Hauptbahnhof Frankfurt 1970 - Studie Kongress Center - Kongresszentrum - Überbauung mit Hochhäusern

Studie: Hochhäuser am Hauptbahnhof

Bebauung am Hauptbahnhof Frankfurt - 1970 Studie
Bredero Überbauung HBF Frankfurt a.M. 1970

Am Hauptbahnhof Frankfurt stand um die 1970er Jahre der Bau einer Vielzahl von Hochhäusern zur Diskussion, die aber letztendlich nicht realisiert wurden. Das niederländische Unternehmen Bredero hatte 1968 vor, das Gleisvorfeld vollkommen neu zu denken. Bredero hatte kurz zuvor den Bahnhof in Utrecht um ein Einkaufszentrum erweitert und wollte die gesammelten Erfahrungen in Frankfurt einbringen.

Die Stadt Frankfurt am Main interessierte sich seinerzeit für das Bauvorhaben und ließ dazu 1970 eine Bebauungsstudie erstellen vom Stadtplanungsamt erstellen. Auf deren Grundlage wurden Bredero sowie die Beratungsgesellschaft für Gewerbebau aufgefordert, konkrete städtebauliche Entwürfe vorzulegen.

Auf dem geplanten Gelände waren bis zu 20.000 neue Arbeitsplätze geplant. Die Erschließung war insbesondere durch eine neue Hochstraße vom Baseler Platz kommend hin zur Messe geplant. Bredero erweiterte den Fokus auch auf das Gebiet nördlich und südlich des Hauptbahnhofs. So wurde auch das Gelände der ehemaligen Gutleut-Kaserne und des Khasana-Geländes mit beplant.

Die Beratungsgesellschaft für Gewerbebau plante das Projekt mit Einkaufszentrum, Kongresszentrum und Bürobauten so, dass dafür auch die denkmalgeschützten Gleishallen des Hauptbahnhofs hätten abgerissen werden müssen. In diesem Entwurf wäre nur die Empfangshalle und der historische Querbahnsteig erhalten geblieben.

Letztlich gescheitert ist das Konzept 1971 durch die Hochstraße, der Koordinierung der Beteiligten sowie finanziellen Schwierigkeiten der potentiellen Bauherren.

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