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Millennium Tower: Siegerentwurf wurde präsentiert

Der international besetzte Realisierungswettbewerb für das Hochhausensemble auf dem sogenannten Millennium Areal in Frankfurt ist entschieden. Das Preisgericht unter Vorsitz des Architekten Prof. Johann Eisele kürte den Entwurf des Frankfurter Architekturbüros Ferdinand Heide zum Sieger des Wettbewerbs. Der zweite Platz ging an das Architekturbüro Cobe aus Kopenhagen. Anerkennungen erhielten zudem die Büros David Chipperfield Architects (Berlin/London) und Schneider + Schumacher Architekten (Frankfurt am Main).

Pressekonferenz Millennium Tower Dezember 2021
CA Immo Frankfurt - Pressekonferenz Millenium Tower - Dezember 2021

Mit dem nun abgeschlossenen Realisierungswettbewerb wurde die Grundlage zur weiteren Entwicklung des sogenannten Millennium Areals geschaffen. Für das Areal hatten CA Immo und die Stadt Frankfurt das Konzept für ein gemischt genutztes Gebäudeensemble mit zwei unterschiedlich hohen Hochhäusern und einer Blockrandbebauung entwickelt. Während im Blockrandgebäude und dem niedrigeren Hochhaus (Turm B) vorwiegend Wohnungen realisiert werden sollen, ist für das höhere Hochhaus (Turm A) derzeit eine Mischung aus Büro- und ggf. Hotelnutzung vorgesehen. In Ergänzung dazu sollen in den Erdgeschossen sowie in den unteren Geschossen öffentliche Nutzungen wie Gastronomie, Einzelhandel, Dienstleistungen und eine Kindertagesstätte untergebracht werden, um so ein lebendiges und vielfältiges Gebäudeensemble zu schaffen.

Entwurf von Ferdinand Heide überzeugt

Der Entwurf von Ferdinand Heide sieht die Errichtung eines rund 288 Meter hohen Büro- und Hotelturmes (Turm A), eines rund 157 Meter hohen Wohnturmes (Turm B) und eines Blockrandgebäudes in Holzhybridbauweise vor. Baurechtlich gelten für die beiden Hochhäuser eine Höhe von 280 Meter (Turm A) bzw. 150 Meter (Turm B), die jedoch durch die beiden abgeschrägten Dächer jeweils etwas höher werden. Die zwei Türme werden dabei spannungsvoll in sich verdreht, wodurch insbesondere im Turm A großzügige Terrassen und attraktive Vor- und Rücksprünge in der Gebäudekubatur entstehen. Durch den „Twist“ in den Türmen gelingt es dem Entwurf jedoch auch, die Abstände zwischen den Gebäuden zu erhöhen, was insbesondere der Belichtung der Wohnungen in Turm B zu Gute kommt und die energetische Ausbeute für in die Fassade integrierte Photovoltaik-Anlagen deutlich erhöht. Im Erdgeschoss sieht der Entwurf öffentliche Flächen mit einer hohen Aufenthaltsqualität vor.

Den krönenden Abschluss des Turm A findet der Entwurf in der Ausgestaltung einer für die Öffentlichkeit zugänglichen „Skyhall“, die sowohl als Veranstaltungsraum als auch als Aussichtsplattform nutzbar ist. Hier sollen bis zu 199 Personen Platz finden können.

Millennium Areal Frankfurt - Entwurf - Rendering - Dezember 2021
Skyhall Frankfurt - Sky Hall FFM - Millenium Tower - Dezember 2021
Millennium Tower Frankfurt - Überarbeiteter Siegerentwurf - Dezember 2021

Zitate der Organisatoren

Prof. Johann Eisele - Jo Eisele - Vorsitzender der Jury

Prof. Johann Eisele
(Juryvorsitzender)

