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Das Präsidium Frankfurt

Auf dem Grundstück des ehemaligen Polizeipräsidiums an der Friedrich-Ebert-Anlage wird ein Hochhausprojekt namens Das Präsidium entstehen. Erstmals tauchten die Planungen für das Hochhaus im Hochhausrahmenplan 1998 auf. Auf dem ca. 15.000 Quadratmeter großen Grundstück vom früheren Polizeipräsidium ist ein Hochhausturm von 175 Metern Höhe geplant.

Der Baubeginn für Das Präsidium soll im Jahr 2022 sein, eine Fertigstellung des gesamten Areals ist für das Jahr 2026 vorgesehen. Insgesamt sollen ca. 800 Millionen Euro investiert werden. Der architektonische Siegerentwurf kommt von Meixner Schlüter Wendt Architekten. Ein entsprechender Architekturwettbewerb wurde im Sommer 2020 durchgeführt.

Altes Polizeipräsidium Frankfurt - Meixner Schlüter Wendt

Der Hochhausturm Das Präsidium wird eine Mischnutzung aufweisen. In den unteren Geschossen ist ein Hotel vorgesehen. Darüber wird ein Restaurant mit Skybar eingerichtet. Im Mittelteil sollen Eigentumswohnungen und darüber Büroflächen entstehen. In der Gebäudespitze sind Stadtloggien und ein Saal geplant. Insgesamt werden 48 Obergeschosse entstehen (inklusive Erdgeschoss, wobei das oberste Geschoss nicht genutzt wird aufgrund der beengten Verhältnisse in der Turmspitze).

Neben der Hochhausbebauung in einer Mischnutzung aus Büros, Wohnungen und Hotel und sollen weitere Büroflächen im denkmalgeschützten Altbau vom ehemaligen Polizeipräsidium entstehen, sowie Wohnungen in der Blockrandbebauung. Das gesamte Gelände soll öffentlich begehbar sein. Die Stadt Frankfurt unterstützt den Bau einiger hundert Wohnungen, Schulen, Kitas sowie auch sozialer oder kultureller Einrichtungen auf dem Grundstück. Allerdings wird erwartet, dass vor allem Luxuswohnungen entstehen werden.

Das Präsidium - Neues Hochhaus für die Skyline Frankfurt - Geplanter Wolkenkratzer - Architekt Meixner Schlüter Wendt - Projektentwickler Gerchgroup

Geschichte

Seit dem Jahr 2001 hatte sich das Land Hessen um einen Verkauf an einen Investor bemüht. Offenbar führten überzogene Preisvorstellungen sowie eine Flaute auf dem Immobilienmarkt zu jahrelangem Leerstand. Über viele Jahre hinweg stand das Polizeigebäude leer und wurde nur sporadisch gewerblich genutzt. Hinzu kamen Uneinigkeiten mit der Stadt Frankfurt über die Nutzung.

Erst im Jahr 2010 wurden wieder Gespräche mit Investoren und Projektentwicklern gestartet. Mit dem Verkaufsverfahren wurde das Beratungsunternehmen BNP Paribas Real Estate Consult GmbH beauftragt, das zuvor bereits die Vermarktungschancen für die Immobilie überprüft hatte. Im August 2011 veröffentlichte der Architekt Jo. Franzke einen Masseentwurf für das geplante Hochhaus mit einer Bruttogrundfläche von 95.000 Quadratmetern. Dieser Vorentwurf von Jo. Franzke ist ganz am Ende dieser Seite aufgeführt.

Planung und Bauphase

Das Präsidium Frankfurt - Altes Polizeipräsidium Hochhaus FFM - Ehemaliges Polizei-Präsidium in Frankfurt am Main - Baufortschritt - Baustelle - Oktober 2021

Stand September 2020: Der Architekturwettbewerb um Das Präsidium wurde entschieden. Das Architekturbüro Meixner Schlüter Wendt hat den Zuschlag erhalten. Hätte der Düsseldorfer Projektentwickler Gerchgroup diesen Hochhausturm in Düsseldorf errichtet, wäre er dort der höchste Hochhausturm gewesen. Die nachfolgenden Aufnahmen des Hochhausmodells Das Präsidium entstanden im Atrium des Stadtplanungsdezernats als die Wettbewerbsergebnisse in einer Ausstellung präsentiert wurden.

Hochhaus Prisma - Kristall am Präsidium - Hochhausmodell der geplanten Bebauung - altes Polizeipräsidium - Das Präsidium - Projektentwickler Gerch Group
Das Hochhausmodell vom neuen Hochhaus auf dem Gelände des ehemaligen Polizeipräsidiums in Frankfurt am Main - Projektentwickler Gerchgroup aus Düsseldorf
Turmspitze Das Präsidium - Frankfurt Wolkenkratzer am ehemaligen Polizei-Präsidium - Architekt Meixner Schlüter Wendt
Das Prädium - Hochhausmodell Frankfurt
Das Präsidium - altes Polizei-Präsidium - Hochhausturm Meixner Schlüter Wendt - Ausstellung im Stadtplanungsamt

Stand August 2020: Das direkt an Das Präsidium angrenzende Grundstück der Matthäusgemeinde wurde an Becken verkauft.

