Tower 185

Tower 185 in Frankfurt

Eigentlich müsste dieses Hochhaus Tower 200 heissen, denn die ursprünglich anvisierte Höhe von 185 Meter wurde auf 200 Meter erhöht. Dies wurde möglich weil Höhenvorgaben der Stadt Frankfurt die notwendigen Technikgeschosse nicht berücksichtigen und diese beim Tower 185 schließlich im Turmkopf später unterkamen. Der Tower 185 bietet eine deutlich höhere Effizienz und Flexibilität der Büroflächen als herkömmliche Bürogebäude. Der intelligente Grundriss erlaubt bis zu 35% mehr Einzelbüros pro Geschoss als vergleichbare Hochhäuser. Tower 185 hat eine vermietbare Fläche von gut 100 000 Quadratmetern.

Dank des modernen Energiekonzepts werden die Kosten langfristig niedrig gehalten. Innenliegende, reflektierende Jalousien mit integriertem Blendschutz verhindern eine übermäßige Aufwärmung der Räume. Die raumhohen und öffenbaren Fenster sorgen für viel Licht und eine angenehme Atmosphäre.

Planung

Bereits 1998 beschloss die Stadt Frankfurt im ersten Hochhausrahmenplan, dass die Gebäude der ehemaligen Zentrale der Deutschen Bahn an der Friedrich-Ebert-Anlage 35–37 einem rund 185 Meter hohen Hochhaus weichen dürfen. In den Folgejahren war von diesem Projekt allerdings nichts mehr zu hören.

Anfang 2007 wurden die zu diesem Zeitpunkt bestehenden Gebäude abgerissen, danach lag das Gelände brach. Im Sommer 2007 meldeten verschiedene Zeitungen, dass ein Mietvertrag zwischen dem Grundstücksbesitzer Vivico und der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) bezüglich des Tower 185 geschlossen wurde. Offiziell bestätigt wurde dies im Mai 2008 als das Projekt der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Grund für die Verzögerung war offenbar, dass Vivico für die Realisierung des Turms noch ein benachbartes Grundstück benötigte, welches im Eigentum des Landes Hessen stand. Im Mai 2008 ging das Grundstück dann in den Besitz von Vivico über.

PwC hatte 66.000 Quadratmeter von insgesamt rund 100.000 Quadratmeter Bürofläche langfristig angemietet und hier die neue Deutschland-Zentrale des Unternehmens bezogen. Bislang befand sich der Firmensitz im Frankfurter Mertonviertel. Bereits Ende 2010 wurde das Sockelgebäude des Towers 185 fertiggestellt und mit einigen Abteilungen von PwC belegt. Mittlerweile hat PwC jedoch beschlossen, die Flächen im Tower 185 zu verkleinern. Entsprechende Neuvermietungen sind zwischenzeitlich erfolgt.

Tower 185 Turmkopf
Tower 185 - PwC Logo
Tower 185 Frankfurt Foto

Architektur

Das architektonische Design für den Tower 185 lieferte der Frankfurter Architekt Christoph Mäckler. Die Gestaltung sieht ein hufeisenförmig angelegtes Sockelgebäude vor, aus dem sich die beiden Hochhaushälften mit einer Aluminium-Glas-Fassade erheben. Diese umschließen einen runden gläsernen Mittelteil. Als Bauunternehmen fungierte bei diesem Hochhaus die Firma HOCHTIEF.

Das Gebäude hat eine Zertifizierung des internationalen Gütesiegels LEED Gold (Leadership in Energy and Environmental Design). LEED definiert Standards für umweltfreundliches, ressourcenschonendes, nachhaltiges Bauen. Trotzdem wurde darauf geachtet, dass besonders viele Fensterarbeitsplätze entstehen und die Fenster einen Frischluftspalt weit geöffnet werden können.

Neue Eigentümer

Im Dezember 2017 hat die DekaBank hat den Tower 185 gekauft. Das Geldhaus, das als Wertpapierdienstleister der Sparkassen fungiert, zahlte für den Tower 185 insgesamt 775 Millionen Euro. Wie die DekaBank berichtet, wird das Gebäude als Vermögen in hauseigene Immobilienfonds eingebracht. Es ist eine der größten Transaktion auf dem europäischen Investmentmarkt im Jahr 2017. Verkäufer waren CA Immo Deutschland, zwei Pensionsfonds und der Immobilienspezialist Fagas.

Tower 185 - Deka - Bild
Tower 185 Fassade
Tower 185 - Flachbau - Bürogebäude

Ansicht

Tower 185 - Ansicht - (c) Mäckler Architekten

Ansicht: Christoph Mäckler Architekten

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