Trianon in Frankfurt am Main

Trianon Hochhaus in Frankfurt am Main - Hochhaus Mainzer Landstraße - Trianon Frankfurt
Geschosse: 45 oberirdisch
Höhe: 186,00 Meter
Fertigstellung: 1993
Status: fertig gestellt
Nutzung: Büro

Standortbewertung

Score: 91 von 100
 
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Trianon Adresse

Mainzer Landstraße 16–24
Frankfurt am Main

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Herr Dean Vukovic
Telefon: 069 173 269 391
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Das Trianon ist ein 47-geschossiges Hochhaus im Bankenviertel, das bis 1993 entstand. Das Trianon läßt sich architektonisch beschreiben als ein verspiegeltes Dreikantprisma. An seinen Ecken ist das Trianon von schlanken, aluminium-verkleideten Dreikantprismen umgeben. Diese Eckpfeiler überragen den 47 Geschosse hohen Hauptkörper um 14 Meter und tragen schwebend eine Stahlkonstruktion in der Form einer umgekehrten dreiseitigen Pyramide.

Der Bauherr des Trianons war die Bank für Gemeinwirtschaft (BfG), die durch Verschmelzung von sechs nach Kriegsende gegründeten regionalen Gewerkschaftsbanken entstanden war. Noch während der Bauphase wurde das Gebäude von Deutschen Bank erworben, die BfG blieb nur noch Mieter. Die Konzentration der Verwaltung und die enorme Ausdehnung des Geschäftsbereiches und -umfangs der BfG machten schließlich die Errichtung eines großen Bankgebäudes erforderlich. Bereits Mitte der 1970er Jahre bauten R. Heil und J. Krahn am Theaterplatz für die BfG ein 143 Meter hohes Gebäude, das heute nach einem Totalumbau im Jahre 2014 an die Europäische Zentralbank vermietet ist.

Ende der 1980er Jahre lud die BfG die Architekten N+M und Assoziierte, Hentrich, Petschnigg und Partner sowie Albert Speer und Partner zur Vorlage von Entwürfen für ein neues Hochhaus an der Mainzer Landstraße 16-24 ein. Als Ergebnis dieses internen Wettbewerbes der BfG wurde schließlich eine Arbeitsgemeinschaft dieser drei am Wettbewerb beteiligten Architektenbüros gebildet.

Städtebaulicher Maßstab für die Gestaltung des Hochhausturms war die zwischen 1979 und 1984 auf dem benachbarten Grundstück erbaute Hauptverwaltung der Deutschen Bank mit ihren imposanten Doppeltürmen. Das Grundstück Mainzer Landstraße 16-24 wurde von zwei unter Denkmalschutz stehenden Gründerzeitbauten flankiert. Entsprechend dem von Novotny Mähner Assoziierte 1990 im Auftrag der Stadt Frankfurt vorgelegten Rahmenplan Bankenviertel wurden folgende städtebauliche Ziele angestrebt:

  • Aufwertung der Randbebauung der Mainzer Landstraße durch Gebäude hoher architektonischer Qualität
  • Verkehrsberuhigung, attraktive Gestaltung und Begrünung des Straßenraums
  • Geschlossene Bebauung des Straßenraums am Fuß der Hochhäuser
  • Öffnung der Erdgeschoßebenen für die öffentliche Nutzung
Trianon in Frankfurt - Prisma auf dem Dach - Pyramide auf Dach - Trianon-Hochhaus mit Hochhauskopf - Turmspitze Trianon Wolkenkratzer
Trianon Frankfurt am Main - Eingangsbereich - Stadtloggia - Lobby

Die städtebauliche Eingliederung vom Trianon sollte insbesondere durch die Schaffung einer viergeschossigen „Stadtloggia“ erfolgen, die die beiden historischen Bauten im Gebäudefuß einbinden sollte. Damit sollten vor allem die dahinter liegenden Wohngebiete vor Lärm durch die Mainzer Landstraße geschützt werden. Die Stadtloggia wurde so konzipiert, dass sie für den Fußgänger weitestgehend durchlässig ist und gastronomische Nutzungen für die Öffentlichkeit beinhaltet. Auf dem Areal des Trianons wurde eine öffentlich durchgängige Parkanlage geschaffen, die an der Klüberstraße beginnt und am Zimmerweg sowie an der Mainzer Landstraße endend.

Die metallisch schimrnernden Eckpfeiler legen den Gedanken nahe, daß sie Aufzugs- und Treppenkerne beinhalten. Tatsächlich ist der Grundsatz „form follows function“ mit Absicht mißachtet. Denn die Formgebung dient allein der ästhetischen Fassung des Baukörpers, sowohl an seinen Kanten, als auch an seinem oberen Abschluß. Gleichzeitig ist diese Umsetzung eine elegante Lösung des Eckproblems für einen dreikantigen Baukörper.

Der Bauherr erwartete im Trianon keine Großraumbüros, sondern variable Räume mit Tagesbelichtung, also geringer Tiefe. Diese Bürosuiten sind um einen trigonalen Kern entlang von Korridoren angeordnet, die dessen Seiten fortführen über das Innenprisma hinaus in die Eckprismen.

Grundriß 14. OG Trianon
Grundriß 44. OG Trianon

Der Innenkern des Bürohochhauses ist tragend und umschließt den zentralen Kommunikationsbereich drei Bereiche mit Aufzugsgruppen, Technik- und Funktionsräumen. In Verlängerung der vom Mittelpunkt sternartig ausgehenden Achsen springen die Fassaden um knapp einen Meter vor. Dadurch erhalten die auf den jeweils 20.000 Quadratmeter großen Spiegelflächen des Trianon-Hochhauses reflektierten Himmel- und Stadtbilder eine Brechung. Weiterhin ist das Trianon das erste Bauwerk in Deutschland, bei dem hochfester Beton zum Einsatz kam.

Der Turmabschluß des Trianons ist im Gegensatz zu den benachbarten Zwillingstürmen der Deutschen Bank und dem Frankfurter Büro Center klar definiert. Der ursprüngliche Plan mit einer zugespitzten Dachkonstruktion, den den Bau noch höher gemacht hätte, wurde aufgegeben. Stattdessen wurde eine schwebende Stahlplastik zwischen den Zinnen der Eckprismen eingesetzt: ein verspiegeltes, dreikantiges Prisma, das den Baugedanken an das Dreiecksystem trägt.

Die Bank für Gemeinwirtschaft, die ursprüngliche Bauherrin, war nur einige Jahre Mieter in dem Objekt. Im Jahr 2000 ging die BfG AG in der SEB AG auf.

Neuigkeiten

Stand November 2021: Auf dem Dach des Trianon findet ein von Ulrich Mattner geführter Fotokurs Skyline Frankfurt statt.

Stand Juli 2020: Die Deka wird im Jahr 2024 nach über 20 Jahren Mietzeit das Frankfurter Hochhaus Trianon verlassen und in das neu entstehende Hochhaus Four-T1 einziehen.

Stand September 2019: Wegen langjähriger Ausbauarbeiten an der Bundesbank-Zentrale hat die Deutsche Bundesbank große Flächen im Trianon als auch im Skyper bezogen.

Stand November 2018: Der US-Investor North Star verkauft das Trianon für 670 Millionen Euro an das südkoreanische Finanzkonsortium IGIS/Hana Financial Investment.

Trianon Frankfurt - Schnitt - Plan - 47 Geschosse oberirdisch

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