CDU - Gruene - FDP - SPD

Zukunftsbild Frankfurt: Was sagt die KI, was die Parteien?

Die Kommunalwahlen am 15.03. sind richtungsweisend für Frankfurt, seine Hochhaus– und Stadtentwicklung. Die Wahlergebnisse werden entscheidend sein, wenn es um Fragen geht, die sich mit der Errichtung von neuen Wolkenkratzern, dem Wohnungsbau, der Gestaltung der Innenstadt und weiteren bedeutsamen Themen auseinandersetzen. In diesem Zusammenhang hat der SKYLINE ATLAS mithilfe von KI konkrete städtebauliche Zukunftsszenarien für das Jahr 2030 entworfen, die sich beispielhaft auf die jeweiligen Parteiprogramme von ausgewählten Parteien wie SPD, CDU, FDP und Bündnis 90/Die Grünen beziehen. Hierbei entstand eine durch KI genierte Visualisierung, welche die parteispezifische, fiktiven Szenarie veranschaulicht. Als Beispiel für diese Zukunftsvisionen haben wir als Redaktion die Hauptwache ausgewählt – ein Ort, an dem die geplanten städtebaulichen Veränderungen besonders deutlich werden könnten.

Wir haben uns bewusst auf vier Parteien beschränkt und sie persönlich zu den einzelnen Szenarien befragt. Ziel dieses Artikels ist es, unseren Leser:innen mithilfe der Visualisierungen auf Basis der konkreten Wahlprogrammen einen anschaulichen Überblick über die städtebaulichen Positionen und Konzepte der Parteien zu vermitteln. Die Szenarien sowie die zentralen Punkte der jeweiligen Parteiprogramme werden im Folgenden knapp vorgestellt und durch die Kommentare der Parteien ergänzt. Die Redaktion bedankt sich an dieser Stelle herzlich für die Rückmeldungen und Einschätzungen der einzelnen Parteien.

Hinweis der Redaktion: Die durch die KI erstellten Szenarien bzw. Illustrationen sind im Rahmen der durch die KI nutzbaren Möglichkeiten erstellt worden und bewusst überspitzt dargestellt. Eine Detailtreue kann dadurch nicht gewährleistet werden.

CDU

Wachstum: Moderate Hochhausentwicklung (vor allem in etablierten Zentren) und Substanzielle Gebäudebewegung im Mittelhochbau (Aufstockungen, 6–12 Geschosse).

Stadtstruktur: Gleichmäßigere urbane Verdichtung, keine sprunghaften „Hochhaus-Explosionen“ sowie Nutzung vorhandener Potenziale in Bestandsquartieren.

Infrastruktur: Planung für ÖPNV-Ausbau auf höherem Niveau, Umsetzung erst gegen Ende der Wahlperiode spürbar.

Sozio-ökonomisch: Entlastung mittlerer Einkommen sowie Sicherheit und Ordnung stärker im Fokus als städtebauliche Ökologie.

CDU - Szenario - 2031 - Hauptwache

Mithilfe von KI generiertes pointiertes Zukunftsbild

KOMMENTAR (Dr. Nils Kößler, Fraktionsgeschäftsführer)

„Viele Elemente Ihres Szenarios greifen zentrale Punkte unseres Wahlprogramms auf, insbesondere die Beschleunigung von Genehmigungsverfahren, die Nutzung von Aufstockungen und Nachverdichtung sowie eine wirtschaftlich tragfähige Stadtentwicklung. Wir haben lediglich drei Anmerkungen:

1 – Die Beschleunigung von Bauverfahren ist ein Kernanliegen. Allerdings entstehen selbst bei optimierten Prozessen größere Hochhausprojekte nicht kurzfristig. Hier sind realistische Zeiträume zu berücksichtigen.

2 – Einen Richtungswechsel bei Hochhäusern können wir in der Politik der CDU nicht ausmachen. Wir bekennen uns zu einer gesteuerten Hochhausentwicklung im Rahmen der bestehenden städtebaulichen Leitlinien, namentlich dem von uns mit beschlossenen Hochhausrahmenplan für Frankfurt.

3 – Soweit das Szenario nahelegt, ökologische Aspekte träten für uns hinter ökonomische Überlegungen zurück, entspricht das nicht unserer Programmatik: Nachhaltigkeit, effiziente Energieversorgung, moderne Infrastruktur und verantwortungsvolle Stadtentwicklung sind integrale Bestandteile unserer Planungsvorstellungen. Beschleunigung bedeutet nicht Absenkung von Standards, sondern effizientere Verfahren.

Unser Ziel ist eine starke, wachsende Stadt: mehr Wohnraum, schnellere Verfahren und klare Prioritäten – damit Frankfurt vorankommt, ohne seine Balance zu verlieren.“

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Stadtbild: Weniger dominanter Hochhausboom, mehr ökologisch geprägte Quartiere mit sozialer Durchmischung.

Klima & Lebensqualität: Neubauten und Stadtteile werden klima- und sozialverträglich geplant; Grünräume dominieren Planungen.

