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Drohnenflug Frankfurt - Skylineflug mit UAV - Drohnenflug Genehmigung - Drohnenaufstieg in Frankfurt am Main

Drohnenflug Frankfurt

Wo man mit der Drohne fliegen darf und was man beachten muss.

Einige Mitwirkende im SKYLINE ATLAS schreiben nicht nur Berichte und fotografieren die Skyline, sondern sie fliegen auch regelmäßig im Rhein-Main-Gebiet und darüber hinaus mit einem Quadrocopter oder Multicopter. Als Drohnenpiloten in Frankfurt wissen sie ganz genau, worauf es rechtlich gesehen ankommt.

Nicht selten erreichen den SKYLINE ATLAS gleich mehrere Anfragen pro Woche von Menschen, die gerne mit der eigenen Drohne die Skyline von Frankfurt am Main filmen würden und hierzu Fragen haben. Doch zwischen Flugwunsch und Realität der Anforderungen stehen einige Hürden. Wer jedoch alle rechtliche und technische Hürden meistert, dem steht der Himmel offen. Ignoriert man Gesetze und wichtige Rahmenbedingungen, drohen Bußgelder, Unfälle und Schadenersatzforderungen. Dieser Artikel richtet sich an alle, die sich dementsprechend grundlegend informieren wollen.

In eigener Sache: Es gibt zum Thema Drohne fliegen in der Regel keine allgemeingültigen Antworten, da jeder einzelne Flug mit einem Kopter von vielen Faktoren abhängig ist. Insofern dient dieser Artikel lediglich als Einführung in das Thema.

Gesetzliche Anforderungen

Sie benötigen ein Namensschild sowie eine Versicherung.

Eine Drohne ist schnell gekauft oder ausgeliehen: Doch wie genau sehen die ersten Schritte aus bis über Frankfurt mit dem Kopter man fliegen kann? Bei Drohnen gilt das selbe, wie bei vielen anderen Fahrzeugen auch: Übung macht den Meister. Bevor man also als Neuling direkt losfliegt, sollte man unbedingt Praxiserfahrung sammeln. Diese Flugerfahrung sollte man am besten dort sammeln, wo man niemanden stört: in einem unbewohntem Gebiet. Denn einfach fliegen kann jedermann, wenn das Fluggerät nicht mehr als 2 Kilogramm Gewicht hat.

Eine Drohne ist ein Wunderwerk der Technik, und diese Technik kann – auch nach Jahren der Nutzung – den Piloten immer wieder mit neuen Fehlermeldungen oder Fehlfunktionen überraschen. Daher ist es ratsam, sein Fluggerät genau zu kennen und eben regelmäßig zu fliegen. Ohne konstantes Training vergisst man schnell wichtige Handgriffe, wird bei Problemen hektisch und risikiert damit einen Absturz.

Bevor man formal abheben darf, brauchen Sie an der Drohne ein feuerfestes Namensschild (inkl. Abschrift vom Eigentümer und der Handynummer). Außerdem ist eine Drohnenversicherung gesetzlich vorgeschrieben, damit im Schadenfall eine Regulierung möglich wird. Am besten Sie lassen sich hierbei von einem Versicherungsmakler über Drohnen beraten. Denn in manch einer Haftpflichtversicherung ist eine Drohnenabdeckung schon enthalten. In einschlägigen Drohnenforen und Blogs findet man zu den gesetzlichen Anfoderungen entsprechende Tipps, sodass wir davon ausgehen, dass Sie als Pilot*in diese Schritte schon hinter sich haben.

Showstopper

Wo man grundsätzlich nicht fliegen darf.

Als Drohnenpilot*in darf man in Deutschland ganz grundsätzlich nicht über oder entlang von Verkehrswegen fliegen (nicht an oder über Bundesstraßen, Autobahnen und/oder Flüssen). Außerdem ist ein Drohnenflug über Wohngebieten, an Flughäfen, Industrieanlagen, Menschenansammlungen und Naturschutzgebieten verboten. Auch ein Drohnenflug über 100 Meter Höhe über Grund ist nicht erlaubt.