Prof. Johann Eisele, Vorsitzender des Preisgerichts: „Der Entwurf von Ferdinand Heide für das Hochhausensemble überzeugte die Jury durch die gelungene städtebauliche Disposition der Baukörper, welche auch einen Bezug zum bestehenden Tower 185 herstellen. Der Entwurf weist eine gelungene Hierarchie der öffentlichen Räume und eine schlüssige Adressbildung für die verschiedenen Gebäudeteile und Nutzungen auf. Zudem verfügt er über eine spektakuläre Architektur: Das höchste Gebäude ist als in sich verdrehte Skulptur gestaltet. Der obere Abschluss dieses Turms ist prägnant ausformuliert und verleiht dem Gebäude eine markante, unverwechselbare Fernwirkung.“

Mike Josef - Planungsdezernent - Dezember 2021

Mike Josef
(Planungsdezernent)

Mike Josef, Planungsdezernent der Stadt Frankfurt, ergänzt: „Das Wettbewerbsverfahren hat ein hervorragendes Ergebnis geliefert, das im Hinblick auf Nachhaltigkeit und Nutzungsmischung überzeugt – sogar in einer der Turmspitzen. Dass von den insgesamt rund 500 Wohnungen 200 öffentlich gefördert sind, kommt der sozialen Durchmischung des gesamten Quartiers zugute. Ich freue mich besonders, dass mit Ferdinand Heide ein Architekt aus Frankfurt das Rennen gemacht hat. Seine beiden Hochhäuser werden hoffentlich schon bald das Hochhauscluster an der Messe städtebaulich ergänzen und mit ihrer architektonischen Ausstrahlung die Skyline bereichern.“

Strenge Nachhaltigkeitsvorgaben

Neben einer herausragenden architektonischen und städtebaulichen Qualität hatte CA Immo bereits in der Auslobung des Wettbewerbs höchste und ambitionierte Anforderungen an sowohl eine ressourcenschonende und klimafreundliche Realisierung als auch den künftigen Betrieb des Gebäudeensembles formuliert. Dazu gehört ein innovatives Energiekonzept, durch das ein Großteil der von den Gebäuden benötigten Energie regenerativ direkt im bzw. am Gebäude erzeugt werden soll, u. a. durch den Einsatz großflächiger Photovoltaikanlagen in den Fassaden der Hochhäuser und durch die Speicherung und Nutzung innerer Wärmequellen der Gebäude. Bei den zu verwendenden Baumaterialien wird Wert daraufgelegt, dass die Gewinnung und Verarbeitung anerkannten ökologischen und sozialen Standards entspricht. Sie sollen in möglichst geringem Maße „graue Energie“ binden, geringe Betriebsaufwendungen für die Reinigung und Instandhaltung verursachen, eine möglichst lange Lebensdauer aufweisen und in hohem Maße rückbau- und recyclingfähig sein. Zu allen Nachhaltigkeitsaspekten hatte CA Immo bereits umfangreiche Voruntersuchungen angestellt, deren Ergebnisse den Teilnehmern des Architekturwettbewerbs als Zielsetzung und konkrete Planungshinweise anhand gegeben wurden.

Zu all diesen Aspekten hat Ferdinand Heide in seinem Entwurf überzeugende Lösungsansätze aufgezeigt. Hierzu zählt u. a. das Realisierungskonzept des Blockrandgebäudes in Holzhybridbauweise und ein innovatives Tragwerkskonzept für die Hochhäuser, durch das rd. 20 % weniger Beton und Stahl als bei herkömmlicher Bauweise benötigt werden. Auch die Anforderung, in die Fassade der Hochhäuser Photovoltaikanlagen zu implementieren, wurde gleichermaßen auf energetisch hocheffiziente und architektonisch überzeugende Weise gelöst. Rund 3.500 Photovoltaikmodule an der Fassade und auf Dächern decken dabei bis zu 25% des Strombedarfs der Gebäude. Zudem wurde ein Energiekonzept entwickelt, welches u. a. durch Nutzung von Geothermie (Erdwärme) und Wärmerückgewinnung einen hocheffizienten und ressourcenschonenden Betrieb der Gebäude sicherstellt.

