Millennium Areal in Frankfurt am Main
Höhe : 288,00 m
Fertigstellung : 2030
Status : evaluiert
Nutzung : Büro, Hotel, Wohnen
Millennium Areal Adresse
Osloer StraßeStadt: Frankfurt am Main
Stadtteil: Gallus
Zone: Europaviertel
Objektbeteiligte - Millennium Tower I
| Unternehmen | Kategorie |
| CA Immo Deutschland GmbH | Projektentwickler |
| Ferdinand Heide Architekt | Architektur |
Objektbeteiligte - Millennium Tower II
| Unternehmen | Kategorie |
| CA Immo Deutschland GmbH | Projektentwickler |
| Ferdinand Heide Architekt | Architektur |
Im Europaviertel werden zwei neue Hochhaustürme auf dem 8.700 Quadratmeter großen Millennium-Areal entstehen, wo einmal der ursprüngliche Millennium Tower vorgeschlagen wurde. Anstatt einem sehr hohen Wolkenkratzer werden nun gleich zwei neue Hochhäuser entstehen, die gemeinsam die ursprünglich veranschlagte Fläche aufnehmen werden. Der Projektentwickler CA Immo rechnet mit einer Fertigstellung ca. im Jahr 2030.
Zum Gebäudeensemble des Millennium-Areals gehören zwei Wolkenkratzer und eine dazugehörige Blockrandbebauung. Der Gebäudekomplex wird nach Plänen von Ferdinand Heide aus Frankfurt gestaltet.
Der 70-geschossige Turm soll 288 Meter Höhe haben und Büros und Hotelflächen aufnehmen. Daneben soll ein 43-geschossiger Wohnturm mit 157 Metern Höhe errichtet werden, der sowohl frei finanzierte Wohnungen wie auch geförderten Wohnraum beinhalten soll. Dies wurde durch den neu verhandelten Bebauungsplan ermöglicht.
Planung und Bauphase
Stand Januar 2025: Mittlerweile ist einige Zeit ohne weitere News zum geplanten Millennium Areal vergangen. SKYLINE ATLAS konnte jedoch in Erfahrung bringen, dass das Projekt on hold ist. Auf Anfrage bei CA IMMO heißt es „Aktuell ist gesamtwirtschaftlich gesehen nicht der richtige Zeitpunkt, um so ein Großprojekt (..) umzusetzen. Daher haben wir das Projekt vorerst etwas zurückgestellt (..). Sobald es Neuigkeiten zur Entwicklung des Areals gibt, werden wir die Öffentlichkeit hierüber wieder informieren.“
Stand Januar 2023: Laut F.A.Z. werde aktuell der Entwurf von Ferdinand Heide überarbeitet und mehre Machbarkeitsstudien erstellt. Der Bau der beiden Türme habe sich aufgrund der wirtschaftlichen Unsicherheiten verlangsamt, so CA Immo, und ein genauer Zeitplan wird nicht genannt.
Pressekonferenz am 6. Dezember 2021
Stand Dezember 2021: Am 6. Dezember 2021 fand ab 14 Uhr die Präsentation der Ergebnisse aus dem Wettbewerb zum Millennium-Areal auf einer Pressekonferenz statt. Der SKYLINE ATLAS berichtete direkt vor Ort durch Veröffentlichung von Bildern und Fakten hier auf dieser Webseite, dem Newsletter sowie in den Social Media Kanälen.
Am 06.12.2021 fand die offizielle Pressekonferenz statt, bei der die Stadt Frankfurt und der Projektentwickler CA Immo über die Ergebnisse des Wettbewerbs zum Millennium-Areal informierten.
Der Siegerentwurf stammt vom Architekturbüro Ferdinand Heide. Der höhere der beiden Türme wird 288 Meter hoch und hat 70 Geschosse. Der niedrigere Hochhausturm soll 157 Meter hoch werden. Beide Wolkenkratzer haben eine leichte Drehung. Eine tatsächliche Realisierung der Hochhäuser ist derzeit noch nicht sicher, es wird jedoch ganz konkret die Planung angegangen. Die Bauzeit soll mindestens 5 Jahre betragen. Die Fertigstellung soll ca. im Jahr 2030 erfolgen.
Stand November 2021: Nach Angaben einer Zeitungsveröffentlichung soll der Sieger aus dem Wettbewerb um die Gestaltung der beiden Millennium Towers im September 2021 entschieden worden sein. Demnach empfahl die Fachjury einen spektakulären Entwurf aus dem Architekturbüro Ferdinand Heide. Der höhere der beiden Millennium-Türme soll rund 300 Meter hoch werden und eine in sich verdrehte Fassade aufweisen. Das Siegerbüro bekam dem Bericht nach die Maßgabe, die Pläne zu überarbeiten. Die Präsentation der Pläne sei für Dezember 2021 vorgesehen. Möglicherweise wird durch die größere Höhe des ersten Turms der zweite nun nicht mehr 150 Meter hoch. Zum Artikel
Stand Juni 2021: Dem SKYLINE ATLAS wurde mitgeteilt, dass die Jury im September 2021 zur Beratung zusammentritt und die Ergebnisse des Architektenwettbewerbs Ende des Jahres 2021 präsentiert werden.
Architektenwettbewerb
Die Stadt Frankfurt und der Projektentwickler CA Immo haben hierzu kürzlich einen städtebaulichen Vertrag geschlossen, auf dessen Grundlage CA Immo einen Architekturwettbewerb unter internationalen Architekturbüros ausgelobt hat.
Demnach soll ein Verfahren gemäß Richtlinie für Planungswettbewerbe der Bundesarchitektenkammer stattfinden (RPW 2013). Es fand ein offener, einstufiger Einladungswettbewerb statt, bei dem es ein Rückfrage- und Zwischenkolloquium ebenfalls am 30. September 2020 gab.
Es ist ein erfahrenes Preisgericht mit 5 Fachpreisrichtern und 4 Sachpreisrichtern installiert worden. Die Fachpreisrichter setzen sich zusammen aus Architekten, Stadtplanern und Vertretern der Stadt Frankfurt. Die Sachpreisrichter sind Vertreter der Stadt Frankfurt sowie von CA Immo.
Die folgenden Büros wurden eingeladen, Wettbewerbsbeiträge einzureichen:
- 3XN Architects (Kopenhagen)
- Cobe (Kopenhagen)
- David Chipperfield Architects (London/Berlin)
- Ferdinand Heide Architekt (Frankfurt)
- Herzog de Meuron (Basel)
- Ingenhoven Architects (Düsseldorf)
- OMA (Rotterdam)
- Schneider + Schumacher Architekten (Frankfurt)
Weitere Informationen: Architekturwettbewerb Millennium-Areal im PDF Format (CA Immo)
Stand Januar 2021: Der Immobilien-Projektentwickler CA Immo teil auf Anfrage mit, dass die Arbeiten der Teilnehmer des Wettbewerbs fristgerecht eingereicht wurden. Aufgrund der aktuellen Corona-Situation wurde die Jurysitzung auf Ende April 2021 verschoben. Es ist daher erst für Ende April 2021 oder gar Mai 2021 mit Ergebnissen aus dem Architekturwettbewerb zu rechnen.
Stand September 2020: CA Immo und die Stadt Frankfurt kündigen Gebäudeensemble auf dem Millennium-Areal an. (offizielle Pressemitteilung)
Pressekonferenz am 30. September 2020
Am 30.09.2020 fand eine Pressekonferenz statt, bei der die Stadt und der Projektentwickler über Einzelheiten des städtebaulichen Konzepts der beiden Türme und über die Zielsetzungen der Projektentwicklung sowie des Wettbewerbs informierten. Dabei anwesend waren auch Mike Josef (Planungsdezernent) und Matthias Schmidt (Geschäftsführer CA Immo Deutschland). Die Berichterstattung hierzu wie folgt:
Guten Morgen, es ist 10:15 Uhr. Der Versammlungsort im Kap Europa füllt sicht langsam.
Es ist 10:25 Uhr. Jetzt geht es los.
Planungsdezernent Mike Josef spricht: Der einst geplante Millennium Tower sei aufgrund von Baukosten schwer zu vermarkten, daher wird die ursprünglich vorgesehene Fläche auf zwei Türme verteilt. Ein Architekturwettbewerb wurde dafür initiiert und Büros am 23. September 2020 hierzu eingeladen. Ergebnisse dieses Wettbewerbs sollen bereits Anfang 2021 vorstellt werden.
Es sollen am Millennium Areal zwei Türme geben: der höhere ist mit 260 Meter Höhe geplant, der niedrigere soll 150 Meter hoch werden. Der höchste Türm soll Deutschlands höchster Wolkenkratzer werden – exakt 1,30 Meter höher werden als die strukturelle Höhe des Commerzbank-Turms (258,7 Meter). Der hohe Turm soll außerdem eine öffentliche Aussichtsplattform erhalten.
Josef führt weiter aus: Künftig sollen Sockelgeschosse von Hochhäusern weiter belebt werden. Dies sei auch vorgesehen im künftigen Hochhausrahmenplan. Es sollen ganz grundsätzlich vor allem gemischt genutzte Türme in Frankfurt entstehen, die es technisch gesehen ermöglichen, später Nutzungsänderungen vorzusehen (zum Beispiel Büro zu Hotel).


