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Update September 2026: Sechs Projekte im Fokus

Frankfurt baut weiter an seiner Skyline – doch nicht nur nach oben. Neben neuen Türmen steht zunehmend die Revitalisierung bestehender Hochhäuser und Büroensembles im Mittelpunkt. 2026 markieren gleich mehrere Projekte wichtige Wendepunkte: Neue Höhen werden erreicht, Richtfeste gefeiert, Fassaden erneuert und erste Hotels und Büros eröffnet. Das Spektrum reicht vom Central Business Tower über CENTRAL PARX und den Park Tower bis zum Sparda-Bank Tower und 160 Park View. Sechs Projekte zeigen, wohin sich Frankfurts Hochhauslandschaft derzeit entwickelt.

Der 124 Meter hohe Sparda-Bank Tower im Europaviertel ist 2026 mittlerweile fertiggestellt. Das ATLANTIC Hotel, das ebenfalls Bestandteil des Hochhaues ist, wurde bereits am 02. September eröffnet. Das Vier-Sterne-Superior-Hotel verfügt über 373 Zimmer und Suiten auf 20 Geschossen. Der unmittelbar angeschlossene neue Messeeingang Europa-Allee wurde ebenfalls Anfang September zur Messe Automechanika erstmals geöffnet. Das viergeschossige Gebäude bietet rund 5.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche und verbindet den südlichen Zugang zur Messe über die Via Mobile direkt mit der Halle 12. Im Hochhaus selbst befinden sich neben dem Hotel rund 13.400 Quadratmeter Bürofläche; Nutzer sind unter anderem die Sparda-Bank Hessen und die Messe Frankfurt.

Sparda - Bank - Tower - Europallee - Atlantic - Hotel

Der Sparda-Bank Tower ist fertiggestellt

Die Baustelle des CENTRAL PARX im September 2026

Auf der Baustelle des CENTRAL PARX wurde im Juni 2026 Richtfest gefeiert. Das denkmalgeschützte Ensemble an der Bockenheimer Landstraße wird für rund 370 Mio. Euro revitalisiert. Es besteht aus Tower, Studio und Pavillon und geht auf einen Entwurf von Sep Ruf aus dem Jahr 1965 zurück. Die rund 25.650 Quadratmeter Mietfläche sind inzwischen nahezu vollständig vermietet. Zu den bekannten Mietern gehören White & Case und Noerr. White & Case hatte bereits vor Baubeginn rund 11.670 Quadratmeter im Studio und Pavillon angemietet. Die Fertigstellung des Gesamtprojekts ist nun für Mitte 2028 vorgesehen. Angestrebt werden unter anderem die Zertifizierungen DGNB Platin und WiredScore Platin.

Ganz in der Nähe und nur wenige Minuten vom Opernturm entfernt, sind beim Park Tower die Revitalisierungsarbeiten zu sehen: Gerüste, Baukran und Arbeiten an Fassade und Eingangsbereich sind deutlich wahrnehmbare Arbeiten. Der 116 Meter hohe Turm wird allerdings nicht abgerissen, sondern umfassend transformiert. Ein besonders interessantes Detail ist die neue Gebäudehülle. Ein additives Fassadensystem mit Prallscheiben und photovoltaisch integrierten Lisenen soll Wärme-, Sonnen-, Schall- und Witterungsschutz verbessern. Dadurch werden die unterschiedlichen Tragstrukturen des über Jahrzehnte mehrfach veränderten Gebäudes unter einer neuen Fassade zusammengeführt. Auch energetisch wird das Gebäude stark aufgewertet: Vorgesehen sind unter anderem Photovoltaikfassade, smarte Gebäudetechnik, optimierte Grundrisse und ein Skygarten.

Angestrebt wird zudem eine BREEAM-Excellent-Zertifizierung. Ab 2028 soll eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die neuen Flächen beziehen und einen wesentlichen Teil beziehungsweise nach Angaben der DWS Investment GmbH die gesamte Fläche des Park Towers nutzen.

Park - Tower - Umbau - Hochaus
CBT - Baustelle - Hochhaus - Wallanlagen

Der Central Business Tower soll 2028 eröffnet werden

Beim 205 Meter hohen Central Business Tower hat der Hochbau ein rasantes Tempo erreicht. Im Mai dieses Jahres wurde mit der Decke über dem 25. Obergeschoss die 100-Meter-Marke erlangt. Im September war der Rohbau bereits mehrere Geschosse weiter und gleichzeitig begann bzw. lief die Fassadenmontage in den oberen Geschossen. Der Bau soll insgesamt 52 Obergeschosse und fünf Untergeschosse erhalten. Besonders interessant ist die Kombination aus Neubau und historischem Bestand: Die Fassade des Bankgebäudes von 1891 bleibt erhalten; auch die historische Rotunde wird in das Ensemble integriert. Der neue Wolkenkratzer und der historische Sockel werden durch eine mehrgeschossige Glashalle verbunden. Die Commerzbank hat die gesamte verfügbare Bürofläche von mehr als 73.000 Quadratmeter langfristig angemietet. Der Mietvertrag läuft 15 Jahre; vorgesehen sind rund 3.200 Arbeitsplätze. Der Einzug soll 2028 erfolgen. Neben der Bank wird auch ein Teil des Weltkulturenmuseums in das Gebäude einziehen.

Die Gründungsarbeiten bei der Landwirtschaftlichen Retenbank sind mittlerweile abgeschlossen, das Tragwerk des Altbestands wurde ertüchtigt und die Tiefgarage im Innenhof fertiggestellt. Damit soll nun der Wiederaufbau der Gebäudeteile weiter voranschreiten. Gleichzeitig wird der mittlere Gebäudeteil um vier Geschosse aufgestockt, wodurch rund 3.200 Quadratmeter zusätzliche Bürofläche entstehen. Die Revitalisierung des denkmalgeschützten Ensembles an der Hochstraße/Ecke Eschenheimer Tor sollte ursprünglich 2026 abgeschlossen sein. Nach Angaben der Rentenbank haben sich die Arbeiten jedoch erheblich komplizierter entwickelt als zunächst angenommen. Insbesondere die Fassade, schwierige Bodenverhältnisse und archäologische Funde – darunter Teile der Frankfurter Stadtmauer aus dem 15. Jahrhundert – haben den Bauablauf verzögert. Die Fertigstellung wird inzwischen für 2028 erwartet.

Landwirtschaftliche - Rentenbank - Aufstockung - Baustelle
160 - Park - View - Westend - Hochhäuser

Für den 160 Park View ist das Ende der langen Bauphase absehbar. Die Transformation des ehemaligen Hochhauses am Park in einen 96 Meter hohen Doppelturm mit Wohn- und Hotelnutzung ist weitgehend abgeschlossen. Der aktuelle Projektstand wird von KSP Engel mit 2026 als Fertigstellungsjahr angegeben. Vorgesehen sind rund 130 Wohnungen sowie ein Hotel. Im Juni 2026 wurde der letzte Baukran abgebaut. Im Juli wurde bekannt, dass das neue Roomers ParkView im Herbst 2026 eröffnen soll. Das ist inzwischen auch offiziell bestätigt: Roomers ParkView beziehungsweise Marriott nennen Herbst 2026 als Eröffnungstermin; Buchungen sind bereits für Aufenthalte ab November 2026 möglich. Das Hotel wird 136 Zimmer und Suiten umfassen. Damit dürfte das Projekt nunmehr endgültig vom beinahe zehnjährigen Baustellenstatus in den regulären Betrieb übergehen.

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