Altes Polizeipräsidium Frankfurt

Investor kauft Altes Polizeipräsidium in Frankfurt

Das Alte Polizeipräsidium an der Friedrich-Ebert-Anlage in Frankfurt wechselt den Besitzer. Der Düsseldorfer Projektentwickler Gerch Group kauft das Grundstück in Bestlage mit samt bestehender Bebauung für 212,5 Mio. Euro. Die bisherigen Gebäude sollen alle abgerissen werden und rund 800 Millionen Euro sollen in eine Neubebauung des Grundstücks fließen. Um das Projekt haben Land und Stadt heftig gestritten. Baubeginn soll 2022 sein, fertig werde das Gesamtprojekt wohl bis 2026.

Diese Angaben gab Hessens Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) bekannt. „Frankfurt kann sich freuen. An prominenter Stelle in der Stadt tut sich nun etwas“, sagte er. In den kommenden Jahren könnten auf dem Gebiet zwischen Hauptbahnhof und Messe ein modernes Gebäudeensemble mit Wohnungen, Büros und einem Hotel entstehen. Der Finanzminister sagte weiter, es komme eine Kindertagesstätte hinzu sowie eine Turnhalle für die Falkschule.

Damit sind nach Ansicht des Finanzministers Schäfer die Anforderungen, die die Stadt Frankfurt an die künftige Nutzung des Geländes gestellt hat, erfüllt. Den Verkaufserlös will das Land Hessen vollständig im Raum Frankfurt reinvestieren, laut Minister vor allem im Bereich Bildung und Wohnungsbau.

Das bisher dem Land gehörende Gelände mit dem früheren Polizeipräsidium umfasst mehr als 15.000 Quadratmeter Fläche. Was genau neu gebaut werden soll, wird ein Architekten-Wettbewerb entscheiden. Das Baurecht ermöglicht an dem Ort ein gemischt genutztes Quartier aus Wohnen, Büro und Hotel, auf dem auch ein Hochhaus mit maximal 145 Metern Höhe entstehen kann.

Das seit 2002 leerstehende ehemalige Polizeipräsidium ist heute baufällig. Im September 2017 startete das Land das Verkaufsverfahren, bei dem es mit mehreren Interessenten verhandelte. Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) warf dem Land vor, es treibe wie ein „privater Spekulant“ den Preis für das Gelände so stark in die Höhe, dass dort Luxuswohnungen und teure Büros entstünden. Der hohe Verkaufspreis vom Grundstück an die Gerch Group würde spätere Kaufpreise bei den Wohnungen jenseits der 10.000 Euro pro Quadratmeter verursachen, so die Kritik von Lokalpolitikern.

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