Ferdinand Heide - Architekt Frankfurt

Ferdinand Heide
(Architekt)

Matthias Schmidt - CA Immo Frankfurt

Matthias Schmidt
(Projektentwickler CA Immo)

Matthias Schmidt, Geschäftsführer CA Immo Deutschland und Leiter Projektentwicklung: „Unsere für den Wettbewerb formulierte Vision für das Ensemble war nicht nur Deutschlands höchstes Bürogebäude zu entwickeln. Wir möchten hier ein Gebäude sehen, das sowohl architektonisch ein Ausrufezeichen setzt und künftig als neue Benchmark für nachhaltige Gebäudeentwicklung gilt. Diese Aufgabestellung hat Ferdinand Heide wie kein anderes Büro im Wettbewerb in hervorragender Form gemeistert. Wir sind davon überzeugt, dass dieser ikonographische Entwurf dem zurecht hohen gestalterischen Anspruch an dieses Projekt gerecht wird. Gleichzeitig haben Ferdinand Heide und die Fachplaner aufgezeigt, wie sich durch innovative Konstruktionsprinzipien bereits in der Erstellung des Ensembles kostbare Rohstoffe schonen, die im Gebäude gebundene ‚graue‘ Energie einsparen und den CO2 Footprint reduzieren lassen. Die Flexibilität der Struktur sichert darüber hinaus eine langfristige Nutzungsdauer. Und auch für den Betrieb des Gebäudes wurde durch die maximale Nutzung von regenerativen Energien der CO2-Austoß erheblich reduziert. So sind für das Gebäudeensemble sowohl die Nutzung geothermischer Energie als auch die Eigenproduktion von Strom über umfangreiche Solarpanele in der Fassade vorgesehen.“

Der Baubeginn wird voraussichtlich nicht vor 2025/2026 erfolgen. Der genaue Zeitplan wurde von CA Immo noch nicht festgelegt und wird von einer Reihe von Faktoren abhängen, unter anderem vom Erhalt der Baugenehmigung, der Entscheidung über den endgültigen Nutzungsmix und einer zufriedenstellenden Marktnachfrage bzw. Vorvermietungsquote.

Hochkarätig besetzter Architekturwettbewerb

Zum Architekturwettbewerb wurden acht renommierte internationale, nationale und lokale Architekturbüros eingeladen. Dazu gehören die Büros 3XN Architects (Kopenhagen), David Chipperfield Architects (London/Berlin), Cobe (Nordhaven), Ferdinand Heide Architekt (Frankfurt), Herzog & de Meuron (Basel), Ingenhoven Architects (Düsseldorf), OMA (Rotterdam), Schneider + Schumacher Architekten (Frankfurt).

Die teilnehmenden Büros hatten Anfang Oktober 2020 mit der Arbeit für den Wettbewerb begonnen und ihre Ergebnisse fristgerecht eingereicht. Ursprünglich war die Preisgerichtssitzung für Januar 2021 vorgesehen. Die Sitzung musste jedoch aufgrund der Corona-Pandemie mehrfach verschoben werden und fand schließlich Ende August 2021 statt. Der Entscheidung des Preisgerichts schloss sich eine Überarbeitungsphase des Siegerentwurfs an, der nun der Öffentlichkeit zusammen mit allen Wettbewerbsarbeiten präsentiert wurde.

Millennium Tower FFM - Wettbewerb - Ergebnisse - Dezember 2021

Die Wettbewerbsergebnisse aller teilnehmenden Büros sowie auch der überarbeitete Siegerentwurf von Ferdinand Heide werden vom 06. bis 17. Dezember 2021 im Atrium des Planungsdezernates Frankfurt öffentlich ausgestellt.