Hat man also einen Ort gefunden wo man fliegen möchte, gilt es in jedem Fall die konkreten Aufstiegsrechte abzuklären. Denn man darf nur dort starten/landen, wo man eine explizite Genehmingung für den Drohnenflug erhalten hat. Dies kann ein privater Grundstückseigentümer sein oder die öffentliche Hand. Fehlt eine solche Genehmigung, darf man streng genommen nicht starten bzw. landen.

Bevor man tatsächlich fliegt

Vorbereitung ist das A und O beim Drohnenflug.

Hat man also mindestens einige Dutzend praktische Flugstunden gesammelt, kann man sich in das städtische Umfeld wagen. Während in Großstädten wie Berlin, Hamburg oder New York City in der Innenstadt ein generelles Drohnenflugverbot herrscht, gibt es eine solche Einschränkung nicht in Frankfurt. Das bedeutet, dass der Otto-Normalbürger dort theoretisch überall mit der Drohne fliegen könnte. Aber: Es gibt in Frankfurt zahlreiche Bereiche mit Kontrollzone oder sonstigen spezifischen Flugbeschränkungen, die in ihrer Gesamtheit ein Fliegen in der Innenstadt ohne Sondergenehmigung unmöglich machen oder zumindest stark einschränken.

Frankfurt - Drohnenerlaubnis - Genehmigung für Drohnenflug - Karte - Kontrollzone in blau (hier darf man nur bis 50 Meter hoch steigen)
Drohnenflug Frankfurt am Main - Wo ist der Aufstieg einer Drohne gestattet?

Im Süden der Stadt Frankfurt befindet sich der nahegelegene Flughafen mit seinen Start- und Landebahnen. Der Luftraum um den Flughafen Frankfurt herum ist daher für Luftfahrzeuge reserviert. Aus diesem Grund liegt über der Frankfurter Innenstadt eine Kontrollzone (auf der Karte in hellblau dargestellt). In dieser Kontrollzone darf man mit seiner Drohne nur bis zu 50 Meter hoch fliegen, unabhängig von sonstigen Einschränkungen.

Solche weiteren Einschränkungen sind beispielsweise:

  • mind. 100 Meter Abstand zu Verkehrswegen (z.B. Autobahn, Main, Bundesstraßen, Zugstrecken).
  • mind. 100 Meter Abstand zu Industrieanlagen
  • mind. 100 Meter Abstand zu öffentlichen Gebäuden (z.B. Polizei, EZB-Standorte)
  • mind. 500 Meter Abstand zu Hubschrauberlandeplätzen (z.B. große Krankenhäuser)
  • mind. 1500 Meter Abstand zum Flughafengrundstück

Und: In den auf der Karte rötlich markierten Bereichen darf man ohne Ausnahmegenehmigung definitiv nicht starten.

Je weiter man von der Frankfurter Innenstadt weg ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass man dort ohne Sondergenehmigung praktisch fliegen darf. Ein großes Problem dabei ist es aber immer noch herauszufinden, ob man am gewählten Standort abheben darf. Hierbei können Apps helfen wie Map2Fly und DFS Drohnen. Doch diese Apps dienen lediglich als Anhaltspunkt dafür, wo man fliegen darf. Denn sie sind keine 100%ige Sicherheit für Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der Informationen. Konkret bedeutet dies, dass ein Drohnenflug in Frankfurt eigentlich erst nördlich der Autobahn A 66 möglich ist, also einige Kilometer nördlich von Bankenviertel und Skyline.

Flug in gesperrten Zonen

Drohnenflüge in der Frankfurter Innenstadt.

