Hier kommt die Zukunft: Drees & Sommer pusht Klimaroadmap und nachhaltiges Refurbishment
- Posted on
- Redaktion
Als führender Akteur im Bau- und Immobiliensektor treibt Drees & Sommer den ökologischen und sozialen Wandel zu mehr Nachhaltigkeit in der Branche an. Mit innovativen Lösungen wie einer Klimaroadmap setzt das Unternehmen etwa Maßstäbe in der ESG-Transformation. Ein wesentliches Ziel ist es zudem, beim nachhaltigen Refurbishment Bestandsgebäude energetisch zu modernisieren und gleichzeitig wirtschaftliche und soziale Mehrwerte zu generieren.
Um die Klimaziele der Europäischen Union (EU) bis 2050 zu erreichen, steht der Gebäudesektor mehr als jeder andere Bereich in der Pflicht, seine CO₂-Emissionen zu reduzieren. Drees & Sommer hat hierfür eine digitale Landkarte entwickelt: die Klimaroadmap. Das standardisierte Verfahren ermöglicht es, die CO₂-Emissionen von Bestandsgebäuden sukzessive und effizient zu senken. Durch den in der Roadmap integrierten Weitblick vermeiden Bauherren und Immobilienbesitzer teure Fehlinvestitionen und können Bau- und Sanierungsmaßnahmen langfristig aufeinander abstimmen.
Ein Beispiel für die praktische Umsetzung liefert die Zusammenarbeit mit der Industria Wohnen GmbH. Das Unternehmen, das 18.700 Wohnungen in Deutschland betreut, nutzt die Klimaroadmap, um zwei Spezialfonds klimafreundlich auszurichten. Dies umfasst eine strategische Analyse des Immobilienportfolios, die Identifikation geeigneter Sanierungsmaßnahmen sowie das Entwickeln einer zukunftsorientierten Strategie. Neben der Reduktion von Emissionen und Betriebskosten profitieren auch die Mieter von sinkenden Heizkosten.
Mithilfe der Klimaroadmap können Akteure wie die Industria Wohnen GmbH langfristig Einsparungen realisieren. Gleichzeitig sichern sie so die Werthaltigkeit ihrer Objekte. Ein weiterer Vorteil ist die erhöhte Resilienz gegenüber politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen wie etwa weiter steigenden CO₂-Preisen.
Sanieren im bewohnten Zustand: Großsiedlung Telli als Vorbild für nachhaltige Modernisierung
Die Großsiedlung Telli im Schweizerischen Aarau ist ein Beispiel dafür, wie Sanierungen die Nachhaltigkeit von Bestandsimmobilien verbessern können. Und dies ohne die Lebensqualität der Bewohner zu beeinträchtigen – selbst bei umfangreichen Refurbishments. Die beiden Telli-Hochhäuser entstanden zwischen 1971 und 1991. Als Teil des Schweizerischen Inventars der Kulturgüter von regionaler Bedeutung stellt das Ensemble nicht nur ein Zuhause für etwa ein Achtel der Aarauer Bevölkerung dar, sondern auch ein wichtiges architektonisches Erbe. Die Sanierung in den Jahren 2020 bis 2023 musste sowohl den modernen Anforderungen an Energieeffizienz und Sicherheit entsprechen als auch den architektonischen Charakter bewahren.
Die Dimension des Projekts war beeindruckend: Zwei Gebäude mit 24 Hauseingängen und 581 Wohnungen wurden saniert. Auf einer Fassadenfläche von insgesamt drei Fußballfeldern wurden 1.800 Fassadenelemente erneuert, 1.200 Türen ausgetauscht und 9,5 Kilometer Balkongeländer ersetzt. Mit Kosten von über 100 Millionen Franken zählt das Vorhaben zu den größten seiner Art in der Schweiz. Eine der zentralen Herausforderungen war, dass die Arbeiten im bewohnten Zustand durchgeführt wurden. Dank der durchdachten Planung mussten die rund 1000 Bewohner:innen ihre Wohnungen nur für etwa anderthalb Wochen verlassen, während wichtige Elemente wie Balkone, Türen und Lüftungen ausgetauscht wurden. Die Architekten von Meili Peter & Partner, die über umfassende Erfahrung mit Betonelementbauweise verfügen, spielten eine zentrale Rolle bei der Sanierung der Hochhäuser. Ergänzt wurde das Team durch die Spezialisten von Drees & Sommer. Als Generalplaner und Gesamtprojektleiter sorgten sie für einen reibungslosen Ablauf des Projekts und trugen wesentlich zu dessen Erfolg bei.
Nachhaltige Erfolge: Energieeffizienz und Sicherheit
Die Modernisierung hat die Gebäude energetisch und sicherheitstechnisch auf den neuesten Stand gebracht. Mit einer neuen Fassade, modernen Fenstern und Dächern sowie dem Wechsel von Gas auf Fernwärme konnte der Heizwärmeverbrauch deutlich gesenkt werden. Insgesamt wird der CO₂-Ausstoß um rund 1.000 Tonnen jährlich reduziert.
Eine entscheidende Rolle spielte der Einsatz von Lean Construction Management (LCM). Damit konnte Drees & Sommer sicherstellen, dass Termine verlässlich eingehalten wurden. Die Kommunikation mit den Bewohnern war ein weiterer Schlüsselfaktor: Informationsveranstaltungen, angepasste Bauzeiten und eine spezielle App halfen, die Mieter regelmäßig zu informieren und gegenseitige Unterstützung zu fördern.





























Holen Sie sich jetzt Ihre Mitgliedschaft
Werden Sie SKYLINE ATLAS Mitglied und finden Sie damit künftig Inhalte besser, die zu Ihnen passen. Damit können Sie auch Artikel unter einem Psyeudonym oder Ihrem Klarnamen kommentieren und demnächst Inhalte wie Fotos veröffentlichen.
Jetzt Mitglied werdenWie ist Deine Meinung zu diesem Thema?