Frankfurt neuer Stadtteil - Steinbach - Eschborn- Praunheim - Niederursel

Frankfurt Neuer Stadtteil im Westen geplant

Frankfurt stellt endlich eine große Weiche für weiteres Wachstum der Einwohner – es soll in Frankfurt neuer Stadtteil entstehen. Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) hat den Vorschlag der Römer-Koalition aus CDU, SPD und Grüne für den Standort eines neuen Stadtteils präsentiert. Im Westen des Frankfurter Stadtgebiets könnte danach auf beiden Seiten der Autobahn A5 ein neues Quartier auf einem etwa 550 Hektar großen Gebiet entstehen. Das Gebiet würde an die Stadtteile Niederursel und Praunheim angrenzen und quasi an den Stadtgrenzen von Eschborn und Steinbach enden.

Davon seien rund 190 Hektar Bauland, auf dem nach Angabe der Stadt Frankfurt zwischen 8.550 und 11.400 neue Wohnungen entstehen können. Weitere Untersuchungen zur Baulandbereitstellung sollen folgen, kündigte Planungsdezernent Mike Josef an. Damit sollen auch die Grundstückspreise auf dem gegenwärtigen Niveau gehalten, um Spekulationen zu verhindern.

Mittlerweile wurden – wie bei solchen Projekten in Deutschland mittlerweile leider üblich – zahlreiche Bedenken geäußert. Insbesondere die FDP in Steinbach reagierte abweisend auf die Planungen. Die Politiker in Steinbach sehen hier keine Chancen, sondern wollen Altes bewahren. Dabei wird hier verkannt, dass sich Städte weiterentwickeln: Aus Siedlungen werden Dörfer, aus Dörfern werden Gemeinden, aus Gemeinden werden Städte und aus Städten werden Metropolen. In diesem Sinne müsste im Frankfurter Westen vor allem ein dichter, lebendiger Stadtteil entstehen mit Potenzial zum Verweilen. Bitte nicht nur Reihenhäuser und eine Schlafstadt — denn davon gibt es im Umland nämlich genug!

Eine Weiterentwicklung von Orten traf und trifft auf alle Gemeinden zu. Dieser Entwicklung kann und wird sich auch Steinbach nicht entziehen können in Sachen Frankfurt neuer Stadtteil. Gerade in Metropolregionen werden Stadt- und Gemeindegrenzen zunehmend irrelevant, weil die Menschen die Region in ihrer Gesamtheit erleben: Man wohnt in Steinbach, geht in Eschborn ins Kino, besucht Festivals in Frankfurt oder wandert durch den Odenwald. Steinbach ist also genauso Frankfurt Rhein-Main, wie Eschborn zu Dreieich gehört. Ohne Frankfurt wäre Steinbach nichts. Ohne Offenbach würde es Frankfurt schlechter gehen. Genau das fühlen doch die Menschen!

Administrative Grenzen sind ein Relikt aus dem letzten Jahrhundert und haben mit unserer vernetzten Realität immer weniger zu tun. Wir sollten uns alle freuen, wenn Fortschritt und Weiterentwicklung unser Leben bereichert. Die Weiterentwicklung der Region Frankfurt sollte aber nicht nur punktuell im Frankfurter Westen erfolgen sondern parallel dazu an weiteren Standorten. Fährt man beispielsweise mit der S1 von Offenbach nach Frankfurt, so fährt man tatsächlich an Gemüsefeldern (!!!!) vorbei, nicht unweit der EZB. Da fragt man sich zurecht: Warum schafft man dort nicht Wohnraum, Arbeitsplätze oder zumindest Park- und Spielanlagen, die dann auch von der wachsenden Bevölkerung genutzt werden können. Gemüse können wir doch außerhalb anbauen!

Phorio: Die Städte Eschborn, Steinbach und Frankfurt am Main

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