Eisenschmidt GmbH in Egelsbach - DFS - Deutsche Flugsicherung - Drohnenführerschein machen - Kursraum mit Teilnehmern - Lernen für den Kenntnisnachweis Drohne

Wie in der Schule: Angehende Drohnenpiloten bei ihrer theoretischen Ausbildung im Eisenschmidt-Schulungszentrum (in Egelsbach bei Frankfurt, Teil der DFS Group – Deutsche Flugsicherung). Nach der Ausbildung muss ein schriftlicher Test abgelegt und bestanden werden.

Wenn Sie sich als Drohnenpilot*in nicht von den Flugeinschränkungen in der Frankfurter Innenstadt abhalten lassen möchten, gibt es nur einen Weg, um offiziell fliegen zu dürfen: Sie benötigen eine Sondererlaubnis vom zuständigen Regierungspräsidium Darmstadt.

Allgemeine Aufstiegsgenehmigung

Die allgemeine Betriebserlaubnis gestattet dem Drohnenpiloten, sich von einzelnen Beschränkungen befreien zu lassen, denen jeder sonstige Bürger ohne eine Sondergenehmigung unterworfen ist. Diese Beschränkungen sind der Betrieb einer Drohne …

  • über Wohngrundstücken;
  • in weniger als 100 Metern seitlichem Abstand von Menschenansammlungen;
  • über und in weniger als 100 Metern im seitlichen Abstand von Bundesfernstraßen, Bundeswasserstraßen und Bahnanlagen;
  • in Naturschutzgebieten.

Eine oder mehrere dieser Beschränkungen kann man für sich aufheben lassen, indem man einen Antrag auf Befreiung von Flugausnahmen (PDF) stellt. Man sollte jedoch vor der Beantragung genau überlegen, wo man überhaupt fliegen möchte. Denn für die Aufhebung jeder einzelnen dieser vier Beschränkungen ist eine Verwaltungsgebühr in Höhe von jeweils 100 Euro zu entrichten. Die Genehmigung einer solchen allgemeinen Betriebserlaubnis gilt ab Genehmigung für zwei Jahre und setzt jedoch zwingend einen Kenntnisnachweis für Drohnen voraus. Diesen Drohnenführerschein kann man beispielsweise durch einen Kenntnisnachweis bei der Eisenschmidt GmbH (Gruppe Deutsche Flugsicherung) in Egelsbach erlangen. Der Online-Kenntnisnachweis des DMFV ist hierfür nicht ausreichend und wird vom Regierungspräsidium nicht akzeptiert.

Spezielle Aufstiegsgenehmigung

Die vorgenannten generellen Ausnahmegenehmigungen erlauben dem versierten Drohnenpiloten beispielsweise den Flug über Bahnlinien, Bundesstraßen und Wohngebieten. Dennoch ist man an eine maximale Flughöhe innerhalb der Frankfurter Kontrollzone gebunden (Flug bis maximal 50 Meter Höhe). Möchte man also in einer Höhe von mehr als 50 Meter fliegen, muss man dies zusätzlich mind. zwei Wochen vor dem Flug beim Regierungspräsidium Darmstadt anmelden und sich genehmigen lassen.

Für eine solche Einzelerlaubnis zur Befreiung von Betriebsverboten, wie den Flug in einer Kontrollzone oberhalb von 50 Meter, muss man beim zuständigen Regierungspräidium einen Antrag stellen (PDF). Dieser Antrag muss den genauen Abflugort, die geplante Flugzeit und den Zweck beinhalten. Für die Beantragung der Einzelerlaubnis muss man bereits eine allgemeine Aufstiegserlaubnis für das betroffene Bundesland vorweisen können (wie oben beschrieben). Für jede Ausnahmeregelung vom Gesetz fallen 100 Euro an. Es kann also sein, dass eine einzelne Ausnahmegenehmigung 200 Euro Kosten oder mehr beim Regierungspräsidium nach sich ziehen kann. Genehmigt das Regierungspräsidium einen Drohnenflug per Einzelerlaubnis, muss man jedoch kurz vor dem Drohnenflug die finale Freigabe von Tower Frankfurt per Telefon anfordern (also bei der Flugsicherung).

