Update: Die Zukunft der Siemens-Türme am Kaiserlei ist erneut ungewiss
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- Redaktion
Update: Die Zukunft der Siemens-Türme am Kaiserlei-Kreisel in Offenbach ist wieder völlig offen. Neu ist, dass jetzt doch der Abriss diskutiert wird. Die bisherigen Pläne der Hamburger Becken Group, die Betonskelette zu erhalten und in ein Studentenwohnheim umzubauen, sind aktuell in Frage gestellt, da der Geschäftsführer der Hamburger Becken Holding, Jörn Stobbe, das Unternehmen nach vierjähriger Tätigkeit überraschend verlassen hat. Stobbe wolle sich künftig um die Themen Fußball, als Mitglied des Aufsichtsrats von Kickers Offenbach, und bezahlbare Lebensräume unter Einsatz von modularem Bauen kümmern. Laut Medienberichten habe sich herausgestellt, dass die Studentenwohnungen an dieser Stelle nicht im geplanten Umfang realisiert werden können, da die Förderung dafür nicht ausreichend sei.
Eine weitere Neuigkeit ist die Tatsache, dass jetzt auch die Frankfurter Wohnungsbaugesellschaft ABG Holding, das Grundstück erwerben möchte. Die ABG plant nach einem Abbruch der beiden Hochhausskelette ein gemischtes Stadtquartier mit Studentenapartments, Kita, Mietwohnungen, einem Hotel und Gewerbeflächen zu realisieren. Sollte es zu einer Einigung kommen, könnte die Arbeiten laut Medienberichten 2025 oder 2026 begonnen werden. Mit einer Entscheidung rechnet Frank Junker von der ABG noch in diesem Jahr. Eine Revitalisierung der Türme sei nicht möglich, sagte Junker der FAZ. Eine Untersuchung habe ergeben, dass die Tragfähigkeit der Betonkonstruktion nicht mehr ausreichend gegeben sei, so Junker. Sie zu sanieren bedeute einen „enormen Kostenaufwand“, während ein Abriss und Neubau die wirtschaftlich sinnvollere Lösung sei.
Zweifel an der Statik des Betonskelettes und des Umfangs der Förderung
Laut der Aussage des von dem Projektentwickler Becken beauftragten Architekturbüro Schmidt Plöcker, bestätige ein Gutachten die Standfestigkeit der Betonskelette. Zweifel daran gibt es jedoch beim Land Hessen, das daher ein zusätzliches Gutachten in Auftrag gegeben hat.
Die Becken Gruppe hat mit der Adler Group die Option auf den Kauf des Grundstücks bereits mehrfach verlängert, zuletzt bis Ende dieses Jahres. Vom Kaufpreis, der laut Medienberichten bei einem hohen zweistelligen Millionenbetrag liegen soll, hängt am Ende die Wirtschaftlichkeit des Projekts ab.
Stand Oktober 2024
Die ehemaligen Siemens-Türme am Offenbacher Kaiserlei stehen seit 20 Jahren leer und die Betonskelette stehen symbolisch für den Stillstand in der Bauindustrie. Seit mehr als einem Jahr gibt es nun Überlegungen der Becken Holding aus Hamburg, aus den Gebäuden der Adler Group bis 2027 ein großes Studentenwohnheim mit mehr als 1100 Zimmern zu entwickeln. Das Projekt könnte ein Musterprojekt für nachhaltiges Bauen werden und als neues Stadtquartier mit Hotel und Wohnungen Offenbach architektonisch aufwerten.
Ob aus der Sanierung der Betonskelette und der Schaffung eines neuen Quartiers etwas wird, ist allerdings nach wie vor offen und auch der Abriss der Türme noch nicht vom Tisch. Um das Projekt zu realisieren, ist die Unterstützung der benachbarten Stadt Frankfurt wichtig. Frankfurt hat diesen Sommer das Förderprogramm für studentisches Wohnen so angepasst, dass Zuschüsse auch für Projekte außerhalb des Stadtgebiets fließen können. Außerdem wurde in der Satzung gestrichen, dass die Miete monatlich 350 Euro nicht überschreiten darf, was laut der Becken-Gruppe ein deutliches Hindernis war, um wirtschaftlich zu sein. Die zweite Frage in Bezug auf die Realisierung betrifft laut Medienberichten die Statik, die vom Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen geprüft wird und dessen Ergebnis noch nicht vorliegt.
Alles weiteren Informationen zu dem Sanierungsprojekt, Stand Oktober 2024, lesen Sie in dem Artikel Über 1000 Wohnungen für Studierende könnten ab 2027 in Siemens-Türmen entstehen.






















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