Feierliche Wiederöffnung des DAM nach Sanierung: „Alles soll so aussehen, als ob man nichts gemacht hätte“
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- Redaktion
Das Deutsche Architekturmuseum (DAM) am Frankfurter Museumsufer öffnet diesen Sonntag wieder seine Türen – nach 3,5 Jahren Sanierung. Das Museum ist etwas ganz Besonderes – mit dem Konzept des Haus im Haus von Oswald Mathias Ungers von 1984. In die historische Gründerzeitvilla wurde damals ein abstraktes Haus im Haus gebaut, das sich aus dem Souterrain bis in das dritte Obergeschoss zieht und dort mit einem Satteldach als Haus erkennbar wird. Das gesamte Gebäude ist seit 1984 denkmalgeschützt und nach 40 Jahren entsprachen die innenklimatischen Bedingungen nicht mehr den kuratorischen Standards und eine Komplett-Sanierung des Museums war erforderlich. Während der Sanierung war das DAM im Interimsquartier am Danziger Platz im Ostend untergebracht. Das DAM zeigt nicht nur wechselnde Ausstellungen zu nationalen und internationalen Architektur- und Städtebauthemen des 20./21. Jahrhunderts, sondern setzt sich seit Jahren für klimagarechtes Bauen, herausragende Hochhäuser, Städtebau und auch die Architektur auf dem Land ein.
Eine behutsame Sanierung - wie bei einem barocken Schloss
Ziel der Sanierung war es, die einmalige Architektur von Oswald Mathias Ungers noch mehr zur Galtung kommen zu lassen. Es sollte eine Sanierung erfolgen, bei der alles so aussieht, als sei nichts verändert worden, so der Direktor Peter Cachola Schmal. Das Gebäude und die Architektur von Ungers wurden wie ein barockes Schloß behandelt und alle Details sollten, in enger Abstimmung mit der Tochter von Oswald Mathias Ungers, erhalten bleiben, erklärt Hans Rittmannsperger, der zuständige Architekt, dessen Darmstädter Architekturbüro ist auf die Behandlung von bedeutenden Baudenkmälern spezialisiert ist. Inklusive der Planung hat der gesamte Planungs- und Realisierungsprozess der Sanierung des DAM zehn Jahre in Anspruch genommen, wobei die ursprünglich veranschlagten Kosten von 12,1 Millionen Euro moderat überschritten wurden, auf knapp unter 14 Millionen Euro trotz Pandemie, Lieferengpässen und Kostensteigerungen. Die ursprünglich geplante Zeit für die Sanierungsarbeiten von zwei Jahren konnte aufgrund der genannten Schwierigkeiten nicht eingehalten werden.
Bei der Sanierung wurden die Glasdächer erneuert, die Wände energetisch gedämmt und undichte Stellen in der Fassade beseitigt. Auch alle zwölf kleinen Innenhöfe im Erdgeschoß wurden wieder geöffnet und sie sollen in den nächsten Monaten auch bepflanzt werden. Zudem hat das Museum neue Sonnenschutzverglasung erhalten und Verdunklungen im 1. Obergeschoß. Zudem wurde ein Fluchttunnel auf die Straße eingerichtet. All diese Maßnahmen dienen dem besseren Heiz- und Kühlklima, welches sowohl für Exponate als auch für die Besucher und Mitarbeiter eine wesentliche Verbesserung darstellt.
Der neue Betreiber des Cafés im DAM ist die Frankfurter Neue Küche, die u.a. das Margarete in der Braubachstraße, das Viertel im FOUR und das Pop-up NEUER KAISER betreiben.
Unter dem Motto „Neustart DAM 41“ wird die feierliche Wiedereröffnung und der 41. Geburtstag des Deutschen Architekturmuseums ab Sonntag mit Vorträgen, Workshops, Rundgängen, Live-Musik, der beliebten Legobaustelle für Kinder und einer DJ Party am Abend gefeiert – bei freiem Eintritt.
Zwei neue Ausstellungen werden ab Sonntag zu sehen sein: Die eine zeigt 41 Objekte aus 41 Jahren Museumsarbeit, in der anderen präsentiert der tschechisch-japanische Architekt Osamu Okamura unter dem Titel „Stadt für alle“ seine Ideen für eine partizipative Stadtplanung – mit anregenden und kunterbunten Stadtmodellen.
Hier das komplette Programm der Eröffnung.






























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