Beam me up, Scotty.

Eine Aufstiegsgenehmigung ist immer notwendig.

Profidrohne - DJI Zenmuse Z30 - Drohne für Polizei, Feuerwehr und THW - Rettungsdrohne - DJI Drohne

Eine Profidrohne mit Zenmuse Z30 Objektiv vom Marktführer DJI: Diese Drohne kostet schnell soviel wie ein Mittelklassewagen.

Eine Drohne benötigt zum Abheben zwangsweise immer einen Abflugort und einen Landeplatz. Hat man vom Grundstückseigentümer die Erlaubnis für den Flug, ist man fein raus und hat im besten Fall keine weiteren Kosten zu erwarten. Anders sieht es jedoch aus, wenn man auf öffentlichem Gelände starten möchte. Dann muss man rechtzeitig eine kostenpflichtige Aufstiegsgenehmigung beantragen, und zwar abhängig wo man starten will.

Abheben in einer Grünanlage

Möchte man seine Drohne in einem Park oder einer Grünanlage starten, dann ist hierfür das Grünflächenamt Frankfurt zuständig (veranstaltungen.amt61@stadt-frankfurt.de). Als Drohnenpilot muss man hier mind. drei Wochen vor dem geplanten Abflugtermin eine kostenpflichtige Sondernutzungserlaubnis beantragen. Für Starts und Landungen aus Grünanlagen der Stadt Frankfurt gibt es ein Formular für Drohnenflüge (PDF).

Start über dem Main

Liegt der Start- oder Landeort der Drohne sehr nahe am oder über dem Main, dann ist das Wasser- und Schifffahrtsamt Aschaffenburg zuständig (wsa-aschaffenburg@wsv.bund.de). In diesem Fall muss man mind. drei Wochen vor dem Flug dort eine kostenpflichtige Aufstiegsgenehmigung beantragen.

Flug von öffentlichen Wegen

Für alle anderen öffentlichen Start- und Landeplätze in Frankfurt ist in der Regel das Ordnungsamt Frankfurt zuständig (scv@stadt-frankfurt.de). Liegt also der Startplatz auf einer Straße, dem Mainufer oder einem Platz, dann ist beim Service-Center-Veranstaltung im Ordnungsamt zwei Wochen vor dem angedachten Flugtermin eine kostenpflichtige Sondernutzungsgenehmigung zu beantragen. Die Kosten betragen 158 Euro pro Abflugpunkt. Generell darf man nicht von Gehwegen aus starten oder dort landen. Eine Beantragung einer Sondererlaubnis erfolgt nach Angaben vom Ordnungsamt am besten nach telefonischem Erstkontakt mit dem Ordnungsamt: 069/212-77408

Das Ordnungsamt bietet weiterhin eine „Jahresdrehgenehmigung“ an. Diese kostet 300 Euro und bedeutet, dass Aufnahmen auf/von öffentlichen Flächen erlaubt werden (das ist keine allgemeine Aufstiegsgenehmigung für Drohnen).

Tipp: Wenn Sie einen Antrag für einen Drohnenflug stellen, geben Sie immer ein Zeitfenster an (z.B. „21. März zwischen 12 und 15 Uhr“). Sie können bei der Beantragung optional auch einen Ausweichtermin angeben für den Fall, dass zum Beispiel das Wetter schlecht sein sollte. Dieser Ersatztermin sollte am besten einige Tage später als der Originaltermin liegen, um witterungsbedingte Gründe für einen Flugausfall zu minimieren. Wir haben auch schon gehört, dass eine Serie von Ersatzterminen genehmigt wurde (z.B. „Flug an einem Tag zwischen 03. Juni und 06. Juni, zwischen 12 Uhr und 14 Uhr“).

