Luftangriffe auf Frankfurt am Main

Der Zweite Weltkrieg veränderte das Stadtbild für immer

Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg auf Deutschland

Frankfurt am Main wurde im Zweiten Weltkrieg durch zahlreiche Luftangriffe stark beschädigt, wie viele andere deutsche Städte. Doch die Main-Metropole traf es besonders stark.

Nach amtlichen Statistiken kamen im Luftkrieg des Zweiten Weltkriegs in Frankfurt am Main insgesamt 5.559 Menschen ums Leben, darunter 4.822 Einwohner, aber auch Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter. Im Feuersturm der Märzangriffe 1944 verbrannten fast alle bedeutenden Kulturdenkmäler und die gesamte mittelalterliche Altstadt und die Neustadt mit ihren gemeinsam mehr als 1.800 Fachwerkhäusern. Auch andere Stadtteile wie Bockenheim, Rödelheim, Ostend und Oberrad wurden zu über 70% zerstört. Insgesamt wurden etwa 90.000 der 177.600 Wohnungen im Stadtgebiet sowie fast alle öffentlichen Bauten, Schulen, Kirchen und Krankenhäuser vernichtet.

Insgesamt wurden im Zweiten Weltkrieg etwa 75 Luftangriffe auf Frankfurt am Main durchgeführt. Die Angriffe auf Nazi-Deutschland wurden ab Juni 1940 von der Royal Air Force (RAF) geflogen und ab Oktober 1943 auch von den United States Army Air Forces (USAAF) bis März 1945 durchgeführt. Dabei fielen über 26.000 Tonnen Bomben auf das Stadtgebiet. Mehrere Angriffe ab Oktober 1943, vor allem zwei sogenannte Tausend-Bomber-Angriffe am 18. und 22. März 1944, veränderten das Gesicht der Stadt für immer.

Bei Kriegsende 1945 war die Einwohnerzahl Frankfurts von über 553.000 (1939) auf etwa 230.000 gesunken, von denen die Hälfte obdachlos war. Etwa 17 Millionen Kubikmeter Schutt bedeckten die Stadt.

Luftangriffe auf Frankfurt - Die totale Zerstörung im Krieg
Frankfurt am Main im Juni 1945 - Zerstörung durch Luftangriffe auf Nazi-Deutschland - Zerstörung Altstadt und Neustadt

Nach Angaben der Zeitung Daily Express war Frankfurt seinerzeit die am meisten bombardierte Stadt der Welt.

Daily Express: Frankfurt is the most-bombed city of the world during World War II
Frankfurt im Bombenkrieg 1940-44

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Erst der Zweite Weltkrieg sorgte dafür, dass Frankfurt zur Hochhausstadt wurde. Dazu zählte auch die Zerstörung der Innenstadt sowie der vollständige Verlust ihrer städtebaulichen Identität.

4 Kommentare zu “Luftangriffe auf Frankfurt am Main

  1. Edmund Brütting kommentierte: 2 Jahren ago Reply

    Die Bomber kamen über Königsteiner nach Frankfurt, wir mußten in die Keller bis es Entwarnung gab.
    Als Frankfurt im März 1944 brannte war der Himmel feuerrot und auf unserer Straße hätte man Zeitung lesen können.
    Wir hatten hier ein paar Luftminentreffer und verirrte Brandbomben und viele kaputte Fensterscheiben.

  2. ERIKA GENTRY kommentierte: 1 Jahr ago Reply

    Wir wohnten all die Kriegsjahre ueber in Frankfurt und zwar in der Saalgasse 17, ich wollte mal ein Buch schreiben was wir als Kinder so in dem Krieg ueberlebt haben, wenn ich mir die Bilder ansehe tut das heute noch weh.

  3. Hans Rautäschlein kommentierte: 10 Monaten ago Reply

    Mein Elternhaus war damals 1940-1959 in der Klaus- Grothstr.14. Dort so kann ich mich an folgendes Erinnern. alle Bewohner auch meine Mutter u.meine Schwester Friedel,ich sowie ,die Familie Dr.Lutz Willbrand waren im Luftschutzkeller des Hauses. Indiesem waren Luttklappen an den Wänden.Plötzlich Rauschte es darinnen und es schlugen Flammen aus einer Öffnung.Allegingen sofort Raus und sahen Rauch am oberen Stockwerk ,dort wo Wir wohnten .Meine Mutter und ,,Herr Doktor Willbrand gingen nach Oben und konnten da eine Brandbombe ausfindig machen Die die Zimmereecke getroffen ,aber keinen größeren Schaden ausser ,das die seitlicheSchrankwand und die Nähmaschine angesengt waren.Etwas später stürtzte ein Englischer Flieger in das Haus an der Ecke Jean Paulstr ;Grillparzerstr (Fam.Zorn)ein Fliegerund Zerstörte dies Vollständig.Der Pilot sassnoch Tod darinnen.Als der Krieg dann aus war und Die Amis kamen und ich als kleiner Junge das erste mal einen farbigen Menschen im Treppenhaus meinerEltern sah,der war es als käme einer von einer anderen Welt.Die Amis schlugen dort Ihr vorläufiges Quartier dort auf ,BesetztenDr Willbrands Wohnung ,der Flüchten musste weil Er und seine Familie in der NSDAP waren und schmissen alle Nazi utensielien aus dem Fenster.Nebenan im Nachbargrundstück Nr 12 schlugen Sie ihre Feldküche auf. Leider Steht dieses Haus soweit ich weiss nicht mehr .

  4. Hans Rautaeschlein kommentierte: 10 Monaten ago Reply

    Dieses Video beschreibt genau meinen Geburtstag am24.10.1940 im Elisabethenkrankenhaus .
    Diesen Tag Erzählte mir meine Schwester ,die war Jahrgang 1931.

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