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Sozialer Wohnungsbau in Frankfurt - Wohnung in Frankfurt - Definition gefördertes Wohnen

Was ist sozialer Wohnungsbau und wie wird er gefördert?

Als sozialen Wohnungsbau bezeichnet man in Deutschland den staatlich geförderten Bau von Wohnungen, insbesondere für soziale Gruppen, die ihren Wohnungsbedarf nicht am freien Wohnungsmarkt decken können. Neben den persönlichen Voraussetzungen, die Mieter mit dem Wohnberechtigungsschein nachweisen müssen, gibt es eine höchstzulässige Miete („Kostenmiete“), wie sie im deutschen Wohnungsbindungsgesetz (WoBindG) geregelt ist.

Das Ziel im sozialen Wohnungsbau ist es, die Versorgung breiter Schichten des Volkes mit Wohnraum zu tragbaren Bedingungen sicherzustellen. Um öffentliche Mittel bewilligt zu bekommen, müssen bestimmte gesetzlich definierte Standards eingehalten werden. Einen Rechtsanspruch auf eine Sozialwohnung gibt es nicht. Makler dürfen bei Vermittlung von Sozialwohnungen vom Mieter keine Provision fordern, wohl aber vom Vermieter.

  • Der 1. Förderweg (Förderweg 1) dient der Finanzierung von Sozialwohnungen, die den einkommensschwächsten Schichten der Bevölkerung vorbehalten sind.
  • Der 2. Förderweg (Förderweg 2) soll seit 1966 denen Hilfe bieten, die über etwas höhere Einkommen verfügen und in der Lage sind, zum Beispiel durch den Bau eines Eigenheims oder den Kauf einer Eigentumswohnung eine preiswerte öffentlich geförderte Wohnung für Bedürftige freizumachen.
  • Der 3. Förderweg (Förderweg 3) wird als sogenannte vereinbarte Förderung bezeichnet. Mit dem Eigentümer bzw. Bauherrn der Wohnung wird eine bestimmte Wohnungsgröße und eine zukünftige Miete vereinbart, die über eine ebenso vereinbarte Zeit nicht steigen soll.

In Frankfurt kommen regelmäßig der 1. Förderweg und 2. Förderweg zur Anwendung.

Am 1. Januar 2002 ist das Wohnraumförderungsgesetz in Kraft getreten, das für den Sozialen Wohnungsbau eine Zäsur bedeutet. Dabei wird nicht mehr auf die Förderung breiter Schichten der Bevölkerung, sondern nur noch auf bedürftige Haushalte abgestellt, die sich am Markt nicht selbst versorgen können und auf Unterstützung angewiesen sind. Außerdem wird jetzt auch der Wohnungsbestand und der Erwerb von bestehenden Wohnungen in die Förderung mit einbezogen.

Im Mai 2020 wurde der Baulandbeschluss gefasst, der verbindliche Quoten für die Förderung von Wohnungsbau definiert.

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