Nicht vergessen: Behörde informieren!

Kurz vor einem Drohnenflug muss man immer das Ordnungsamt Frankfurt oder die Polizei im jeweils zuständigen Stadtteil informieren (hierfür reicht eine formlose E-Mail aus inkl. eigenem Namen und Handynummer). In der Praxis ist diese Mitteilung circa sechs bis 48 Stunden vor dem geplanten Flug notwendig. Diese Information an die Behörde ist gesetzlich verpflichtend.

Frankfurt Drohnenflug

Dieses Skylinefoto hätte ohne Sondergenehmigungen durch das Regierungspräsidium Darmstadt sowie Freigabe vom Luftsicherheitsbeauftragten der Uniklinik nicht entstehen können. Der Kopterflug fand an mehreren sich überkreuzenden Ausschlußbereichen statt: 1.) Über dem Fluß, 2.) neben Bahnlinien, 3.) neben einer Industrieanlage sowie 4.) in der Nähe eines Hubschrauberlandeplatzes.

Frankfurt Westhafen - Drohnenflug über dem Main und neben einer Bahnlinie - Luftaufnahme Skyline Frankfurt - Mainufer - Luftbild Frankfurt mit DJI Drohne fotografiert

Fragen und Antworten zum Drohnenflug in Frankfurt

Darf jeder mit einer Drohne fliegen?

Es gibt kein gesetzlich geregeltes Mindestalter für einen Drohnenflug. Aufgrund der Komplexität der Flugbeschränkungen und der dichten Bebauung sollten nur Erwachsene in Frankfurt fliegen.

Wie hoch darf man in Deutschland und insbesondere in Frankfurt mit der Drohne fliegen?

In der Regel darf man mit der Drohne in Deutschland bis auf 100 Meter Höhe steigen. In der Innenstadt von Frankfurt sind wegen der Kontrollzone Flüge nur bis 50 Meter Höhe gestattet. Aufgrund der vielen sonstigen Einschränkungen braucht man in der Regel eine allgemeine Aufstiegsgenehmigung vom Regierungspräsidium Darmstadt. Möchte man über 50 Meter Höhe fliegen, braucht man zusätzlich zur allgemeinen Aufstiegsgenehmigung eine Einzelerlaubnis vom Regierungspräsidium Darmstadt.

Was muss ich sonst beachten, wenn ich in Frankfurt mit der Drohne offiziell fliegen will?

Beachten Sie die Persönlichkeits- und Urheberrechte von Personen und sonstigen Rechteinhabern. Sie dürfen beispielsweise nicht Gärten ausspähen, Personen ungefragt fotografieren oder bestimmte Bauwerke ablichten. Besonders problematisch ist diese Thematik, wenn Sie diese Inhalte anschließend im Internet veröffentlichen.

Stellen Sie außerdem sicher, dass sie nicht zu nahe an Gebäude heranfliegen (Faustregel: mindestens 15 Meter Abstand). Drohnen sind sehr anfällig für Fassadenreflexionen und können leicht manövrierunfähig werden. In solch einem Fall fliegen Kopter unkontrollierbar und können gegen Hindernisse abschmieren, ohne dass der Pilot Einfluss auf das Flugverhalten nehmen kann. In solchen Fällen droht Totalverlust der Drohne, Verletzte am Boden, Schadenersatzforderungen und Strafanzeigen. Bei einem Unfallschaden könnte sich außerdem Ihre Drohnenversicherung darauf berufen, dass sie vorsätzlich gehandelt hätten, was einen Wegfall der Leistungspflicht zur Folge habe könnte.

Was ist eine Aufstiegsgenehmigung?

Eine Aufstiegsgenehmigung ist eine Erlaubnis für den Start und die Landung einer Drohne. Diese Genehmigung ist vom jeweiligen Grundstückseigentümer notwendig, von dessen Grundstück die Drohne tatsächlich startet bzw. landet. Diese Genehmigung kann dem Piloten gegenüber mündlich erfolgen und muss nirgendwo vorgelegt werden.

