Drei Festivals in zwei Wochen: Frankfurt wird zur Bühne für Design, Literatur und Rooftops
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- Redaktion
Frankfurt steht im Juni ganz im Zeichen von Kultur, Design und der Rooftops: Innerhalb von zwei Wochen bündeln gleich drei große Formate spannende Einblicke in besondere Orte: die neue Open – Design Week im Rahmen der World Design Capital 2026, das Literaturfestival literaTurm und der Rooftop Day.
Den Auftakt machte am Samstag der Rooftop Day, bei dem über 50 Rooftops ihre Türen öffneten, darunter der neue Dachgarten des FOUR Frankfurt, der Spin Tower, der Balkon des Römers, die Dachterrasse des Städels und das Hotel The Florentin. Und auf der Terrasse des Jüdischen Museums diskutierten Bürger:innen mit drei Dezernaten und dem Direktor des Deutschen Architekturmueums über die geplante Kulturmeile entlang der Wallanlagen – ein städtisches Projekt, das in den nächsten Jahren neue Hochhäuse, kulturelle Infrastruktur, Freiraumgestaltung und urbane Identität in der Innenstadt miteinander verbinden soll.


Premiere der Open – Design Week in Frankfurt als Teil der World Design Capital 2026
Seit dem Wochenende steht auch bei der erstmalig stattfindenden Open – Design Week die Gestaltung der Zukunft in den Fokus. Als Teil der World Design Capital 2026 verwandelt sie Frankfurt RheinMain in ein Netzwerk aus Ausstellungen, Diskursformaten und Interventionen im öffentlichen Raum. Vier zentrale „Spaces“ – vom Museum Angewandte Kunst bis zum Massif E – bündeln Themen wie nachhaltige Ressourcen, wirtschaftliche Wertschöpfung durch Design und internationale kreative Vernetzung. Der Blick richtet sich klar nach vorn: auf Fragen des urbanen Zusammenlebens, der Kreislaufwirtschaft und der Rolle von Gestaltung als gesellschaftliche Praxis. Veranstaltungen wie der Kreativwirtschaftstag oder der World Industrial Design Day zeigen, wie Design zunehmend als strategisches Werkzeug verstanden wird – nicht nur für Produkte, sondern für soziale und räumliche Transformation.


Ein besonderer Höhepunkt folgt am morgigen Dienstag, 9. Juni, mit dem Fokustag der Open in Frankfurt. Zahlreiche Akteurinnen und Akteure der Kreativbranche öffnen ihre Türen für das Publikum und geben Einblicke in aktuelle Arbeitsweisen und Zukunftsfragen – von neuen Arbeitsmodellen bei hauser lacour über das gesellschaftliche Potenzial von Farbe beim Verlag form bis hin zu Markenstrategien bei Jazzunique. Auch Architekturbüros und Gestaltungsstudios wie JOP Architekten, NSYNK oder Studio Sasch sind Teil des Programms und machen ihre Projekte im direkten Austausch erlebbar. Geführte Touren, Design Rides und Shuttle-Angebote vernetzen die Stationen im Stadtraum und ermöglichen einen Zugang zur Frankfurter Kreativ- und Architekturszene. Im Zentrum steht dabei die Frage, welche Rolle Gestaltung für die Zukunft der Stadt spielt. Formate wie der World Industrial Design Day verdeutlichen, dass Design längst über Produktgestaltung hinausgeht und als strategisches Instrument für gesellschaftliche und urbane Transformation verstanden wird.
literaTurm: Literaturlesungen in den Hochhäusern
Mit literaTurm folgt ab heute ein Festival, das den Blick stärker auf gesellschaftliche Tiefenschichten richtet. Bereits zum 13. Mal verwandelt es vom 8. bis 14. Juni die oberen Etagen Frankfurter Hochhäuser alle zwei Jahre in außergewöhnliche Bühnen für Literatur. Im Mittelpunkt steht in diesem Jahr die literarische und gesellschaftliche Auseinandersetzung mit der DDR und den fortbestehenden Ost-West-Differenzen.
In Lesungen, Panels und Diskussionen mit rund 80 Beteiligten werden Fragen von Transformation, Erinnerung und Identität verhandelt. Dass diese Debatten in den Konferenzräumen von Banken und Kanzleien stattfinden, ist dabei mehr als eine kuratorische Besonderheit: Es entsteht ein Spannungsfeld zwischen ökonomischer Architektur und kultureller Reflexion, das die Perspektive auf Stadt und Gesellschaft bewusst verschiebt.

Im Zusammenspiel entfalten die drei Festival Formate ihre besondere Wirkung. Frankfurt wird dabei selbst zur Bühne: Globale Themen wie nachhaltige Stadtentwicklung oder Fragen ostdeutscher Identität werden hier vor Ort verhandelt. So entsteht ein dichtes kulturelles Programm, das die Stadt im Juni zu einem besonders attraktiven Ort für Austausch, Reflexion und neue Ideen macht.






















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