Kulturmeile - Neue - Mainzer - Straße - Frankfurt

Neue Pläne für Kulturmeile ermöglichen 160 Meter Hochhaus in der Neuen Mainzer Straße

Eine Lösung für die Zukunft der Städtischen Bühnen in Frankfurt ist in Sicht. Die sogenannte Kulturmeile mit einem Neubau für das Schauspielhaus soll jetzt doch realisiert werden. Es liegt eine Absichtserklärung für die Bebauung des Areals in der Neuen Mainzer Straße vor, die auch ein neues 160 Meter hohes Hochhaus enthält.

Die neue Lösung, die Oberbürgermeister Mike Josef und Kulturdezernentin Ina Hartwig letzte Woche der Öffentlichkeit präsentiert haben, könnte die langjährige Debatte um die Sanierung des Schauspiels und der Oper beenden. Die jetzige Doppelanlage am Willy-Brandt-Platz soll abgerissen werden und das neue Schauspiel soll an dem neuen Standort der Neuen Mainzer Straße gebaut werden, während der Neubau der Oper am Willy-Brandt-Platz bleiben soll. Dieses Konzept hat den Vorteil, dass die Wallanlage nicht bebaut werden muss und keine alten Bäume gefällt werden müssen.

Die Theater-Doppelanlage an der Gallusanlage in Frankfurt - Abriß oder Sanierung?

Die Absichtserklärung der Landesbank Hessen-Thüringen und der Frankfurter Sparkasse sieht vor, der Stadt Frankfurt das 5.500 Quadratmeter große Grundstück an der Neuen Mainzer Straße per Erbbaurecht zu überlassen, auf dem sich aktuell das Hauptgebäude der Frankfurter Sparkasse befindet. Für das neue Schauspiel ist der südliche Teil des Geländes vorgesehen, während auf der nordwestlichen Seite des Grundstücks ein Gebäudeensemble mit einem 160 Meter hohen Hochhaus der Helaba entstehen könnte.

Ein weiteres Hochhaus in der Neuen Mainzer Straße

Neue Mainzer Straße - denkmalgeschützte Bauten - Kulturmeile

Das neue Hochhaus wäre damit 30 Meter höher als das bisher auf der südöstlichen Seite mit 130 Metern geplante Hochhaus. Es hätte eine Geschossfläche von 63.500 Quadratmetern und könnte auf dem etwa 4.000 Quadratmeter großen Grundstück zwischen dem Japan Center und dem aktuell im Bau befindlichen 205 Meter hohen Central Business Tower der Helaba realisiert werden. An der Neuen Mainzer Straße würde ein großer Platz zwischen dem Japan Center und dem neuen Schauspiel entstehen und die beiden existierenden, denkmalgeschützten Bauten könnten in Teilen in das Hochhaus integriert werden.

Die Stadtverordnetenversammlung wird voraussichtlich nach der Sommerpause einen Entschluss zu diesem Konzept der Kulturmeile fassen, so dass der städtebauliche Wettbewerb ab Sommer 2024 ausgeschrieben werden könnte und der Abriss des Sparkassen-Hauptgebäudes 2027 möglich wäre. Laut aktueller Planung könnte das Schauspiel bis 2031 fertiggestellt sein und zunächst als Interims-Spielstätte der Oper dienen. Das neue Gebäude der Oper am Willy-Brandt-Platz soll 2037 fertig sein, wobei das Schauspiel den Angaben zufolge bis 2037 übergangsweise im Bockenheimer Depot unterkommen soll.

Ob und wann das 160 Meter hohe Hochhaus gebaut werden soll, ist bisher nicht bekannt. Sollte das Konzept der Kulturmeile realisiert werden, werden sich in der Neuen Mainzer Straße die nächsten Jahre zeitgleich mehrere Großbaustellen befinden.

Autor: Dean Vukovic

Holen Sie sich jetzt Ihre Mitgliedschaft

Werden Sie SKYLINE ATLAS Mitglied und finden Sie damit künftig Inhalte besser, die zu Ihnen passen. Damit können Sie auch Artikel unter einem Psyeudonym oder Ihrem Klarnamen kommentieren und demnächst Inhalte wie Fotos veröffentlichen.

Jetzt Mitglied werden
Community

Wie ist Deine Meinung zu diesem Thema?

Kommentar hinterlassen