Frankfurt Millennium Turm FFM - Dezember 2021
Millennium Areal Frankfurt - Platz 1 - Dezember 2021
FFM Milenium Tower - Ferdinnant Heide - Dezember 2021
Frankfurt Millennium Towers - Dezember 2021
Millennium Tower Frankfurt - vom Mainufer aus gesehen - Computer Animation
Millennium-Areal - Flannieren zwischen den Hochhäusern
Millennium Areal an der Osloer Straße in Frankfurt - Dezember 2021
Millennium Areal Turm B - Kleines Hochhaus
Computer Animation Millennium Turm Frankfurt - Dezember 2021

Alle Wettbewerbsteilnehmer

Millennium Areal - Ferdinand Heide

1. Preis

Millennium Areal - Cobe

2. Preis

Millennium Areal - Schneider+Schumacher

Anerkennung

Millennium Areal - David Chipperfield Architekten

Anerkennung

Millennium Areal - OMA International
Millennium Areal - 3XN Architekten
Millennium Areal - Herzog & De Meuron
Millennium Areal - Ingenhoven Architects

11 Kommentare zu “Millennium Tower: Siegerentwurf wurde präsentiert

  1. Ingo Norrweg kommentierte: 12 Monaten ago Reply

    Danke für die tolle Dokumentation, liebes Skyline Team!!! Leider finde ich die Ergebnisse nicht spektakulär genug… mir fehlt ein besonderer Abschluss oben… vielleicht eine große Antenne oder so.

  2. Dr. Stefan Schlöhmer kommentierte: 12 Monaten ago Reply

    Liebes Team von Skylineatlas, danke für die professionelle Berichterstattung!

    Meine Meinung zum Siegerentwurf ist diese:

    Nach anfänglicher Begeisterung ist mir schnell klar geworden, dass es sich hierbei um eine Kopie des Elbtowers handelt, sogar in den Details. Sockel, Kopf, horizontaler Geschossaufbau in der Fassadenaufba und sogar der verdrehte Mittelteil sind übernommen worden. Das hinterlässt ein Geschmäckle.

    Dem Entwurf nichts Innovatives oder Kreatives abzugewinnen. Ein teil-verdrehte Fassade? Das haben wir von Koop Himmelblau vor 10 Jahren mit dem Skytower geliefert bekommen, nur besser. Alles scheint irgendwie willkürlich krumm und schief sein zu müssen. Um in die Zeit zu passen? Um hip und trendy zu sein? Oder gibt es einen anderen Grund? Sieht das wirklich besser aus als klare Formensprache und Geometrie?

    Ein sehr durchschnittlicher Entwurf, dem man immerhin attestieren darf, dass er zu den besseren des Wettbewerbs gehört, denn was einige Architekten, z.B. ausgerechnet David Chipperfield, abgeliefert haben, spottet jeder Beschreibung.

  3. Philipp kommentierte: 12 Monaten ago Reply

    Es ist zwar etwas schade, dass nicht wenigstens die 300m erreicht wurden, gemessen an den möglich 369m, dennoch wird es eine große Bereicherung für die Skyline! Was ich weitaus erschreckender finde, ist die Reaktion in einigen Kommentarspalten von der FAZ und Co über die Wolkenkratzer, es entstünde kein bezahlbarer Wohnraum und Büroräume bräuchte man eh nicht mehr. Dem kann man nur entgegnen, dass die Büroraumnachfrage zum einen steigt und eben nicht fällt, diese Behauptungen sind schlichtweg falsch, zum anderen beherbergen alle neuen Projekte reichlich geförderte Wohnungen, was besonders in einer solchen Lage und an einem solchen Wolkenkratzer wahrscheinlich weltweit einmalig ist. Andererseits ist es auch schlichtweg überheblich einzufordern auf 220m in top Lage zwischen Messeturm, 185, One,… mit Blick auf Commerzbankturm,Maintower,… wohnen zu wollen, aber bei bitte nicht mehr als 6,50€ für den Quadratmeter. Das ist in etwa so, wie man in München direkt am Marienplatz auf 100 Quadratmeter wohnen möchte, aber nicht teuerer als 850€ warm. Dennoch dürfte die Wahl einer von Grün geführten Regierung der Frankfurter Entwicklung auf Jahre schaden, doch „Umwelt“ ist aktuell nunmal das Wort der Zeit, denn damit lässt sich bekanntlich auch wirklich jeder Mist begründen, sei es logisch oder unlogisch. Der neue Turm wird definitiv eine Bereicherung für Frankfurt, doch solange gewisse Parteien, ob nun kommunal oder länderübergreifend, in den Regierungen sitze, wirft sich Deutschland selbst in vielen Belangen um Jahre zurück!

