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Was ist Immobilienspekulation?

Als Immobilienspekulation wird die Aktivität von privaten oder gewerblichen Investoren bezeichnet, deren Ziel die Gewinnerzielung durch Transaktionen auf dem Immobilienmarkt ist. Die Spekulation mit Immobilien besteht aus dem Erwerb und der späteren Veräußerung von Immobilien, wobei bei erfolgreicher Spekulation der Verkaufspreis eines Immobilienobjekts höher ist als sein Einkaufspreis. Gelingt dies nicht, wir ein Verlust verbucht.

Die Spekulation mit Immobilien ist in Deutschland ganz grundlegend nicht weit verbreitet und auch nicht vom Gesetzgeber gewollt. Hin und wieder greifen erfahrene Immobilienunternehmen jedoch zu dieser Anlagestrategie. Das prominenteste Unternehmen dieser Art in Frankfurt am Main ist Tishman Speyer, das auch einige Hochhäuser spekulativ errichtete.

Spekulative Projektentwicklungen

In Frankfurt kommt es in den letzten Jahren zu immer mehr Hochhaus-Projektentwicklungen, die ohne einen Ankermieter begonnen werden. Zu diesen Projekten zählen beispielsweise

Der Trend zu spekulativen Projektentwicklungen könnte auch mit dem Brexit zu tun haben.

Steuerpflicht

Bei Privatanlegern in Deutschland findet die Spekulation so gut wie gar keine Beachtung, weil Gewinne aus der Veräußerung steuerpflichtig sind. Gewinne werden mit dem individuellen Steuersatz des Spakulaten angesehen. Dieser Steuersatz ist in der Regel höher als die Abgeltungssteuer, die eine Besteuerung des Gewinns in anderen Anlageklassen regelt. Veräußerungsgewinne können erst nach einer Haltefrist von 10 Jahren steuerfrei vereinnahmt werden. Diese lange Frist soll Spekulation hemmen, da Spekulaten in der Regel kurzfristig agieren. Auch institutionelle Investoren, wie etwa offene Immobilienfonds, unterliegen dieser Spekulationsfrist.

Sachwert statt Spekulation

Grundlegend sind Spekulationen auf dem Immobilienmarkt in größerem Umfang aus verschiedensten Gründen nicht gewollt und können zu nachhaltigen Verwerfungen im gesamtwirtschaftlichen Kontext führen. Durch Preisblasen, die im Zuge großer spekulativer Aktivität entstehen, kann ein Preisverfall und damit eine Überschuldung von privaten Haushalten entstehen. Am Ende ist auch ein Zusammenbruch gewerblicher Investoren zu befürchten. Beide Entwicklungen führen zu einer Abnahme des Wirtschaftswachstums.

Daher gelten in Deutschland Immobilien grundsätzlich als langfristiges Investment mit Sachwert-Charakter. Eine kontinuierliche Preisentwicklung auf dem Immobilienmarkt spiegelt diese Einschätzung wider.

Eine weitere Form von Spekulation bei Immobilien ist der spekulative Leerstand von Gebäuden.

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