interxion-rechenzentrum-drees-und-sommer-neckermann-areal

Das Neckermann-Areal wird zum Rechenzentrum

Wie mit Drees & Sommer ein vergessener Architektur-Klassiker der Nachkriegszeit zum High Tech Hotspot mit Nachhaltigkeitsanspruch wird.

In der Neckermann-Versandhauszentrale in Frankfurt am Main schrieben einst tausende von Mitarbeitenden Wirtschaftsgeschichte. Jahrzehnte lang schlug dort das Herz des deutschen Versandhandels. Doch nach dem Neckermann-Aus 2012 verwaiste das Gebäude und der von Egon Eiermann entworfene und 1958 – 1960 gebaute Architekturklassiker drohte zu verfallen. Rund zehn Jahre später entsteht auf dem Areal nun der Digital Park Fechenheim mit hochmodernen Rechenzentren und dem ehemaligen Neckermann-Versandhaus als Herzstück.

Rechenzentren Boom in Frankfurt

Der Markt für Rechenzentren am Standort Frankfurt hat sich in den vergangenen Jahren stark entwickelt. Streng genommen beschränkt sich die Entwicklung von Rechenzentren auch nicht nur auf das Stadtgebiet von Frankfurt am Main selbst. In der gesamten Rhein-Main-Region entstehen Cluster für Rechenzentren, wobei diese stets die Nähe zum DE-CIX (dem weltweit größten Internet-Peering-Point) bevorzugen. Hotspots für Data Center im Großraum Frankfurt sind insbesondere der Osten von Frankfurt, Sossenheim, das Gallus, das Kaiserleigebiet in Offenbach, Hattersheim und Rüsselsheim. Der Grund für die regionale Verteilung der Rechenzentren ist, dass Cloudanbieter aus Gründen der Risikostreuung die Standorte häufig verteilen und dann miteinander koppeln. Zwischen den einzelnen Standorten liegt in der Regel eine Entfernung von mind. 20 Kilometern, damit im Falle einer Leistungsunterbrechung ein nahegelegenes Rechenzentrum die Arbeit übernehmen kann.

Vom Lost Place zum Digital Space

Im Juli 2020 kündigte Interxion: A Digital Reality Company an, den ehemaligen Sitz vom Versandhändler Neckermann zu einem großen IT-Standort zu entwickeln. Drees & Sommer unterstützt Interxion dabei in der ganzheitlichen Beratung, Planung und Projektentwicklung des Bauvorhabens.

Die integrale Gesamtplanung erfolgt vollständig über Building Information Modeling (BIM) und die komplette Projektbearbeitung ist in einer Cloud aufgesetzt. Die Grundidee: Das architektonische Erbe Eiermanns soll erkennbar bleiben, respektive wieder sichtbar herausgearbeitet werden. Alle denkmalgeschützten Gebäude des Areals werden durch ein städtebauliches Gesamtkonzept für das 10,5 Hektar große Areal wieder zu einem Campus zusammengeführt. Für den Betrieb des Gebäudes kommt ein innovatives Gebäudetechnikkonzept zur Anwendung. So wird ein Teil des Stromes auf dem  Areal durch Photovoltaik erzeugt. Für das Beheizen der Büro- und Lagerräume des Gebäudes soll die Abwärme der anliegenden Rechenzentren genutzt werden.

interxion-rechenzentrum-frankfurt-neckermann-areal-drees-und-sommer
Rechenzentrum-interxion-frankfurt-neckermann-areal-drees-und-sommer

Dirk Kahl, Associate Partner bei Drees & Sommer, leitet den Umbau und erklärt: „Das Projekt ist ein gutes Beispiel für ein nachhaltiges Umnutzungskonzept relevanter bestehender Bausubstanz. Das Revitalisieren von Gebäuden rückt im Hinblick auf Klimaneutralität immer stärker in den Fokus. Denn eine Bestandsimmobilie hat gegenüber einem Neubau immer einen CO2-Vorsprung.“

Neckermann-areal-frankfurt-interxion-rechenzentrum-drees-und-sommer

Das alte Neckermann Areal in Frankfurt-Fechenheim

Für Drees & Sommer stellt die Transformation des Neckermann-Areals zum modernen Rechenzentrum eine Herausforderung auf mehreren Ebenen dar. Dabei soll das architektonische Erbe mit den Anforderungen eines Rechenzentrums an Sicherheit, Technik und Nachhaltigkeit verbunden werden und gleichzeitig ein lebenswertes und effizientes Gebäude geschaffen werden.

Sie sind Planerin oder Planer und wollen sich fachlich und persönlich weiterentwickeln? Dann bringen Sie Ihre Fachkompetenz und Ihr Engagement in spannende Projekte ein. 

Hier erfahren Sie mehr zu den Einstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten bei Drees & Sommer.

Kommentar hinterlassen