Drees & Sommer: Die Zukunft ist vertikal
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- Redaktion
Auf der Fachveranstaltung „Frankfurts Skyline 2030 – Stadtentwicklung mit Weitblick“ lud Drees & Sommer im Oktober Fachleute aus Architektur, Immobilienwirtschaft und Stadtplanung ein, um über die Perspektiven des Hochhausbaus in Frankfurt zu diskutieren. Das Treffen stand ganz im Zeichen der Vorstellung des neuen Hochhausentwicklungsplans. Dieser wurde im Jahr 2024 beschlossen und vom Frankfurter Büro Albert Speer + Partner (AS+P) maßgeblich mitgestaltet. Der Hochhausentwicklungsplan stellt keine rechtliche, aber maßgebliche Orientierungsfunktion für Politik, Verwaltung, Investoren und Öffentlichkeit dar. Ziel ist es, Frankfurts städtebauliche Entwicklung geordnet und qualitätsorientiert fortzuführen. Dabei geht es nicht nur um spektakuläre Neubauten, sondern vor allem um eine nachhaltige und integrierte Stadtstruktur.
Insgesamt sind 14 neue Hochhausstandorte vorgesehen, insbesondere im Bankenviertel, am westlichen Mainufer und im Umfeld der Europäischen Zentralbank. Der Plan betont die Clusterbildung, nach der Hochhäuser in räumlich abgestimmten Gruppen entstehen sollen, um das Stadtbild zu strukturieren und zufällige Einzelbauten zu vermeiden. Gleichzeitig rückt die Gestaltung der Erdgeschosszonen stärker in den Fokus: Anstelle reiner Bürotürme sollen künftig Gebäude entstehen, deren untere Ebenen öffentlich zugänglich sind und gastronomische, kulturelle oder kommerzielle Nutzungen bieten. Besonderes Augenmerk gilt der geplanten Hochhauspromenade zwischen Alter Oper und Willy-Brandt-Platz. Sie soll den öffentlichen Raum aufwerten und die Skyline besser mit der Stadt verknüpfen. Darüber hinaus verfolgt der Plan ökologische und verkehrsbezogene Ziele. Fuß- und Radwege, ÖPNV-Anbindung und nachhaltige Mobilität stehen dabei im Fokus.
Die Veranstaltung stieß auf großes Interesse, was den hohen Stellenwert des Themas in der Stadt unterstreicht. Frankfurt nimmt in Deutschland eine Sonderrolle ein, da die Stadt über eine lange Tradition im Umgang mit Hochhausarchitektur verfügt. AS+P war an vielen markanten Projekten beteiligt, etwa am Trianon, am Park Tower und an zahlreichen anderen Gebäuden, die das Stadtbild prägen. Parallel zur konzeptionellen Diskussion um die Skyline zeigt sich der Frankfurter Immobilienmarkt in einer bemerkenswert guten Verfassung. In den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres wurden rund 480.000 Quadratmeter Bürofläche neu vermietet – eine Steigerung um fast 80 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Damit liegt Frankfurt im bundesweiten Vergleich deutlich vorn.
Ein Großteil dieser Flächen entfällt auf Hochhäuser. Große Unternehmen wie die Commerzbank im Central Business Tower oder Allianz Global Investors im Fürstenhof an der Gallusanlage haben sich für moderne, zentral gelegene Immobilien entschieden. Auch im Bau oder Umbau befinden sich derzeit unter anderem im Bankenviertel, im Europaviertel und am Hafenparkquartier Hochhäuser. Die Nachfrage nach hochwertigen Flächen ist nach Einschätzung von Marktbeobachtern ungebrochen. Sie wird von mehreren Trends getragen: Unternehmen setzen zunehmend auf qualitativ hochwertige, nachhaltige Arbeitsumgebungen und wollen zugleich ihre Mitarbeitenden mit attraktiven Büros aus dem Homeoffice zurückholen. Dabei verzichten viele Firmen bewusst auf große Flächen und bevorzugen kompaktere, aber moderne Räume mit hoher Aufenthaltsqualität.
Aktuelle Zahlen belegen die Dominanz von Hochhäusern im Frankfurter Büromarkt: Rund 42 Prozent der Büroflächen in zentralen Lagen befinden sich in Türmen; seit 2015 wurden zehn neue Hochhäuser fertiggestellt. Der Leerstand betrifft fast ausschließlich ältere Gebäude, die modernisierungsbedürftig sind. Die Kosten für Sanierungen können bis zu 5.000 Euro pro Quadratmeter betragen, was Investoren vor große Herausforderungen stellt. In der Folge gewinnt die Revitalisierung bestehender Hochhäuser an Bedeutung. Fachleute von Drees & Sommer betonen, dass die Zukunft des Hochhausbaus nicht allein im Neubau liegt, sondern in der Transformation und Umnutzung älterer Gebäude. Angesichts steigender Leerstände – derzeit rund 1,5 Millionen Quadratmeter – wird das Prinzip „Upgrade statt Abriss“ zunehmend zu einem zentralen Leitmotiv.
Hinweis: Drees & Sommer plant ab 2026 einen „Highrise-Circle“, der in regelmäßigen Abständen stattfinden soll und unter Einbezug von Fachleuten zur Diskussion über aktuelle Themen rund um Hochhäuser einlädt. Mehr dazu bald auf unserer Homepage und auf den Social Media Kanälen.



























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