Wohnquartier am Westhafen

Der Weg für Hochhäuser am Westhafen ist frei

Das geplante Wohnquartier in direkter Nachbarschaft zum Heizkraftwerk Gutleut an der Main-Neckar-Brücke kann gebaut werden. Die Stadt Frankfurt hatte das Projekt gestoppt, weil in unmittelbarer Nähe der künftigen Wohnhäuser auf dem Grundstück vom Heizkraftwerk bis zu 80 Tonnen giftiges Ammoniakgas lagern. Dieses Lager soll jetzt aus Sicherheitsgründen eingehaust werden. Die Kosten dafür werden auf ca. eine Million Euro geschätzt, die vom Investor des neuen Wohnquartiers erbracht werden. Klar ist damit auch, dass die Wohnungen in den beiden Wohntürmen damit wohl noch teurer werden dürften als bisher angenommen, schließlich dürfte der Bau der Einhausung auf dem Gelände vom Heizkraftwerk auf die Wohnungen umgelegt werden.

Hunderte neue Wohnungen

Mit dem Bau dieser Einigung ist der Weg geebnet für die Errichtung von zwei Hochhäusern mit insgesamt 83 Wohnungen, Büros und Läden. Außerdem soll ein riesiges Wohnheim mit 398 Mikro-Appartements für Studierende entstehen, das als Schallschutzriegel direkt an der Main-Neckar-Brücke entsteht. Das neue Wohnheim für Studenten soll den Mangel an Wohnraum für Studierende in Frankfurt zumindest ein wenig lindern.

Im Planungsdezernat von Frankfurt herrschte Genugtuung, nachdem es zuletzt bei diesem Projekt nicht mehr weiterging. „Ich begrüße es sehr, dass durch diese Einigung eine hohe Hürde für die städtebauliche Entwicklung am Sommerhoffpark genommen wurde“, sagte Planungsdezernent Mike Josef (SPD) nach Angaben der Frankfurter Rundschau. Das Bauvorhaben stelle einen „großen Gewinn für Frankfurt“ dar.

Das HeizkraftwerkWest am Westhafen versorgt einen Großteil Frankfurts mit Energie. Das Ammoniakgas wird für den laufenden Betrieb des Heizkraftwerks West verwendet: Es reinigt nämlich die Schadstoffe in den Abgasen des Kraftwerks. Der Betreiber Mainova, ein städtischer Energieversorger, hatte in Verhandlungen mit dem Investor vom Wohnquartier eine finanzielle Beteiligung ausgeschlossen.

Damit das Wohnen in der Nähe zum Heizkraftwerk ermöglicht werden kann soll zusätzlicher Schallschutz an den Kraftwerksblöcken entstehen.

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