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Schindlers Hochleistungsaufzüge im Omniturm

Der im Jahr 2019 fertiggestellte Omniturm im Frankfurter Bankenviertel ist mit modernster Aufzugstechnologie ausgestattet. Das Schweizer Unternehmen Schindler hat hier 11 Hochleistungs-Aufzüge der 5500er und 7000er Serie installiert und ist darüber hinaus für das Aufzugs- und Zutrittskontrollsystem Schindler-PORT zuständig. Dieses System erfasst unter anderem die Anzahl der sich im Gebäude befindenden Personen und berechnet für jeden Gebäudenutzer den effizientesten Weg zum Ziel im Gebäude. Der Eigentümer des Mixed-used Hochhauses Commerz Real und der Betreiber Tectareal ermöglichten es dem SKYLINE ATLAS die Aufzugsanlagen im Omniturm zu besichtigen. Hierzu führte der Schindler-Ingenieur Eric Silbernagel durch das Hochhaus. Die Begehung ermöglichte spannende Einblicke in die Aufzugstechnik, -anlagen und Sicherheitssysteme des Gebäudes.

Omniturm-App-MyPort-Smartphone
Omniturm_Appartment_Terminal_Schindler
Ominturm-Terminal-7000er-EricSilbernagel

Der Projektentwickler Tishman Speyer beauftragte Schindler mit der Aufzugsausstattung des Omniturms aufgrund der logistisch höchst effizienten Climb-Lift Technologie. Der Climb-Lift wächst sozusagen während des Baus mit dem Hochhaus mit und vereinfacht somit den Baustellenbetrieb auf engstem Raum erheblich.

Eric Silbernagel zeigte uns nach anfänglicher Besprechung im Schindler Büro, wie die Steuerungsmöglichkeiten in den Büros und Wohnungen den Betrieb und das Leben im Omniturm deutlich vereinfachen. Zum Beispiel war es uns möglich, den Aufzug direkt aus dem Büro zu „rufen“ und somit lästige Wartezeit einzusparen. Mit den Terminals können aber auch Nachrichten verwaltet oder Anrufe getätigt werden. Ganz klassisch kann natürlich auch dank eingebauter Kamera gesehen werden, wer unten vor der Tür steht. Kurze Zeit nach dem Rufen des Aufzugs aus dem Büro war dieser tatsächlich da und wir fuhren mit ca. 25 km/h zurück ins Foyer des Omniturms.

Omniturm-Aufzüge-7000er-Büroetagen

Die Aufzüge der 7000er Serie im Foyer des Onmiturm

Omniturm-Zugangskontrolle-Durchgänge-Foyer
Omniturm-Front-Aufzug-Erdgeschoss

Es gibt zwei Foyers, da die Wohnungen und Büros im Omniturm voneinander separiert sind und auch durch die Fahrstühle getrennt angefahren werden. Die Aufzüge können auch von außerhalb des Gebäudes bereits gerufen werden und sind somit automatisch Teil der Zugangskontrolle in das Gebäude. Dieses besteht aus dem PORT Elevator (Zielrufsteuerung) und dem PORT Access (Zutrittskontrolle und Gegensprechen).

Hier ist auch eine neue App namens „myPORT“ in den letzten Entwicklungsschritten, welche das Zusammenspiel von Aufzug, Zugangskontrolle und Bewohner oder Mitarbeiter weiter vereinfachen wird.  Im Foyer für die Bürotagen befinden sich Zugangsterminals, an denen die Mitarbeiter einchecken können.

Omniturm-Terminal-Bedienung-Karte

Mit einer Karte lässt sich das Terminal aktivieren und bedienen

Um einen Blick in die Triebwerksräume im oberen Stock des Omniturms zu werfen, fuhren wir mit einem Lastenaufzug der 7000er Serie nach oben. Dieser hängt an sechs massiven Seilen. Als Lastenaufzug fuhr der 7000er wesentlich langsamer und auch ein bisschen wackliger mit 12 km/h. Oben angekommen konnten wir dann in Erfahrung bringen, dass die Aufzüge grundsätzlich vier Mal im Jahr gewartet werden, jedoch bei Hochhäusern spezielle Teams immer in der Nähe sind.

Technikraum des Lastenaufzugs der Serie 5500

Omiturm-Technikraum-7000er-Obergeschoss

Blick in den Technikraum für die 7000er

Omniturm-Obergeschoss-Dachterrasse

Die Dachterrasse hat ebenso Eindruck hinterlassen

Die letzte Station war die Tiefgarageneinfahrt des Omniturms. In der Tiefgarage können sich Personen mit unterschiedlichen Methoden an einem Terminal autorisieren. Dies geht per Karte, QR Code oder sogar per Kamera- und Infrarotsensorik anhand des Kennzeichens. Zum Ende der Besichtigung erklärte uns Eric Silbernagel, dass die GUI-Designs der Terminals in den Aufzügen und Appartements an das Corporate Design des Gebäudes individuell angepasst werden können und die dahintersteckende Technologie kontinuierlich von Schindler weiterentwickelt wird. Das Gespräch war ein guter Abschluss und der SKYLINE ATLAS konnte viele Infos mitnehmen. An dieser Stelle besten Dank für die Führung durch einen der spannendsten Türme der Frankfurter Skyline.

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Omniturm-Tiefgarage-Terminal-Bedienung

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