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Hochhaus im Offenbacher Nordkap-Areal wird ein Holz-Hybrid

Offenbach bekommt am Nordkap-Areal ein neues Hochhaus namens Namu. Seit der Expo Real im Herbst 2022 ist auch klar, dass es ein Holz-Hybrid wird und über eine Fassade mit Photovoltaik-Elementen verfügen soll. Jetzt gibt es weitere Informationen vom Architekten Eike Becker aus Berlin.

Die Stützen und Träger des neuen Hochhauses werden aus Holz, sogenannten Holzleimbindern, gefertigt. Dabei handelt es sich um ein technisch sehr innovatives Material, welches brandtechnisch und statisch eine Verbesserung zu herkömmlichem Holz darstellt. Die zu verbauenden Holzelemente werden mit hoher Temperatur und Druck so miteinander verleimt, dass sie thermisch stabiler sind und in vielerlei Hinsicht bessere Baustoffeigenschaften erhalten.

Die Zwischendecken des Namu werden wie die Treppenhäuser, die Aufzugsschächte und die Tiefgarage aus Stahlbeton bestehen. Trotzdem konnte der Betonanteil gegenüber konventionellen Bauten in der Planung deutlich gesenkt werden.

Durch den Glasanteil der Fassade wird man erkennen, dass das Gebäude zu einem wesentlichen Teil aus Holz gebaut ist. Die Holzstützen sind im unteren Bereich bis zu 80 x 80 Zentimeter dick. Die Fassade selbst muss komplett aus nichtbrennbarem, witterungsbeständigem Material bestehen.

Im Inneren des Namu werden die Holzelemente für eine besondere Aufenthaltsqualität sorgen. Das Material soll eine beruhigende Wirkung auf das Herzkreislauf-System ausüben, so die Expertenmeinung. Viele Projektentwickler und Unternehmen versprechen sich einen deutlichen Imagevorteil von dieser Bauweise. Im Wettbewerb um die besten Arbeitskräfte könnte sich in Zukunft ein Büro im Holzbau als entscheidender Vorteil herausstellen.

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Der Standort des neuen Hochhauses am Nordkap-Areal zeichnet sich durch seine unverbaubare Lage am Main aus. Gut sichtbar entlang der Autobahn wird das 124 Meter hohe Namu mit einer Bruttogrundfläche von 60.000 Quadratmetern den Städtebau am Mainufer deutlich prägen. Mit der Fertigstellung des Projektes ist im Jahr 2027 zu rechnen. Die beiden Projektentwickler Ernst Otto Walker und Christoph Bürkel planen mit einer Gesamtinvestitionssumme von 300 Millionen Euro. Die Vermietung ist nach aktuellem Stand im Gange und die Projektentwickler planen mit einem Ankermieter, welcher mindestens 30.000 Quadratmeter nutzen möchte.

2 Kommentare zu “Hochhaus im Offenbacher Nordkap-Areal wird ein Holz-Hybrid

  1. Mösbauer kommentierte: 4 Wochen ago Reply

    Ein Klotz…es erschlägt einem. Dreht das Ding auf den Kopf, dann wäre es gut. So aber sieht es kopflastig aus. Ist denn deutschen Architekten noch zu helfen? Wer so hoch baut, sollte gefühlvoller planen.

  2. Stefan Görg-de Rooy, Dipl. Ing. Architekt + Projektentwickler kommentierte: 4 Wochen ago Reply

    Auch wenn der Entwurf vom heimlichen „Papst der Architektur“ stammt(zumnidestens was das bundesweite Bauvolumen angeht, alleine in ffm über ein Dutzend Projekte in Realisierung), so kommt der Entwurf doch „recht protzig daher“ !!
    Das ist ja wohl das Gegenteil von ‚Einfügung‘ — vor allem hätte ich die Kubatur nicht quer zum Fluß gestellt, denn so dürfte er z.B. das einmalige Pnaorama aus dem neuen Entwicklungsgebiet des Offenbacher Hafens ziemlich komplett verstellen !!

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