Investitionen in Bürogebäude

Architektur vs Investoren?

Immobilieninvestoren sehen in Gebäuden hauptsächlich Kapitalanlagen, die Gewinne abwerfen müssen. Dass sich Investitionen im Baubereich auch wirklich rentieren, ist dabei keine Selbstverständlichkeit.

Dafür, dass sie das tun, muss der auf dem Markt angebotene Bau der Nachfrage entsprechen, und zwar was seine Qualitäten angeht genauso wie preislich. Kapital ist für Investoren also lediglich ein Produktionsmittel, das, einer Maschine gleich, funktionieren und das produzieren muss, wofür es da ist, nämlich Rendite.

Tut es das nicht, geht den Investoren schneller das Geld aus, als man sich das gemeinhin vorstellt. Tatsächlich sind auch hier die Geschäfte mit großen Risiken verbunden, und zwar schon deswegen, weil die Chancen, gut zu verdienen, nur dann groß sind, wenn man dabei eventuell auch viel verlieren kann.

Um unter diesen Bedingungen erfolgreich zu sein, müssen Investoren aus ihren Projekten alles herausholen, was sich herausholen läßt. Risikobereitschaft spielt dabei eine große Rolle und liefert wohl den entscheidenen Wettbewerbsvorteil gegenüber den traditionellen Investoren. Für die Bauherren beginnen Risiken und Gewinnmöglichkeiten schon mit dem Erwerb eines Grundstücks. Soll das Geschäfts interessant sein, muss der Wert des Bodens über das normal zu erwartende steigen.

Auch was die Baukosten angeht, betragen die Gewinne grundsätzlich die Differenz zwischen dem, was die Investoren für die Leistungen bezahlen, die die beanspruchen, und dem, was sie auf der Grundlage der sonst üblichen Marktpreise selbst für die von ihnen erstellten Objekte erzielen.

In der Fähigkeit, diese Differenz herzustellen und möglichst groß zu gestalten, liegt ein Grund für die Wirtschaftlichkeit ihrer Arbeitsweise und ein weiterer Vorteil im Vergleich zu der Bauproduktion etwa der öffentlichen Hand. Sie spielt auch bei der Vergabe von Planungsaufträgen an Architekten und der Honorierung ihrer Arbeit eine große Rolle. Im Vergleich dazu ist die architektonische Qualität eines Entwurfs nicht mehr als einer von vielen Faktoren zweiten Ranges. Tatsächlich hängt die Lukrativität eines Projektes nur in begrenztem Maße von der Effizienz der Grundrisse und der Ökonomie der Konstruktion ab. Das, was sich durch eine geschickte Finanzierung, Terminierung und Vermarktung verdienen läßt, ist immer noch wesentlich mehr als das, was man durch einen noch so großen planerischen Aufwand erwirtschaften kann. Auch insofern spielt im Renditebau die architektonische Gestalt nur eine begrenzte Rolle. Ihr Gewicht wächst nur dort, wo sie sich positiv auf die langfristige Plazierung der Bauten auswirkt.

Sagen Sie es weiter mit:

Leave us a Comment

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahren Sie mehr darüber, wie Ihre Kommentardaten verarbeitet werden .