CENTRAL PARX im Wandel
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Das Hochhaus-Ensemble CENTRAL PARX an der Bockenheimer Landstraße 10 in Frankfurt am Main wurde zwischen 1962 und 1965 nach den Plänen des Architekten Sep Ruf gebaut. Die damals als Oddo BHF Tower benannte Immobilie galt lange Zeit als typisches Beispiel der modernen Nachkriegsarchitektur. Über Jahrzehnte diente das Ensemble – bestehend aus Tower, Studio und Pavillon – als Sitz der BHF-Bank. Aufgrund seiner architektonischen Bedeutung wurde das Gebäude unter Denkmalschutz gestellt, wodurch ein geplanter Abriss verhindert wurde. Stattdessen entschieden sich die Eigentümer für eine umfassende Revitalisierung.
Im Jahr 2020 erwarben die ABG Real Estate Group und die HanseMerkur Grundvermögen den Gebäudekomplex mit dem Ziel, es denkmalgerecht zu sanieren und gleichzeitig auf den neuesten Stand moderner Büroarchitektur zu bringen. Die Planung der Revitalisierung wurde dem Frankfurter Architekten Christoph Mäckler übertragen, der die Sanierung mit besonderem Augenmerk auf die Erhaltung der historischen Bausubstanz begleitet. Im April 2024 wurde die Finanzierung in Höhe von rund 200 Millionen Euro gesichert. Das gesamte Investitionsvolumen beläuft sich auf rund 400 Millionen Euro.
Die Umbauarbeiten begannen im Spätherbst 2024 zunächst mit Rückbauarbeiten, die ab Februar 2025 intensiviert wurden. Der Hochbau soll im Spätsommer 2025 starten. Die Fertigstellung des Projekts ist aktuell für Anfang 2028 geplant. Durch die Sanierung des Bestands statt eines Neubaus werden rund 14.400 Tonnen CO₂ eingespart, was einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Stadtentwicklung leistet. Das Projekt ist auf eine DGNB-Platin-Zertifizierung sowie die Einhaltung der EU-Taxonomiekriterien ausgelegt. Nach der Fertigstellung wird das CENTRAL PARX auf rund 23.500 Quadratmetern moderne und flexibel nutzbare Büroflächen bieten, die auf die drei Gebäudeteile Tower, Studio und Pavillon verteilt sind. Die ursprüngliche Kubatur bleibt erhalten, doch die Ausstattung wird vollständig erneuert und an die Anforderungen eines zukunftsfähigen Arbeitsumfeldes angepasst.
Die Nachfrage ist groß: Bereits über 85 % der Flächen sind vermietet. Zu den zukünftigen Mietern gehören unter anderem Kanzleien wie Noerr, die 8.700 Quadratmeter mit einer Laufzeit von zwölf Jahren beziehen wird. Die Mietpreise spiegeln die Exklusivität der Lage und die hohe Bauqualität wider und liegen teilweise bei über 50 Euro pro Quadratmeter.
CENTRAL PARX steht exemplarisch für einen neuen Umgang mit Bestandsbauten: Nicht Abriss und Neubau, sondern eine aufwändige, nachhaltige Sanierung im Bestand bildet hier den Weg zu einer modernen Nutzung. Das Projekt zeigt in diesem Zusammenhang wie Denkmalschutz, Nachhaltigkeit und wirtschaftliche Nutzung im urbanen Kontext miteinander in Einklang gebracht werden können.




























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