  4. Christoph Kreutzmann kommentierte: 12 Monaten ago Reply

    Ich muss meinen Vorrednern leider zustimmen, ich bin auch nicht überzeugt vom Entwurf…

    als ich die ersten Bilder vom Modell gesehen habe kam mir auch direkt der Elbtower in den Sinn.

    Der Abschluss oben wirkt für mich lieblos und unvollständig, von Osten wirkt der Turm sehr massiv im Vergleich zu den anderen Hochhäusern.

    Die gedrehte Fassade verstehe ich nicht ganz und wirkt beliebig, fast wie ein Versuch, dem Turm wenigsten etwas besonderes zu geben. Hinzu kommt, dass gedrehte Türme schon lange nichts innovatives/ besonderes und eig schon längst aus der Mode sind. Auch wird man (von dem, was ich bisher gesehen habe) die Drehung auch nur aus der Nähe wahrnehmen können, da sie nur im unteren Teil des Gebäudes stattfindet. Eine interessante Fernwirkung in der Skyline bleibt also aus.

    Die Architektur wirkt zusammengewürfelt, sie hat nichts eigenes und keinen Charakter. Eine klare und logische Formsprache fehlt. Sie wirkt auf mich leider sehr lieblos, unmodern und langweilig – einfach nicht mutig genug, und vom versprochenen „spektakulär“ weit entfernt.

    Zum Wettbewerb muss man aber insgesamt leider sagen, dass die Beiträge unterdurchschnittlich langweilig sind.

    Es ist sehr bedauerlich, dass der Stadt kein neues Landmark gegönnt wird, da der Millennium Tower den Status einer Ikone nicht bekommen wird – schade!

  5. Micha kommentierte: 12 Monaten ago Reply

    Die 300m müssen auf jeden Fall geknackt werden und muss auch höher als THE SHARD in London werden. Diesen Anspruch sollte man schon haben. Sind ja nur wenige Meter, die den Unterschied ausmachen und sollte wie damals die CoBa der höchste Turm in Europa werden! Entwurf finde ich gelungen und mit Aufbauten ist die prestigeträchtigste Höhe zu schaffen. Muss die Skylobby halt was höher werden!!!!!

  6. ELO kommentierte: 12 Monaten ago Reply

    Ich kann das tlw. vernichtende Urteil meiner Vorredner nicht nachvollziehen!

    Wenn man sich die nachrangig platzierten Entwürfe anschaut, kann man die Problematik der Aufgabenstellung erkennen. > Man musste eine bestimmte Fläche in 2 Gebäuden mit offensichtlicher Höhenvorgabe unterbringen, ohne dass sich die beiden Türme zu nahe kommen. Diese Problemstellung hat Heide sehr elegant gelöst!

    Die Verdrehung des hohen Turms ist so gestaltet, dass sich die Geschosse zunächst verjüngen und danach wieder auskragen – somit entsteht eine lichte Öffnung in den Innenhof des Gebäudeensembles. In dieser Gestaltung sehe ich einen deutlichen Unterschied zum Elbtower. Btw: Verdreht ist nicht neu, aber extravagant und in FFM in dieser ausgeprägten Form noch nicht vorhanden. Der gegenüberliegende, kleinere Turm greift diese Verdrehung dezent auf und verstärkt damit die Öffnungswirkung.

