklungspotentiale in einer Stadt oder in einem Stadtteil auszuloten und Perspektiven für dessen zukünftige Nutzung in groben Zügen darzustellen. Er ist nicht rechtsverbindlich und keinem standardisierten Verfahren unterworfen. Hinsichtlich des Planungsmaßstabes ordnet er sich zwischen dem Flächennutzungs- und Bebauungsplanung ein und wird so meist als Mittler eingesetzt. Die Planinhalte, bestehend aus Textteil und Planteil, dienen der vereinfachten Darstellung von zukünftigen städtebaulichen Planungs- und Entwicklungsmöglichkeiten.

Städtebauliche Rahmenpläne werden häufig erstellt, um in Wettbewerbsverfahren konkrete Nutzungsergebnisse zu erzielen oder bestimmte städtische Bereiche unter Schutz zu stellen (etwa Bestandsschutz oder Nutzungsschutz). Besonders hilfreich sind Rahmenpläne bei Verfahren der Investorensuche und Öffentlichkeitsbeteiligung.

Der Rahmenplan wird unter anderem im Zusammenhang mit der Vorbereitung der Sanierung im besonderen Städtebaurecht (§ 140 BauGB) erwähnt. Unter § 140 Nr. 4 BauGB wird die Rahmenplanung neben der Bauleitplanung als Instrument genannt.

Die hier dargestellten Rahmenpläne haben ihren Fokus insbesondere auf die Entwicklung von Hochhäusern in der Frankfurter Innenstadt.