SIGNA Hochhausplan Opernplatz - Frankfurt am Main 2022

Opernplatz: SIGNA arbeitet weiter an Plänen zum Hochhausbau

Die Zukunft der vakanten Fläche am Opernplatz 2 ist nach wie vor ungeklärt. Doch nun scheinen sich neue Entwicklungen rund um die Planung eines ca. 60 Meter hohen Hochhauses anzubahnen. Das Immobilienunternehmen SIGNA Prime Selection AG hatte 2019 das Grundstück schräg gegenüber der Alten Oper von der Allianz Real Estate GmbH erworben und plant seitdem die Entwicklung eines Hochhauses an diesem Standort. Allerdings stand das Frankfurter Planungsdezernat den Plänen der SIGNA lange Zeit eher kritisch gegenüber. „Wir sind skeptisch, ob ein Hochhaus am Opernplatz möglich ist“, ließ deren Sprecher Mark Gellert im Frühjahr noch verlauten. Der Opernplatz sei ein „sensibler Standort“, bei welchem sorgfältig alle Auswirkungen einer Bebauung untersucht werden müssten. Vor allem wolle man verhindern, dass durch den Bau eines Hochhauses der Platz an der Alten Oper verschattet werden würde.

"Vor- und Nachteile": Römer-Koalition noch uneins

Nachdem die SIGNA im vergangenen Jahr dem Wunsch der Stadt Frankfurt nachgekommen war, die Karstadt-Filiale auf der Zeil bis mindestens 2025 offen zu halten, erklärte sich das Planungsdezernat im Gegenzug bereit, die Pläne für ein Hochhaus am Opernplatz 2 nochmal zu prüfen. Ohnehin liegt das Gelände in einem Bereich, der für die Fortschreibung des Hochhausrahmenplans untersucht werden soll. So heißt es nun aus dem Planungsdezernat: „Wir haben eine offene Überprüfung des Standorts zugesagt und sind in der politischen Abstimmung.“ Die SPD sehe „Vor- und Nachtteile“ eines Hochhauses am Opernplatz, so deren Fraktionsvorsitzende Ursula Busch. Die FDP-Fraktion im Römer äußerte sich dagegen überwiegend positiv: „Die Skyline würde an dieser Stelle einen Abschluss bekommen“, so deren planungspolitischer Sprecher Sebastian Papke.

Allerdings müsse die Stadt noch Fragen zur Fernwirkung eines 60 Meter hohen Hochhauses an diesem Standort klären. Würde die markante Silhouette der Frankfurter Skyline durch so eine „abgetreppte Lösung“ überhaupt erweitert werden oder riskiere man dadurch nicht unnötig, die Aufenthaltsqualität des unter Frankfurtern so beliebten Opernplatzes zu gefährden? Um dies zu verhindern, würde das neue Hochhaus im Falle einer Verwirklichung so weit wie möglich nach Süden neben das als „Citibank-Hochhaus“ bekannte Bürohaus an der Alten Oper verschoben werden. Der Zugang zum Opernplatz sei dann über einen niedrigeren etwa siebengeschossigen Gebäudesockel gewährleistet. Der Turm würde so einem stehenden L ähneln.

SIGNA Hochhausplan Opernplatz - Frankfurt am Main 2022

Ob eine Realisierung des von der SIGNA geplanten Hochhauses möglich ist, soll sich spätestens im Frühsommer klären, so Mike Josefs Referent Marcus Gwechenberger. Würde sich das Planungsdezernat erneut dagegen entscheiden, wolle man den ursprünglich geplanten achtgeschossigen Neubau auf Grundlage des gültigen Bebauungsplans „flott“ zur Realisierung bringen.

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