    Auf der anderen Seite – Richtung Osloer Str. – wurden bepflanzte „Balkone“ in den Skylobbies vorgesehen, die sich über 2 Geschosse erstrecken. Ein genialer Kniff, um die grüne Seele des Stadtrats zu besänftigen und besser als die Fassade mit Kletterpflanzen in Gitterboxen zu verschandeln.

    Der Abschluss des hohen Gebäudes ist sehr wohl etwas Besonderes! Die Skyhall ist rund 15m hoch und auf die Innenstadt ausgerichtet. Sie wird in 265m Höhe einen sensationellen Blick auf die Stadt bieten. Ein derartiger keilförmiger Abschluss ist ebenfalls neu für FFM.

    Fazit: Das Ding ist ein Kracher und wird der Stadt richtig guttun!

  7. Joerg Seibert kommentierte: 12 Monaten ago Reply

    Leider wird auch hier deutlich, wie sehr unter der aktuellen Politik, diese chancenreiche Metropole, in das Korsett kleinkarierter Ideologien gezwungen wird.
    Mal abgesehen von dem schon zwanghaften Blödsinn mit geförderten Wohnungen (als ob das auch nur irgendeine andere Logik hätte, als einen sozialistischen pseudo Stempel aufzudrücken), wurde mit dem „Entwurf“ erneut die so wichtige Gelegenheit vertan, diesen Bauplatz optimal zu nutzen.
    Nicht mal armselige 12 Meter mehr werden diesem Turm gegönnt.
    Die Politik wollte um’s Verrecken keine 3 vor der Höhe.
    Somit bliebe dieser Turm weder Landmark, noch würde er die Nr. 1 in Frankfurt (noch nicht mal das).
    Die Norman Foster, „gewollt aber nicht gekonnt“ Commerzbank bringt es mit endloser Antenne auf 299 Meter.
    Auch schließe ich mich der Kritik an, dass die Formensprache zu beliebig, zu sehr, bereits überholter, Zeitgeist, ist.
    Ich finde nicht, dass er dem total unproportionalen Elbtower ähnelt.
    Aber er repräsentiert eine weitere einfältige Glasfassadenarchitektur.
    Bei diesem verfehlten Höhenverhältnis, hätte eine klassische Steinfassade, ein Zitat, eine Reminiszenz an die z.B. Art Deco Fassaden ein Trost für die nicht mal 300 Meter sein können.

    Ich hoffe, dass sich noch viel konstruktive Kritik in Frankfurt aufbaut. Insbesondere unter den Personen die architektonischen Einfluss auf die Politik haben.
    Letztere sollte sich, wie bei so vielem, einfach raushalten aus einem Business für Erwachsene … 🙁

  8. deHoschii kommentierte: 12 Monaten ago Reply

    Hoi,

    vielleicht mache ich mich unbeliebt, aber…

    1. Ich denke das in dem Projekt die Balance zwischen Vermarktbarkeit und Machbarkeit gezogen hat. Schliesslich haben Controller auch ein Wort mitzureden.

    2. Warten wir ab, was an absoluter Höhe hinterher rauskommt… Ich darf an den Tower185 erinnern, der auch 200m hat – konträr zum Namen.

    Cheers,

    deHoschii

  9. Holger Börner kommentierte: 12 Monaten ago Reply

    260/270/280/288/365/369Meter in Dubai oder New York würde kein Hahn danach krähen, da sind aber auch andere Dimensionen. Finde den Entwurf sehr gelungen und die Beste Lösung. Kann mir den Turm gut in der Neuen Skyline vorstellen.

  10. B.K kommentierte: 11 Monaten ago Reply

    Warum wurden die beiden Türme nicht mal schön verbunden? Oder in eins gesetzt und trotzdem getrennt… irgend etwas Kreatives halt mit Aussichtsplattform und Restaurant.

  11. Frank Reuter hat das Millennium Areal als Modell nachgebaut - SKYLINE ATLAS kommentierte: 1 Woche ago Reply

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