Helaba Hochhaus Neue Mainzer Straße - ungebautes Frankfurt - Bürohochhaus von Novotny Mähner von 1985

Beinahe wären MAIN TOWER und Eurotheum nicht entstanden

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Die Hessische Landesbank (Helaba) beauftragte im Jahr 1985 das Architekturbüro Novotny Mähner Assoziierte (N+M) mit der Erstellung eines Gutachtens für die Bebauung des Standorts, an dem sich heute MAIN TOWER und Eurotheum befinden. Dieser von N+M favorisierte Entwurf wurde rund 10 Jahre vor der Präsentation der Pläne für MAIN TOWER und Eurotheum vorgelegt. Realisiert wurde er zum Glück nie, sonst hätte es diese beiden Hochhäuser vermutlich nie gegeben.

Die Helaba erwartete an den Gestaltungsvorschlag für den Bürokomplex, das er rund 30.000 Quadratmeter Bruttogrundfläche umfassen sollte. Die Bank erwartete zudem, dass sich der Entwurf „städtbaulich vertretbar und betriebswirtschaftlich sinnvoll“ an die bestehende Bausubstanz angliedert.

Die Aufgabe des gutachterlichen Entwurfs war es daher insbesondere, „die Übergänge zu dem Nachbargebäude in architektonischer und künstlerischer Hinsicht harmonisch zu lösen und Nachteile für die Nachbarbebauung zu vermeiden“. Der gründerzeitliche Sockel sollte in den Neubau integriert werden und eine Brücke zum benachbarten Helaba-Hochhaus schlagen. Dieser Helaba-Turm entstand zwischen 1973 und 1976 und wurde ebenfalls von Novotny Mähner Assoziierte entworfen.

Das Architekturbüro N+M sollte bei ihrem Entwurf für das Gelände Neue Mainzer Straße, Junghofstraße und Neue Schlesinger Gasse Büroraum für rund 1.400 Mitarbeiter schaffen. Eines der Ziele sollte es sein, neueste Erkenntnisse zu Licht und Raumklima im Entwurf einfließen zu lassen. Darüber hinaus sollte die Schaffung attraktiver Zonen für die Öffentlichkeit darstellen: größere Anteile der Bauflächen sollten daher für Freiflächengestaltung ausgewiesen werden. Der neue Bürokomplex sollte auch ein „unverwechselbares Erscheinungsbild“ für Hessische Landesbank darstellen und die „Attraktivität vom Bankenviertel erhöhen“.

Die Gutachter aus dem Büro Novotny Mähner schlugen daher die Schaffung eines von den alten Straßen unabhängigen und erhöhten Wegenetzes vor, das als internes System von Passagen die fußläufigen Verbindungen zu den Wallanlagen, der Weststadt, der City, der Altstadt, dem Mainufer und dem Bahnhofsviertel sternförmig bündeln sollte.

Ausgehend von dieser Annahme schufen die Planer einen favorisierten Hochhausneubau mit 14 Geschossen vor, der sich als Scheibe entlang der Neuen Mainzer Straße erstrecken sollte. Im Erdgeschoß sollte eine städtische Infrastruktur unterkommen wie Läden, Gaststätten oder Galerien. Sechs Untergeschosse sollten Raum für die Haustechnik, Sonderabteilungen und eine Tiefgarage für 500 Stellplätze bieten.

Nicht gebautes Helaba Hochhaus Neue Mainzer Strasse von N+M Architekten Offenbach - vorgelegt circa 1985
Entwurf für ein nie gebautes Hochhaus der Helaba an der Neuen Mainzer Straße - von Novotny Mähner Assoziierte

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