Kaiserkarree - Henning - Larsen - Architects - Gloria - Hochhaus

Gloria – Die Skyline bekommt Zuwachs

Das Warten hat ein Ende: Am Dienstag, den 18. Februar wurde im Stadtplanungsamt der Siegerentwurf für das neue Hochhaus Gloria bekannt gegeben. Sieger des Wettbewerb zur Gestaltung des Hochhausneubaus am historischen Kaiser-Karree in Frankfurt ist das dänische Büro Henning Larsen Architects.  Das Architekturbüro mit Hauptsitz in Kopenhagen konnte sich laut Commerz Real und Tishman Speyer gegen neun Wettbewerber aus dem europäischen Raum durchsetzen. Tishman Speyer begründete die Entscheidung damit, dass die Entwürfe von Henning Larsen Architects die Jury nicht nur durch ihre markante Gestaltung überzeugt haben. Zudem gewährleisten sie eine gelungene Integration des Neubaus in das Stadtbild, das sowohl von historischer Architektur als auch von der modernen Skyline geprägt ist. Neben Büro-, Hotel- und Gewerbeflächen sind öffentliche kulturelle Angebote geplant. Ein zentrales Element ist die Öffnung des denkmalgeschützten Gebäudes Kaiserstraße 30 zur Wallanlage hin, wodurch eine Kulturmeile entlang der Hochhauspromenade entsteht.

Frankfurt plant im Rahmen des Hochhausentwicklungsplans 2024 die Gestaltung einer Hochhauspromenade zwischen der Alten Oper und dem Willy-Brandt-Platz. Marcus Gwechenberger sieht den Entwurf von Henning Larsen Architects als Bestätigung der städtebaulichen Ziele dieses Plans. Das Hochhaus, das erste nach den neuen Vorgaben, soll sich mit vielfältigen Nutzungen in das Quartier einfügen und die Promenade beleben. Mit einer Höhe von 195 Metern wird der neue Wolkenkratzer die Frankfurter Skyline prägen und eine moderne,  einzigartige Architektur mit dem historischen Gebäudeensemble zwischen Kaiserstraße 28 und Neuer Mainzer Straße 31 verbinden.

Gloria - Kaiser - Karree - Henning - Larsen - Architects - Hochhaus

Der Tower wird aus dem denkmalgeschützten Gebäude wachsen

Stadtplanungsamt - Gloria - Kaiserkarree - Architekturwettbewerb

Ein Modell des Gloria Wolkenkratzers im Stadtbild

Der Wettbewerb wurde im Oktober 2024 nach Abschluss einer Bürgerbeteiligung, an der rund 500 Personen teilnahmen, gestartet. Ziel war es, eine architektonisch, städtebaulich und funktional überzeugende Lösung zu finden, die darüber hinaus nachhaltig und wirtschaftlich ist. Alle Entwürfe basierten auf dem Hochhausrahmenplan, der vorsieht, dass das Hochhaus mit einer schmalen Verbindung auf einem modernisierten Sockel mit historischer Fassade errichtet wird. Die 15-köpfige Jury bestand aus namhaften Architekten, Stadtplanern sowie Vertretern der Stadt Frankfurt, Commerz Real und Tishman Speyer. Sie wurde von 13 Experten aus verschiedenen Fachbereichen wie Denkmalpflege, Stadtplanung und Umwelt beraten. Die besten drei Entwürfe wurden mit Preisgeldern von bis zu 70.000 ausgezeichnet. Als nächster Schritt soll nun der Aufstellungsbeschluss im Bebauungsplanverfahren erfolgen. Erst nach Abschluss dieses Verfahrens und Erteilung der Baugenehmigung können die Abriss- und Bauarbeiten beginnen.

Die Wettbewerbsbeiträge sind bis 28. Februar 2025 im Atrium des Stadtplanungsamtes in der Kurt-Schumacher-Straße 10, 60311 Frankfurt am Main ausgestellt. Die Ausstellung ist montags bis freitags von 8:30 bis 18:00 Uhr geöffnet.

Architekturwettbewerb - Gloria - Hochhaus - Kaiserkarree - Stadtplanungsamt

Die Siegerentwurf wurde am 18. Februar bekannt gegeben

Gloria - Kaiserkarree - Architekturwettbewerb -Stadtplanungsamt

Im Stadtplanungsamt sind alle Entwürfe ausgestellt

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Kommentare zu Gloria – Die Skyline bekommt Zuwachs

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Ein Mitglied kommentierte am 12.03.2026
Das Ganze ist eine Schande und alle sollten sich dafür schämen, weil historische Bausubstanz vernichtet wird! Das hier ist ein Verbrechen an unserer Gesellschaft und Geschichte und wird hoffentlich künftig bestraft! Ich habe grundsätzlich nichts gegen Hochhäuser aber müssen dafür historische Bauten weichen? War denn kein anderes Grundstück zur Bebauung zu finden oder will man hier gezielt zerstören? Shame on you!!!!
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Ein Mitglied kommentierte am 19.02.2025
Guten Tag, danke für den tollen Beitrag. Gibt's vielleicht die Möglichkeit, dass Sie Bilder von den anderen Entwürfen anfügen, falls man es in der Zeit nicht schafft, sie sich im Stadtplanungsamt anzuschauen.
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