Auf dem Weg zum umweltfreundlichsten Hochhaus Deutschlands: die neue ING-Zentrale im Hafenpark
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- Redaktion
Im Frankfurter Ostend hat das neue ING-Gebäude im Hafenpark-Quartier, der 16-geschossigen Büroturm „HPQ Offices“, im Juni Richtfest gefeiert. Der Tower ist eines von zwei geplanten Bürogebäuden des aktuellen Bauabschnitts und soll im Jahr 2028 fertiggestellt werden. Damit ist der Rohbau des höchsten Gebäudes im Hafenpark Quartier nach 15-monatiger Bauzeit abgeschlossen. Entworfen wurde das Gebäude von dem Frankfurter Architekturbüro Meixner Schlüter Wendt. Der Baubeginn lag im Jahr 2025. Das Gebäude soll rund 60 Meter hoch werden und bildet gemeinsam mit einem weiteren, siebenstöckigen Bürogebäude., dem ANQR House, den vierten Bauabschnitt des Hafenpark-Quartiers. Der Neubau ist auf höchste Nachhaltigkeitsstandards ausgerichtet und soll zu den umweltfreundlichsten Hochhäusern Deutschlands zählen.
Die ING will ihren neuen Standort ab 2028 beziehen. Geplant ist eine Nutzung von rund 32.000 Quadratmetern Bürofläche für mehr als 3.000 Mitarbeitende. Insgesamt entstehen im neuen Ensemble gut 64.700 Quadratmeter vermietbare Fläche, wovon die ING rund die Hälfte nutzt: 32.400 Quadratmeter sind auf das individuelle Workplace-Konzept der Bank abgestimmt. Zu dem Hochhaus gehören verschiedene Dachterrassen, teils mit Skyline-Blick, die zusätzliche Arbeits- und Begegnungsflächen bieten sollen. Der zweite Baukörper des Ensembles, das Atrium-Gebäude, umfasst rund 32.500 Quadratmeter Mietfläche auf sieben Ebenen. Dort entstehen moderne und flexibel gestaltbare Arbeitswelten. Herzstück des Gebäudes ist ein großzügiges Atrium mit Townhall-Fläche für Veranstaltungen.
Auch technisch setzt das Projekt hohe Maßstäbe. Das Gebäude soll im Betrieb ohne fossile Energieträger auskommen und unter anderem mit Abwärme aus einem benachbarten Abwasserkanal arbeiten. Ergänzt wird das Energiekonzept durch Photovoltaikanlagen auf den Dächern und in der Fassade. Damit sollen hohe Nachhaltigkeitsstandards erreicht werden, die den Anspruch des Neubaus unterstreichen.
Bauherr und Projektentwickler des Hafenpark-Quartiers ist die Hamburger Unternehmensgruppe B&L Gruppe. Das Unternehmen entwickelt das Quartier seit mehreren Jahren schrittweise zu einem gemischt genutzten Stadtbaustein und hat dort bereits Wohn-, Hotel- und Büroprojekte realisiert, die das Frankfurter Ostend nachhaltig prägen. B&L habe für das Projekt hohe Maßstäbe an ökologische Nachhaltigkeit gesetzt, sagte Geschäftsführer Bernhard Visker. Der vollständige Verzicht auf fossile Energieträger in der Betriebsphase stelle einen wesentlichen Beitrag zur CO₂-Reduktion dar. Die Heizleistung der Gebäude werde überwiegend regenerativ über Abwasser-Wärmenutzungsanlagen erzeugt. Photovoltaikanlagen auf den Dächern sowie in der Fassade ergänzten das Energiekonzept. Auch die Infrastruktur ist auf den neuen Standort ausgerichtet: Alle 540 Auto-Stellplätze sind mit E-Ladesäulen versehen, 300 davon stehen der ING zur Verfügung. Zusätzlich gibt es eine Tiefgarage mit Fahrradaufzug und Platz für 900 Räder.
Für das Quartier bedeutet der Neubau nicht nur zusätzliche Arbeitsplätze, sondern auch einen weiteren Schritt in der Transformation des Frankfurter Ostends zu einem dicht vernetzten, urbanen Standort.




























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