Fliegt man mit der Drohne in einem Bereich von Frankfurt, beispielsweise über einen Fluß, dann benötigt man zusätzlich zur Aufstiegsgenehmigung vom Grundstückseigentümer eine allgemeine Aufstiegsgenehmigung von einem Regierungspräsidium des jeweiligen Bundeslandes (in Hessen sind hier das Regierungspräsidium Darmstadt und das Regierungspräsidium Kassel für diese Genehmigungserteilung zuständig). Die allgemeine Aufstiegsgenehmigung kann nicht durch das Regierungspräsidium verwehrt werden, solange die Voraussetzungen für die Erfüllung der Genehmigungserfordernisse vorliegen. Diese Genehmigung können Sie per E-Mail beantragen durch Einsendung von den eingescannten Antragsunterlagen, Sie erhalten aber eine Antwort schriftlich auf dem Postweg (und ggf. zusätzlich textlich per E-Mail).

Möchte man beispielsweise außerdem die gesetzlich festgelegte Maximalhöhe von 50 Meter innerhalb der Kontrollzone Frankfurt überschreiten, reicht auch die allgemeine Aufstiegsgenehmigung nicht mehr aus. In diesem Fall muss man zusätzlich beim für Frankfurt zuständigen Regierungspräsidium (Darmstadt) eine Einzelerlaubnis beantragen. Diese Genehmigung können Sie per E-Mail beantragen durch Einsendung von den eingescannten Antragsunterlagen, Sie erhalten aber eine Antwort schriftlich auf dem Postweg (und ggf. zusätzlich textlich per E-Mail).

Alle vom Regierungspräsidium erteilten Genehmigungen sind am Flugtag mitzuführen, ebenso wie der Personalausweis, der Drohnenführerschein und eine Kopie vom Versicherungsschein der Drohne. Denn diese Unterlagen können bei einer Kontrolle durch die Polizei oder das Ordnungsamt am Flugort zur Begutachtung verlangt werden.

Bei welcher Witterung oder Tageszeit sollte man fliegen?

Es versteht sich von selbst, dass die besten Aufnahmen mit einer Drohne bei guten Wetterbedingungen entstehen. Vermeiden Sie insbesondere Flüge mit Ihrem Multikopter, wenn es zu windig ist. Denn dann kann eine Drohne ins Trudeln geraten.

Die besten Drohnenfotos und Drohnenfilme entstehen, wenn Sie zu Tagesanbruch oder in der Abenddämmerung fliegen. Sie können das aktuelle Wetter über der Skyline von Frankfurt am besten über die Frankfurt Skyline Webcam von Hi.Res.Cam verfolgen.

Sind die Drohnengesetze überall gleich?

Nein, die Gesetze für den Umgang mit Drohnen sind aufgrund der Historie nicht einheitlich geregelt. Es existiert bisher auf europäischer oder gar internationalen Ebene keine einheitliche Regelung für den Umgang mit Koptern. Daher hat beispielsweise der deutsche Drohnenführerschein keine Relevanz bzw. Akzeptanz in anderen Ländern. Derzeit arbeitet die EU an der Erarbeitung des einheitlichen gesetzlichen Rahmens für den Umgang mit UAV. Diese Regelungen sollten ursprünglich bis 2019 in Kraft treten, doch bisher ist dies nicht erfolgt. Es ist also davon auszugehen, dass diese im Jahre 2020 Realität werden. Dann werden sich die auf dieser Seite genannten Rahmenbedingungen für Drohnenflüge ändern.

Haben Sie nach dem Lesen dieses Artikels die Lust am selber fliegen verloren?

Kein Problem, wir helfen gerne wenn Sie einen Drohnenpilot Frankfurt suchen.

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