Matthias Schmidt von CA Immo führt aus: Frühestens im Jahre 2023 soll der Bauantrag eingereicht werden. „Wir planen mit einem Zeithorizont von acht bis neun Jahren ab heute.“ Weiter führt er aus: „Zentrumsnahe Bürostandorte werden in Zukunft stärker nachgefragt als Standorte am Stadtrand.“
Schmidt ergänzt: „Wir streben Investitionen in einem hohen dreistelligen Millionen Euro-Bereich an. Der genaue Betrag hängt vom Ergebnis des Wettbewerbs ab.“
Schmidt weiterhin: „Home Office wird nicht das Büro ersetzen, das zeigen unsere Erfahrungen. Wir gehen weiterhin davon aus, dass Büroflächen künftig weiter nachgefragt werden.“ Er fügt hinzu: „Wir stehen vor einer weiteren Metropolisierung, viele Menschen wollen einfach in den großen Städten wohnen.“
Mehrfach wird daraus verwiesen, dass insbesondere die Nachhaltigkeit der Projektentwicklung im Fokus stehen soll.
Die Darstellung der Türme ist unverbindlich und wird sich mit dem Architekturwettbewerb ändern. Im niedrigeren Türm sollen nur Wohnungen entstehen (in grün dargestellt).
Es ist 11:03 Uhr. Nach Rückfragen aus dem Publikum ist die Pressekonferenz beendet.
Interview mit Prof. Jochem Jourdan
Prof. Jochem Jourdan ist Architekt und Stadtplaner. Er legte ab 1998 zwei Hochhausentwicklungspläne für Frankfurt vor, die auch das Millennium-Areal als Hochhaustandort untersuchten. Aufgrund dieser vorgelegten Plänen wandelte sich die Main-Metropole in den letzten Jahrzehnten zur Wolkenkratzer-Stadt.
Unsere Leser reichten Fragen ein, die der renommierte Stadtplaner beantwortete.






















Lesen Sie die englische Version dieser Website.










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