Mobilität: Redesign des öffentlichen Raums zugunsten von Bus, Bahn, Rad und Fußverkehr; sichere und lebenswerte Straßenräume.

Hochhäuser: Entstehen nur unter strengen ökologischen und sozialen Kriterien; klassische Skyline-Strategien stehen nicht im Vordergrund.

Gruene - Szenario - 2031 - Hauptwache

Mithilfe von KI generiertes pointiertes Zukunftsbild

KOMMENTAR (Julia Moniri, stellvertretende Fraktionsvorsitzende)

„Hochhausbau mit Fokus auf Nachhaltigkeit. Eine grüne Mehrheit würde Hochhäuser nur dort fördern, wo klimatisch, sozial und verkehrlich stimmige Konzepte vorliegen. Neue Turm-Projekte müssen hohe Nachhaltigkeitsstandards bereits verbindlich in den städtebaulichen Wettbewerben verankern.

Unser Programm fordert nicht pauschal weniger Hochhäuser, sondern macht ökologische Kriterien zur Grundvoraussetzung. Nachhaltigkeit muss ein zwingender, fester Bestandteil bei allen städtischen Architekturwettbewerben werden. An den bereits beschlossenen Standorten halten wir aber fest. Hochhäuser an neuen Standorten entstehen unter Einhaltung ökologischen Standards: z. B. minimierter CO₂-Fußabdruck und hohe Energieeffizienz.

Neue Hochhausstandorte werden nur dort zugelassen, wo sie städtebaulich und ökologisch verträglich sind, nicht als generelle Dominanten im Stadtbild. Bei Neubauten – ob Hochhaus oder Mittelhochbau – verlangt die Stadt den Nachweis von Klimaverträglichkeitsstandards, wo sie Planungsrecht schafft oder an Wettbewerben beteiligt ist.“

FDP

Hochhäuser:  Moderater Boom: neue Projekte an Knotenpunkten, Rahmenplan gelockert.

Wohnraumerzeugung: Viele Projekte durch Nachverdichtung, Aufstockung, Neubauflächen.

Stadtbild: Mischung aus traditioneller Quartiersbildung und neuen Hochpunkten.

Verwaltung & Genehmigung: Schneller, digital, wirtschaftsfreundlicher
Regulatorischer Rahmen Abbau bürokratischer Hemmnisse, weniger Restriktionen.

FDP - Szenario - 2031 - Hauptwache

Mithilfe von KI generiertes pointiertes Zukunftsbild

KOMMENTAR (Sebastian Papke, Fraktionsvorsitzender)

„Die Analyse fasst unsere wachstumsorientierten Positionen zu Wohnungsneubau, Innenverdichtung und Hochhausentwicklung präzise zusammen. Zur Nachverdichtung ergänze ich, dass sie auch Einkaufsmöglichkeiten und soziale Infrastruktur in den Stadtteilen weiter ermöglicht. Trotz des wachsenden Internethandels und der Zentralisierung in Oberzentren stellt sie damit eine Antwort auf die Herausforderungen für den lokalen Einzelhandel und die soziale Infrastruktur dar.

Die doppelte Innenentwicklung durch Nachverdichtung / Urbanisierung und Begrünung fördert zudem die Klimaanpassung – etwa durch mehr Grünflächen und erhöhte Verdunstung.

Bei Hochhäusern sehen wir eine ansteigende Höhe zum Zentrum hin als vorteilhaft. Entlang der Hauptverkehrsachsen außerhalb der Skyline sollte daher eine gezielte Nachverdichtung und Erhöhung stattfinden, die jedoch keine visuelle Konkurrenz zur Skyline darstellt. Hochhäuser über 60 m Höhe sollten daher außerhalb der Skyline vermieden werden – Ausnahmen wie das EZB-Gebäude sind denkbar.

Wichtig ist uns außerdem, dass Erdgeschossnutzungen das Umfeld beleben und die Skyline viele Highlights in Architektur, Höhe und Nutzung beherbergt. Eine Entwicklung entlang der Mainzer Landstraße Richtung Messe wäre hier eine Bereicherung, da neue Hochhäuser nicht in visueller Konkurrenz zur bestehenden Skyline stehen.

Bei den Satzungen heben wir die Milieuschutzsatzungen als Hauptproblem hervor: Sie behindern aktiv die Nachverdichtung und Modernisierung – beides essenziell für mehr Wohnraum und die Reduzierung des Wärmeverbrauchs.“

SPD

Hochhausentwicklung: Moderat, nur in sozial-ökologisch stimmigen Kontexten.

Wohnungsbau: Sozial gerecht, quartiersorientiert, bezahlbar.

Stadtbild: Vielfalt, urbane Mischung & lebendige Nachbarschaften.

Mobilität: ÖPNV-stark, Rad- und Fußverbindungen verbessert.

Klima & Umwelt: Klimaschutz integriert, Grün- und Freiflächen gestärkt.

SPD - Szenario - 2031 - Hauptwache

Mithilfe von KI generiertes pointiertes Zukunftsbild

KOMMENTAR (lag bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht vor)

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