Eine Rekonstruktion ist in Architektur und Denkmalpflege die weitgehend vorbildgerechte Wiederherstellung von zerstörten Baudenkmalen, historischen Gebäuden oder Gebäudeteilen. Die Rekonstruktion von Bauwerken ist seit Jahrhunderten gängige Praxis. Eine Rekonstruktion wird auch Wiederaufbau genannt.
Überwiegend werden baukulturell und kunsthistorisch bedeutsame Gebäude und Ensembles rekonstruiert, meist nach Kriegszerstörung, Verfall, baulicher Veränderung (etwa Entstuckung) oder Abriss. Viele rekonstruierte Bauten sind heute selbst Kulturdenkmale, einige gehören sogar zum Weltkulturerbe der UNESCO. Besonders häufig werden Rekonstruktionen in Kulturregionen vorgenommen, die durch Kriegsverluste und viele nachkriegszeitliche Abrisse von Kulturgütern geprägt sind, etwa in Polen und in Deutschland.
Bei der Wiederherstellung einzelner Gebäudeteile an einem bestehenden Gebäude, etwa einer Fassade nach einer Entstuckung, spricht man auch von Teilrekonstruktion.
In der von 1949 bis 1990 bestehenden DDR wurde der Begriff Rekonstruktion im Bauwesen oft lediglich für eine Erneuerung, Sanierung bzw. Modernisierung von Bauwerken verwendet, ohne denkmalpflegerische Absichten oder Wiederaufbaupläne. Auch im englischen Sprachraum war diese Begriffsverwendung lange üblich.






