Stand Februar 2020: Laut Frankfurter Rundschau hat sich die Gerchgroup von der Idee verabschiedet, mehr als ein Hochhaus auf dem Gelände des ehemaligen Polizeipräsidiums zu bauen. Die Stadt Frankfurt hält nach Aussage von Mark Gellert, Sprecher von Planungsdezernent Mike Josef, immer noch eine Variante für möglich, bei dem mindestens zwei niedrigere Hochhäuser entstehen können. Das Planungsdezernat verwies auf den geplanten Architekturwettbewerb und sei in konstruktiven Gesprächen mit der Gerchgroup. Das direkt angrenzende Areal der Matthäusgemeinde, auf dem laut Hochhausrahmenplan 2008 ursprünglich ebenfalls eine Hochhausbebauung vorgesehen war, ist nicht Teil des städtebaulichen Wettbewerbs für das Polizeipräsidium. 

Stand September 2019: Die Gerchgroup schreibt derzeit einen internationalen Architekturwettbewerb für das 4,2 Hektar große Quartier am ehemaligen Polizeipräsidium aus, zu dem 15 renommierte Architekturbüros eingeladen wurden. Bis zum Jahr 2026 sollen an der Friedrich-Ebert-Anlage mindestens 400 Wohnungen sowie Büros und Hotels entstehen. Der Titel für das Projekt ist „Das Präsidium„. Der Wettbewerb soll im August 2020 mit Kürung des Siegerentwurfs beendet werden.

Stand Januar 2019: Mathias Düsterdick, Vorstandschef der Gerch-Group, gab ein Interview zum hier vorgestellten Hochhausprojekt. Düsterdick sagte, dass mit der Stadt Frankfurt noch keine Übereinkunft erzielt wurde, wie das Projekt konkrekt aussehen würde. Es könnte, wie ursprünglich vorgesehen, ein hohes Gebäude entstehen oder aber die Baumasse auf mehrere niedrigere Hochhäuser verteilt werden.

Stand Februar 2018: Das Grundstück wurde vom Land Hessen an die Gerchgroup aus Düsseldorf verkauft. Laut Pressemitteilung der Gerchgroup vom 1. März 2018 betrug der Kaufpreis € 212,5 Millionen. Über den Inhalt der Verträge, die das Land Hessen abgeschlossen hat, wurde mit dem Erwerber Gerchgroup Stillschweigen vereinbart.

Ehemaliges Polizeipräidium Frankfurt am Main - Altbau Polizei Frankfurt an der Friedrich-Ebert-Anlage

Der ursprüngliche Masseentwurf für das Hochhaus am alten Polizeipräsidium. Diese Visualisierung war lediglich ein Platzhalter bis der finale Entwurf gekürt wurde.

Hochhaus auf dem ehemaligen Gelände der Polizei an der Friedrich-Ebert-Anlage in Frankfurt - Wolkenkratzer Altes Polizeipräsidium

8 Kommentare zu “Das Präsidium

  1. Frank Hensell kommentierte: 1 Jahr ago Reply

    Ein ganz toller Entwurf. Großes Lob an das zuständige Architekturbüro und den Bauherren. So bringen wir Frankfurt ästhetisch voran! Sie haben sich mit diesem Entwurf in die Champions Leage gespielt!!

  2. Danni C. kommentierte: 1 Jahr ago Reply

    Ich habe Interesse, mir eine Wohnung dort zu kaufen.
    Könnten Sie mir weitere Unterlagen zukommen lassen?

    Vielen Dank!

  3. Stefan Schlöhmer kommentierte: 1 Jahr ago Reply

    Ein außerordentlich starker Entwurf, der Ideenreichtum, zeitgemäßes, auch trendiges Design, eine ausgefallene Form und eine hochwertige Erscheinung miteinander verbindet. 175 m ist die ideale Höhe an diesem Standort, um eine Abstufung zum Selmi Hochhaus, T185 und Westend Tower zu erreichen. Well done!

  4. Timo kommentierte: 1 Jahr ago Reply

    Immer wenn es ein neues Hochhausprojekt in Frankfurt gibt gibt kann ich mir sicher sein das ich es als erstes beim Skylineatlas finden werde. Super Arbeit von der Redaktion wieder einmal alles zum Projekt informiert was einen so über dieses Bauvorhaben interessiert . Weiter So !!!

  5. BaustoffJens kommentierte: 12 Monaten ago Reply

    Ich finde das Gebäude einfach nur langweilig! Kein architektonisches Highlight, sondern auch einfach nur ein Glasturm.. Schade, dass der Mut für schöne Wolkenkratzer fehlt (sowas wie der Messeturm zb..)

  6. Rudi kommentierte: 10 Monaten ago Reply

    Letztendlich sind die Geschmäcker immer unterschiedlich. Es wird interessant sein, zu sehen, wie es sich in diesen neuen Hochhauspulk einfügen wird. Denke mit jedem neuen Projekt sollte schon auf Abstimmung und Harmonie geachtet werden.

  7. dr. andreas gardé kommentierte: 10 Monaten ago Reply

    unten schmal, oben breit und die spitze abgesäbelt. ist das alles?ästhetisch ungenügend! wie eine taschenlampe – nur nicht so leuchtend. schade

  8. Mahdi Naimi kommentierte: 4 Monaten ago Reply

    Guten Morgen allerseits, ich hätte da noch eine Frage an das großartige Projekt, gibt es schon die Baugenehmigung oder gibt sie es ein bisschen später, da ihr skyline atlas geschrieben habt Gehnehmigt aber das steht in den Medien oder auf deren Website noch nicht deshalb dachte ich mir das ich das hier mal anmerke und interessiert bin ob es den gibt oder es ihn ein bisschen später gibt? Auf eine Antwort der Community freue ich mich sehr!!!

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