Mike Josef will den Hochhausbau - wie hier die EZB - beschränken

Mike Josef will Hochhausbau beschränken

Der Frankfurter Planungsdezernent Mike Josef (SPD) beabsichtigt, neue Hochhausentwicklungen in Frankfurt nur noch in klar begrenzten Bereichen zu ermöglichen. Wie aus verschiedenen Presseveröffentlichungen in den letzten Tagen hervorgeht, soll damit „Spekulation“ entgegen gewirkt werden. Der neue Hochhausrahmenplan, der im nächsten Jahr vorgelegt wird, soll entsprechende Entwicklungsvorgaben zementieren. Damit möchte der Planungsdezernent die gängige Praxis der Stadt Frankfurt beenden, auch in Ausnahmefällen eine Genehmigung für geplante Hochhausstandorte auszusprechen. Fachleute aus der Immobilienwirtschaft halten diese Entscheidung für falsch weil sie gängiger Planungspraxis widerspräche. Moderne Hochhauswohnungen sind nur von besser verdienenden Arbeitnehmern zu finanzieren und diese Standorte stünden nicht in Konkurrenz zu günstigen Wohnstandorten.

Mike Josef kann seit Beginn seiner Amtszeit auf kaum nennenswerte und stadtpolitisch relevante Entwicklungen zurückblicken. Statt entschieden für die Ausweisung von Expansionsflächen zu werben, wird Flickschusterei betrieben, lediglich mit Nachverdichtung geworben und damit wertvolle Zeit bei der Stadterweiterung verschwendet. Die Entscheidung für die Einschränkung von Hochhausstandorten lenkt von den eigentlichen Herausforderungen der stadtplanerischen Aufgaben ab. Mike Josef wäre besser beraten, eindeutig Position für Expansion zu setzen damit Wohnraum bezahlbar wird. Die Stadt Frankfurt kann von Glück reden, dass der ehemalige Planungsdezernent Dr. Martin Wentz mit Weitsicht etliche stadtplanerische Großprojekte auf den Weg brachte, von der die Stadt noch heute profitiert. Herr Wentz hat große stadtplanerische Fußspuren hinterlassen, die keiner seiner Amtsnachfolger bisher auch nur annähernd füllen konnte.

Eine Beschränkung von Hochhausstandorten wird nicht zur Entlastung der Mittelschicht in Sachen Wohnen führen sondern höchstwahrscheinlich wieder nur ein Puzzlestein sein, der eine Verknappung von Flächen fördert. Die Wähler werden diese Politik nicht belohnen in Zeiten von immer teurer werdenden Wohnungen, knapper Kindergartenplätzen, fehlender Schulen, schlechter ÖPNV-Ausgestaltung und teuren Parkplätzen. Die Stadt Frankfurt muss endlich strategisch handeln!

Foto: Der Hochhausbau der EZB entstand an einem Standort, der nicht in einem Hochhausentwicklungsplan vorgesehen war und die gesamte Entwicklung des Frankfurter Ostens nachhaltig beeinflusst hat.

Phorio: Alle Hochhäuser in Frankfurt am Main

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