Ferdinand Heide gewinnt Wettbewerb für die Gallusanlage 8
- Posted on
- Redaktion
Das Frankfurter Architekturbüro Ferdinand Heide Architekten konnte sich im Rahmen eines Architekturwettbewerbs mit seinem Entwurf für den Wolkenkratzer an der Gallusanlage 8 durchsetzen. Dabei lobte die Jury die zeitlose und städtebaulich durchdachte Gestaltung. Besonders überzeugend ist die Einbindung in den städtischen Kontext, die intelligente Sockel- und Nutzungskonzeption sowie Aspekte der Nachhaltigkeit und Funktionalität. Der schlank proportionierte Büroturm, der zusammen mit dem 60 Meter hohen Wohnturm auf einem Sockel steht, ist so positioniert, dass der benachbarte Silberturm weiterhin als prägendes Element der Skyline ablesbar bleibt. Gleichzeitig ergänzt der neue Hochpunkt das bestehende Cluster. Der abgestufte Sockel soll den Abstand zu den Neckarvillen beibehalten und sich dennoch an der Gallusanlage in Richtung Wallanlagen öffnen. Hier soll ein vertikaler Canyon, der sich über mehrere Geschosse zieht und als öffentlicher Innenraum funktioniert, realisiert werden. Als urbane Promenade verbindet er Erdgeschoss und Turm und bietet dabei Raum für Kultur-, Veranstaltungs- und Gastronomienutzungen. Damit orientiert sich der bronzefarbene Turm an dem städtischen Ziel, Hochhäuser multifunktional aufzustellen und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Der Wolkenkratzer soll 35 Geschosse umfassen, wobei unterschiedliche Bürotypen sowie individuelle Mieterausbauten möglich sein sollen. Pro Stockwerk sind zwei bis vier Nutzungseinheiten vorgesehen. Die Räume werden drei Meter hoch sein. Der 60 Meter hohe Wohnturm wird sowohl gefördertes Wohnen als auch frei finanzierte Wohnungen beinhalten. Hinzu kommt ein Hotel mit rund 250 Zimmern, dessen Veranstaltungsbereiche eng mit dem öffentlichen Canyon verknüpft sein sollen.
Konstruktion und Materialität folgen einem zirkulären sowie langlebigen Konzept: Der Büroturm wird in Stahlbeton ausgeführt, Wohn- und Hotelbereiche als Holz-Hybrid-Konstruktion realisert. Alterungsfähige Fassaden aus Baubronze und Keramik unterstreichen den zeitlosen Charakter des Ensembles in der Skyline. Das Energie- und Technikkonzept setzt auf Photovoltaik, reversible Wärmepumpen sowie Wasser- und Eisspeicher zur Nutzung interner Wärmeströme. Begrünte Dächer, Regenwasserrückhaltung und ressourcenschonende Systeme ergänzen den nachhaltigen Ansatz.


























Holen Sie sich jetzt Ihre Mitgliedschaft
Werden Sie SKYLINE ATLAS Mitglied und finden Sie damit künftig Inhalte besser, die zu Ihnen passen. Damit können Sie auch Artikel unter einem Psyeudonym oder Ihrem Klarnamen kommentieren und demnächst Inhalte wie Fotos veröffentlichen.
Jetzt Mitglied werdenWie ist Deine Meinung zu diesem Thema?